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Mutterfreuden, Rücktritt der Trainerin, Playoff-Halbfinal – das war die Saison der Nesslau Sharks in der NLB

Nach dem Ausscheiden gegen Wasa St.Gallen ist die Saison der Nesslau Sharks ad acta gelegt. Während die Spielerinnen eine Pause einlegen, plant Trainerin Christine Kündig die nächste Saison. Mit dieser Zeitung schaute sie auf die letzte zurück.
Ob nach Christine Kündig auch Martin Biber den Nesslau Sharks erhalten bleibt, entscheidet sich in den nächsten Tagen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Am vergangenen Sonntag endete für die Frauen der Nesslau Sharks eine Saison, die mit dem erstmaligen Vorstoss in den NLB-Playoff-Halbfinal als historisch bezeichnet werden kann. Dort war aber gegen Wasa St.Gallen Schluss. Obwohl die Enttäuschung nach dem Ausscheiden zu Beginn gross war – zwei der drei Spiele gingen nur mit einem Tor Differenz verloren –dürfen Staff und Spielerinnen stolz auf das Erreichte sein.

Trainerin Christine Kündig schaut nun auf die letzten Monate zurück, die von Hochs, aber auch einem zwischenzeitlichen Tief geprägt waren. Dennoch werden die Ziele auch in der kommenden Saison hochgesteckt, obwohl es zu einigen Veränderungen im Kader kommen dürfte. Sie begründet ihren Optimismus damit, weil Top-Scorerin Karin Schlumpf nach ihrer Babypause zurückkehrt und mit dem guten Nachwuchs, von dem einige vielversprechende Talente das Potenzial haben, bald im Frauenteam zu reüssieren.

Zu Beginn das Team der Stunde

Die Qualifikation der Sharks lässt sich zweiteilen. Der Saisonstart verlief mit sechs Siegen in Serie glänzend. «Danach begann eine länger anhaltende Krise, die erst im Playoff-Viertelfinal und dem 3:0-Sieg gegen Lejon Zäziwil endete», sagt Trainerin Christine Kündig. Belegte die Mannschaft zeitweise den Leaderthron, und erhielt zurecht das Prädikat «Mannschaft der Stunde», landete sie am Ende der Qualifikation auf Platz 5. «Der Abstand nach hinten war aber beträchtlich und die Top 5 waren alle nah beieinander», sagt die Trainerin.

In jener Phase, in der es schlecht lief, musste auch der Rücktritt von Vereins-Ikone Bettina Pfiffner verkraftet werden, die seit Sommer 2023 zusammen mit Kündig das Trainerduo bildete. Sie begründete ihren Entscheid im Dezember mit dem Aufbau der eigenen Naturheilpraxis und der Betreuung der Juniorinnen. Für alle Aufgaben sei die Belastung schlicht zu gross geworden.

Verbleib von Polakova ist noch offen

Die Lücke der oben erwähnten Karin Schlumpf hätte laut Kündig am ehesten von Hana Polakova gefüllt werden können. In ihrer zweiten Saison bei den Sharks hat sie zwölf Tore geschossen und führt zusammen mit Livia Müggler die interne Skorerliste an. Letztere, von Ligakonkurrent Frauenfeld gekommen, glänzte vor allem mit elf Assists und hatte einen grossen Anteil am starken Saisonstart.

Wie es mit Hana Polakova weitergeht, ist aktuell noch offen. Nicht mehr dabei sein wird Livia Müggler. Sie beginnt eine Ausbildung, deshalb liege es ihr zeitlich nicht mehr drin, den Weg nach Nesslau auf sich zu nehmen.

Andere hingegen werden auch nächste Saison das Trikot der Sharks überstreifen. Zu ihnen zählt Saskia Schöni, die lange verletzt ausfiel, mit ihren vielen Scorerpunkten im Playoff-Viertelfinal aber bewies, wie wertvoll sie für das Team ist. Die Schwester von Joy und Svenja Schöni kam von den Kloten Dietlikon Jets. «Von ihr dürfen wir sicherlich noch mehr erwarten, wenn sie körperlich wieder bei 100 Prozent ist», sagt Kündig.

Und dann bildeten Selin Lusti und Nova Brändle, beide mit Jahrgang 2009, zusammen mit Linda Sprenger (08), Nadja Abderhalden und Andrina Gmür (beide 07) die starke Fraktion der Nesslauer Eigengewächse. Kündig sagt: «Die neue Mischung im Team hat sich bewährt.» Zur Fraktion der «Alten» darf mit ihren 31 Jahren sicherlich Captain Olga Schläpfer gezählt werden. Sie bleibt dem Team erhalten.

Planungen für kommende Saison laufen

Trainerin Christine Kündig hat ihren Verbleib schon vor einigen Wochen kommuniziert. Ob Martin Biber dem Verein weiterhin zur Verfügung steht, steht noch nicht abschliessend fest. Ein Entscheid dürfte in den nächsten Tagen fallen. Er konnte im Dezember als Nachfolger für Bettina Pfiffner verpflichtet werden,

Kündig ist sich bewusst, dass es innerhalb des Kaders zu weiteren Veränderungen kommen wird. Aus dem eigenen Nachwuchs würden Janine Huser und Lara Abderhalden zum Team stossen. Und die Trainerin abschliessend: «Es wird auch dieses Jahr Zuzüge von ausserhalb brauchen, damit wir weiterhin an der Spitze in der NLB mitspielen können.»

 
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