Damals im Toggenburg: «Bödele», «Bäsele», «Jödele» – Kinder pflegen volkstümliche Bräuche
Vor 100 Jahren
11. Januar: Nesslau. Einen vollen Erfolg erzielte der Männerchor Bühl-Nesslau mit seiner Theateraufführung am vergangenen Samstag. Die Plätze waren voll besetzt. Das Hauptstück «Der Wilderer», ein Schauspiel von J. Herberich sprach allen Zuschauern warm zum Herzen. Es war ein Volksstück noch vom alten Schlag ohne moderne Verzierung und wurde auch so wiedergegeben. Nicht nur die Wahl des Stückes, sondern auch das Spiel war wirklich gut. Einige Liedervorträge verschönten den genussreichen Abend und ein Schwank von A. Huggenberger, «Dryssg Minute», sorgte für Humor.
Vor 50 Jahren
14. Januar: Ebnat-Kappel. Durch die prekären Schneeverhältnisse in den letzten Jahren ist für die Organisatoren von Internationalen Skirennen die Pistenpräparation zu einer Existenzfrage geworden. Nichts schadet dem Ruf eines Veranstalters mehr als eine Piste, die nicht hält. Hansruedi Mettler, Ebnat-Kappel, OK-Präsident der Girlen-Rennen und Emil Schuhmacher können manchem OK schlaflose Nächte ersparen. Hansruedi Mettler ist auf Grund seiner grossen Erfahrung im Skirennsport in den letzten Jahren am Girlenrennen mit den ungünstigsten Verhältnissen fertig geworden. Durch die stets tadellos präparierten Girlen-Pisten hat sich Mettler einen guten Ruf als Fachmann für Pistenpräparation geschaffen. So wurde er vom Veranstalter der nächsten Weltmeisterschaften, Garmisch, eingeladen, dort als Berater teilzunehmen.
Vor 20 Jahren
13. Januar: Hemberg. Die Mädchen und Buben des noch jungen «Goofechörlis» Hemberg tanzen, jodeln und musizieren, zeigen ihr Gelerntes in Altersheimen, an Vereinsanlässen oder Geburtstagsfesten. Nebst dem Bergbluemechörli Bächli, dem Heimetchörli Hemberg, der Trachtengruppe Bächli und der Kindertanzgruppe Hemberg, gibt es seit ein paar Monaten in Hemberg auch eine Kindergruppe – Mädchen und Buben von 4 bis 15 Jahren – die volkstümliche Bräuche pflegt und ihr Können an verschiedenen Anlässen zum Besten gibt.
Vor 10 Jahren
11. Januar: Schwägalp. Das Interesse am Theaterstück «Checkpoint Säntis» im alten Berghotel Schwägalp ist riesig. Alle Tickets sind weg. «Natürlich sind wir glücklich, dass sämtliche Vorstellungen so schnell ausverkauft waren», sagt Produktionsleiterin Brigitte Kemmann. Gleichzeitig sei es auch schade, dass sie nun Leute enttäuschen müssten. Doch nach der Dernière am 28. Februar könnten sie keine weiteren Zusatzvorstellungen anhängen. In der Woche darauf würden die Abbrucharbeiten beginnen. Ein kleines Trostpflaster aber bleibt: Es werden noch zwei einstündige Führungen angeboten. (red)
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