Damals im Toggenburg: Ein Kreisel aus Eis – kurzlebiges Naturschauspiel in Lichtensteig
Vor 100 Jahren
4. Januar: Bazenheid. Waldfrevel soll hier auf Weihnachten hin getrieben worden sein. An die dreissig Tännchen im Werte von ca. 200 Fr. sind gefällt worden.
6. Januar: Nesslau. Als Täterin einer Reihe von Ladendiebstählen, sowie wegen Diebstahls von im Freien aufgehängten Wäschestücken musste in Nesslau eine jüngere Frauensperson in polizeilichen Gewahrsam genommen werden.
Vor 50 Jahren
3. Januar: Wattwil. Einzug ins neue Gemeindehaus. Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr benutzten die Beamten und Angestellten der Gemeindeverwaltung Wattwil, um in das neue Gemeindehaus an der Grüenaustrasse umzuziehen. Am Montag war grosser Zügeltag. Kiste um Kiste mit Akten, Ordnern und Formularen wurde aus dem «Thurpark» in den Neubau transportiert und dort in die verschiedenen Büros verteilt, wo fleissige Hände allem einen neuen Platz zuwiesen. In den Räumen des Wattwiler Verwaltungszentrums sind nun neben der Gemeindeverwaltung auch die Schulbehörden, Berufsberatung, Polizei, Altersfürsorge etc. untergebracht.
5. Januar: Nesslau-Neu St. Johann. Am 2. Januar, 16.00 Uhr, erlebte das Hallenbad Nesslau einen Höhepunkt. Nach knapp anderthalbjähriger Betriebszeit konnte bereits der 100’000ste zahlende Gast begrüsst werden, was bei den gegenwärtigen Tagesfrequenzen von mehr als 400 Personen gut verständlich ist.
Vor 20 Jahren
4. Januar: Lichtensteig. Eislandschaften sind etwas Faszinierendes und locken bei schönem Wetter jeweils viele staunende Spaziergänger an. Am letzten Freitag bot sich aufmerksamen Passanten auf der Stadtaubrücke in Lichtensteig ein besonders einmaliges Naturschauspiel. Die Natur hatte beim Wehr einen exakt runden Eiskreisel von etwa 15 Metern Durchmesser geformt, der sich gemächlich in der Strömung und ohne Reibungsgeräusche im Uhrzeigersinn in der selbst geschliffenen Fassung drehte. Dann kam in der Silvesternacht die Wärme und der Regen. Die Eisskulptur hielt nicht bis zum Jahresende durch und löste sich im steigenden Pegel wieder in Wasser auf.
Vor 10 Jahren
6. Januar: Ebnat-Kappel. Zwei im Westen der USA lebende Frauen aus der Schweiz haben die Alp Abschlagen mit 25 Hektaren Wiesland und Wald in Ebnat-Kappel verkauft. Der Käufer ist der bisherige Pächter. Er will die Alp weiterhin bewirtschaften. Sie kann etwas mehr als 20 Milchkühe aufnehmen. Die Alp Abschlagen ist von der Grösse her eine durchschnittliche Toggenburger Alp. Man müsse auf der Alp investieren, etwa in die Jauchegrube. Das hätten die bisherigen Besitzerinnen nicht tun wollen. (red)
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