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Thurgauerin schmuggelt Handtaschen aus Leder von vom Aussterben bedrohten Tieren

Zollbeamte des Hauptzollamts Singen haben bei einer 32-jährigen Frau aus dem Kanton Thurgau mehrere Handtaschen entdeckt, darunter zwei Modelle aus Leder streng geschützter Tierarten. Die Frau gab an, lediglich zum Einkaufen nach Konstanz fahren zu wollen.
Eine Tasche ist aus Krokodilleder und eine aus Rochenleder. (Bild: Hauptzollamt Singen)

Im Kofferraum des Fahrzeugs der 32-jährigen Frau aus dem Thurgau fanden die Beamten die Taschen, bereits verpackt in Kartons, die laut ihrer Aussage zur Post gebracht werden sollten. Im Internet hatte sie unter anderem eine Tasche aus Krokodilleder für 50 Euro und eine aus Rochenleder für 30 Euro verkauft, wie es in einer Medienmitteilung des Hauptzollamts Singen heisst. Für die Rochenledertasche habe die Frau keine Einfuhrgenehmigung vorlegen können. Bei der Bauchtasche aus dem Leder eines Siamkrokodils sei zwar eine Cites-Bescheinigung beigelegen, diese sei jedoch ungültig und habe keine eindeutige Zuordnung zur Ware zugelassen.

Handel ist streng reguliert

«Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen schützt derzeit rund 6'600 Tier- und über 34'000 Pflanzenarten», lässt sich Sonja Müller, Pressesprecherin des Hauptzollamts Singen, in der Mitteilung des Zolls zitieren. «Siamkrokodile sind im Anhang I gelistet und gelten damit als vom Aussterben bedroht. Der Handel ist streng reguliert.» Auch Rochenarten würden besonderen Schutzbestimmungen unterliegen.

Da die Frau die Taschen bereits verkauft hatte und somit gewerblich handelte, jedoch weder gültige Dokumente noch Genehmigungen vorweisen konnte, leitete der Zoll ein Steuerstrafverfahren sowie ein Verfahren wegen des Verdachts auf Verstösse gegen das Bundesnaturschutzgesetz ein. Die Handtaschen wurden beschlagnahmt. Der Fall wurde an die Staatsanwaltschaft Konstanz übergeben. (hzas/chs)

 
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