Die Diskreditierung des lästigen Rickentunnels
Vor 100 Jahren
29. Januar: Wattwil. Ein Eisenbahnfachmann macht in der «Nat.-Ztg.» die Anregung, es sei der über 8 ½ Kilometer lange Rickentunnel möglichst bald zu elektrifizieren. Dieser Tunnel weise eine mangelhafte Ventilation auf. Dazu gesellen sich Gasdünste einer angebohrten Kohlenader, die zu Zeiten gefährlich werden. Sodann liege der Tunnel in einer Steigung von 16 bis 19 Promille und die Hitze sei sehr lästig. Im Anschluss an die Elektrifikation der Linie Zürich-Meilen-Rapperswil sollte der elektrische Fahrdraht bis Wattwil gezogen werden. Die Linie Romanshorn und Rorschach-Rapperswil durchs Toggenburg erfreue sich in letzter Zeit der Vorliebe seitens deutscher Pilger. Die Diskreditierung dieser Strecke durch den lästigen Rickentunnel würde eine empfindliche Schädigung der st. gallischen Staatsbahn darstellen, die sich alle Mühe gebe, in dem notleidenden Kanton St. Gallen verkehrswerbend zu wirken.
29. Januar: Wattwil. Wie Zeitungsenten entstehen. Die nächtliche Begebenheit mit dem Iltis, die wir kürzlich gemeldet haben, kursiert nun in der Presse in folgender, nicht ganz einwandfrei gekürzter Form: «St. Gallen. Als vor kurzem ein nächtlicher Wanderer einem Iltis nachrannte, sprang das Tier an seinem Verfolger hoch und biss ihn in den Hals.»
Vor 50 Jahren
4. Februar: Hemberg. Mit einer geführten Skiwanderung wurde am Sonntag bei herrlichem Wetter die seit einiger Zeit zur Verfügung stehende neue Skiwanderloipe Hemberg-Salomonstempel-Hemberg offiziell eröffnet. Der Verkehrsverein Hemberg hat das Dorf um eine weitere Attraktion bereichert. Bei guter Schneelage wie jetzt kann Hemberg sehr gute Uebernachtungszahlen aufweisen, die Kurgäste werden diese neue Leistung bestimmt zu schätzen wissen.
Vor 20 Jahren
2. Februar: Wildhaus. Nach fünf inaktiven Jahren hat die 1823 gegründete Zwinglianische Lesegesellschaft Wildhaus-Alt St. Johann einen Neuanfang gewagt – ein gut besuchter Vortragsabend erlaubte Blicke zurück und vorwärts. In einem begeisternden Referat wusste der heute im Grossmünster wirkende ehemalige Pfarrer von Stein, Christoph Sigrist, einen Bogen zu spannen über fünf Jahrhunderte und vom bäuerlich geprägten Toggenburg in das Zürich im 16. Jahrhundert.
Vor 10 Jahren
30. Januar: Toggenburg. Die gesellschaftliche Entwicklung führt dazu, dass die Nachfrage nach Plätzen in Kindertagesstätten steigt. Im Toggenburg gibt es derzeit nur eine Kita in Wattwil. Ab dem Sommer sollen nun zwei neue Kindertagesstätten das Angebot ergänzen: Eine in Ebnat-Kappel und eine in Bazenheid. (red)
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