Von der Dienstleisterin bis zu Remo Forrer: An der Toggenburger Messe ist das Toggenburg vertreten
Ein Banker, eine Fachangestellte Gesundheit, ein Landwirt sowie eine Bäckerin stehen im Zentrum auf dem Plakat, das für die nächste TOM (Toggenburger Messe) wirbt, die vom 1. bis 3. Mai 2026 auf dem Areal der Markthalle in Wattwil stattfindet. Dieses Sujet widerspiegelt die Vielfalt, die sich an der Ausstellung präsentiert: Gewerbe und Handwerk sowie die Dienstleister, die Gesundheits- oder Lebensmittelbranche, der Tourismus. Eine «Bühne» bekommen zudem die Parteien und auch die Kirchen. «Es ist eben diese Vielfalt, die die TOM ausmacht», erklärt Walter Schlegel, OK-Präsident der TOM.

Ja, auch die Kirchen in Wattwil sind an der TOM präsent. «Wir hatten eine Anfrage von der reformierten Kirche für einen Gottesdienst am Sonntagmorgen», erklärt Schlegel. Die Veranstalter seien offen für alle, so der OK-Präsident, einzige Bedingung sei gewesen, dass ein ökumenischer Gottesdienst gehalten werde.
Die zweite Messe des OK-Präsidenten
Walter Schlegel hat diese ehrenamtliche Tätigkeit als OK-Präsident vor mehr als drei Jahren übernommen. Der Wattwiler kannte sich mit der Organisation von grösseren Anlässen aus. Er hat als aktives Mitglied des örtlichen Turnvereins schon viele Veranstaltungen organisiert. Er mache das gern, es sei spannend, sagt der Maschineningenieur, der heute als Projektleiter tätig ist. Es ist seine zweite Messe, der er als OK-Präsident vorsteht.
Konstante Teilnehmerzahl
Auf der über 3500 m² grossen Ausstellungsfläche werden wiederum rund 150 Aussteller ihre Produkte oder Dienstleistungen zeigen. Sie kommen mit wenig Ausnahmen aus dem Toggenburg. «Wir sind ausgebucht», sagt Walter Schlegel, fügt aber an, dass es im Aussenbereich und bei den Produkt- und Modeshows noch Platz hätte. Für die diesjährige Messe hätten sich wieder gleich viele Teilnehmende gemeldet wie im 2023, sagt Schlegel.
Ihm ist jedoch aufgefallen, dass über 20 Prozent der Ausstellenden an der letzten TOM nicht vertreten waren. «Es gibt immer wieder Betriebe, die neu dazukommen oder die TOM einmal auslassen», begründet er diese Veränderung. Für einen Kleinbetrieb sei eine dreitägige Ausstellung ein beachtlicher Aufwand. Mit einem Stand ist auch diese Zeitung an der TOM vertreten.
Messe ist grössere Nummer als örtliche Gewerbeschauen
Die TOM ist nicht die einzige Messe im Toggenburg. Mit den Gewerbeausstellungen in Ebnat-Kappel und in Mosnang im vergangenen Jahr sowie in Kirchberg im kommenden September fanden oder finden innerhalb weniger Monate mehrere ähnliche Veranstaltungen statt. Als Konkurrenz sieht Walter Schlegel diese Ausstellungen allerdings nicht. «Die TOM gibt es nur alle drei Jahre und sie baut auf einem regionalen Konzept auf. Ich glaube deshalb nicht, dass unsere Messe eine direkte Konkurrenz zu den örtlichen Gewerbeausstellungen ist», erklärt er.
Zudem weist er darauf hin, dass die TOM mit über 15'000 Besuchenden an den drei Tagen wohl eine Nummer grösser als örtliche Messen sei. «Wir haben von diesen Gewerbeschauen beim Anmeldewesen nichts gespürt und auch keine entsprechenden Rückmeldungen erhalten», so Schlegel.
Sonderschau der Ausbildungsstätte
Wie in den Vorjahren wird auch eine Sonderschau präsentiert. Dieses Jahr ist es das BZWT (Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg), das sich auf der Galerie präsentiert. Neben der Vorstellung verschiedener Berufsbilder gibt es eine Chronikstube, in der die Geschichte der vergangenen 50 Jahre der Gewerbeschule an der Bahnhofstrasse in Wattwil präsentiert wird.
Ein Bestandteil sind seit einigen Jahren die Produkt- und Modeshows, an denen die eigenen Erzeugnisse oder Dienstleistungen vorgestellt werden können. Dieses Jahr sollen nicht Nummern einzeln aneinandergereiht werden, sondern die Shows sollen mit einer Geschichte erzählt werden. Hierfür wird ein eigenes Haus aufgebaut.
Unterhaltung mit regionalen Künstlern und Remo Forrer
Nicht fehlen darf an einer solchen Messe die Unterhaltung. Auch da bleiben die Verantwortlichen der TOM – mit einer Ausnahme – im Toggenburg. Hauptakt ist der international bekannte Sänger Remo Forrer, der einst in Hemberg aufgewachsen und die ersten musikalischen Schritte an der Musikschule Toggenburg getätigt hatte. Er tritt am Freitag nach der Toggenburger-Nachwuchsband Imagine auf. Am Eröffnungsabend, am Donnerstag, singt für die Ausstellenden und geladenen Gäste der Wattwiler Salvatore Latino, bekannt aus The Voice Kids of Germany. Am Samstag steht die Bütschwilerin LauraAntonella im Vorfeld der aus Basel angereisten Streetbandits auf der Bühne.
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