Trotz Ausflugswetter zieht die Toggenburger Messe fast 14'000 Besuchende an
Schon am Freitag fanden viele Gäste den Weg zur Regionalmesse auf dem Wattwiler Markthalle-Areal. Wohl kamen viele wegen des Konzertes von Remo Forrer, doch auch sonst war OK-Präsident Walter Schlegel sehr zufrieden mit dem Auftakt: «3000 Leute, davon 500 an Remos Konzert – damit dürfen wir sehr zufrieden sein», erklärte er am Samstag, kurz bevor die Toggenburger Messe (TOM) in ihren zweiten Tag startete.
Viel los, aber wenig Gedränge
Als die Messe ihre Tore öffnet, füllt sich das Gelände schnell - doch wirkt es zu keiner Zeit überfüllt. Denn das schöne Wetter trägt massgeblich dazu bei, dass sich die Gäste gut übers Areal verteilen. Die Hallen sind ebenso gut besucht wie auch die Aussenstände und «Das Haus», von dessen oberstem Stockwerk aus man einen eindrücklichen Überblick über die Messe hat und gemütlich die Zeit mit Freunden einem Drink geniessen kann.

Diese Entspanntheit herrscht auch in den drei Ausstellungshallen vor. Man hat nie das Gefühl, dass man durch die Gänge geschoben wird. Vielmehr kann man sich in Ruhe umsehen, mit den Leuten ins Gespräch kommen und entspannt bei der einen oder anderen Aktion mitmachen.
Verzweifelt an der Hose festgehalten
Viel ist dort los, wo gespielt wird. Dabei stauen sich die Neugierigen vor allem dort, wo sie nicht einfach zum Konsumieren eingeladen, sondern zur eigenen Aktivität herausgefordert werden.

Bei der Refida AG kann man schwebend die Reissfestigkeit einer Arbeitshose testen – so lange, bis die Kraft in den Armen nachlässt und die Schwerkraft die Oberhand gewinnt. Schnell gewinnt man beim Selbstversuch die Erkenntnis, dass ein paar Kilo Hüftgold weniger hier mehr gewesen wären.
Ein Problem, mit dem die vielen Kinder, die sich am Aussenstand des Turngerätehersteller Alder + Eisenhut, der einem Mini-Sport-Parcours gleicht, tummeln, nicht zu kämpfen haben. Sie wuseln mit und um die Geräte herum. Dem CEO des Sportartikelherstellers, Marco Hubeli, gefällts: «Es ist schön zu sehen, wie unverkrampft unsere Geräte bei den Jüngsten ankommen».
Spielerisch den Schwingerkönig gebodigt
Während die Politische Gemeinde Wattwil die Interessenten mit einem wissensbasierten Fragespiel fordert und fördert, lädt Elektro Widmer – die Fussball-WM wirft ihren Schatten voraus – zum ultraschweren Elfmeter-Schiessen am Videoscreen ein. «Da ist ja gar nicht möglich», winkt der zwölfjährige Mirko ab, nachdem er sich ein gutes Dutzend Mal erfolglos versucht hatte. Und doch ist ihm die Freude daran anzusehen, dass er es zumindest versucht hat.

Optisch und haptisch überzeugend ist ein «4 gewinnt», mit dem Schwingerkönig Jörg Abderhalden am Stand seiner AAK-Holzmanufaktur ludophile Naturen zum kurzweiligen Spiel herausfordert.
Auch die Marketing-Klassiker einer jeden Messe – Wettbewerbe und Glücksräder - gibt es zuhauf. Wer auf sie setzt, macht nichts falsch, ist doch der erwünschte Kundenkontakt praktisch vorprogrammiert. Dies ist auch am Stand des Toggenburger Tagblatts der Fall, wo die Besucherinnen und Besucher nicht nur Informationen übers regionale Geschehen erhalten, sondern auch eine Reise in die weite Welt, nach Wien, gewinnen können.
Positive Bilanz und optimistische Aussichten
Positiv ist auch das Fazit von OK-Präsident Walter Schlegel nach Messeschluss am Sonntagabend: «Mit fast 14'000 Eintritten verzeichneten wir nahezu gleich viele Besucherinnen und Besucher wie 2023.» Dass die Zahl leicht tiefer liegt, führt er vor allem auf das sonnige und warme Frühlingswetter zurück. Sowohl vom Publikum als auch von den Ausstellern habe er zahlreiche positive Rückmeldungen erhalten.
Ob bei der nächsten Ausgabe in drei Jahren Änderungen geplant sind, kann Walter Schlegel noch nicht sagen. Fest stehe aber, dass er das OK-Präsidium behalten werde, sagt er lachend. Auch am Termin soll nicht gerüttelt werden, obwohl parallel die Rheintalmesse und die Sarganserländer Industrie- und Gewerbeausstellung stattfinden. «Diese konkurrenzieren uns nicht», sagt er. Wie sich der geplante Umbau auf dem Bushallen-Areal auswirken wird, werde sich zeigen, sagt Schlegel und ergänzt: «Wie auch immer sich die Situation präsentiert - wir werden Ideen haben.»
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