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Wissbegierig auf neue Maschinen und die Weiten Kanadas – der 20-jährige aus Unterwasser ist bereit für die Swiss Skills

Wenn Leandro Weber «schrauben kann», dann ist der Landmaschinenmechaniker aus Unterwasser ganz in seinem Element. Wie gut er darin ist, kann der 20-Jährige schon bald auf grosser Bühne zeigen, hat er sich doch für die Swiss Skills 2026 qualifiziert.
Sowohl auf den Bauernhöfen dieser Welt als auch in der Werkstatt geht Leandro Weber «dem Schrauben an Sachen» mit grosser Leidenschaft nach. (Bild: Christof Lampart)

Die Aussage, wonach ihn Maschinen «schon immer interessiert» hätten, überrascht bei der getroffenen Berufswahl zwar nicht. Doch in die Wiege gelegt wurde Leandro Weber sein Beruf nicht. «Bei uns zu Hause gibt es keinen Mech», erklärt der junge Obertoggenburger. Vielmehr sei er in der fünften oder sechsten Klasse in das Berufsumfeld «einfach hereingerutscht».

Ein Kollege war der Sohn eines Landwirtes. «Mit ihm habe ich damals viel Zeit verbracht und auch auf dem Hof mitgeholfen. Und da mir das Spass bereitete und mich Maschinen schon immer interessierten, wurde ich halt fast automatisch Landmaschinenmechaniker», schildert Leandro Weber, was für seine Berufswahl ausschlaggebend war. Eine Wahl, die er bis anhin noch nie bereut hat. Ganz im Gegenteil. «Ich empfinde es als schön, dass die Bauern einem für die geleistete Arbeit echte Wertschätzung entgegenbringen», umschreibt Leandro Weber, was ihm an seinem Beruf, abgesehen von der Faszination für technisch-mechanische Dinge, so gefällt.

Mal in Wildhaus, mal in Schaffhausen

Seine Begeisterung für landwirtschaftliche Geräte geht so weit, dass er an seinem freien Samstag, regelmässig nach Schaffhausen fährt, um noch dazuzulernen. Denn während er bei seinem ehemaligen Lehrbetrieb und jetzigen Arbeitgeber, der Gebrüder Huser AG in Wildhaus, vor allem Maschinen wartet und repariert, die im klassischen Berggebiet eingesetzt werden, hat er es im schweizerisch-deutschen Grenzgebiet vor allem mit Dreschern und Häckslern zu tun. «Der Beruf als Landmaschinenmechaniker ist sehr vielfältig. Entsprechend kann man an vielen Orten auch viel Neues lernen. Und so etwas habe ich schon immer sehr cool gefunden», erklärt Leandro Weber.

«Es muss alles passen, damit es aufgeht»

Mit vielfältigen Problemen wird er wohl auch am 1. April konfrontiert werden, wenn er sich im bernischen Aarberg im Rahmen der diesjährigen Swiss Skills mit den besten jungen Berufsleuten der Schweiz misst. Nervös ist Leandro Weber, der seine Lehrzeit im Sommer 2025 mit der Note 5,4 abschloss, nicht. Was vielleicht auch daran liegt, dass er selbst «überrascht war, dass es für mich an die Swiss Skills reichte». Entsprechend ist alles Weitere ein gern genommener Bonus. «Was ich garantieren kann, ist, dass ich mich an den Swiss Skills voll reinhängen werde. Den Rest sehen wir dann, denn wir müssen an diesem Tag vier Posten zu je 45 Minuten absolvieren. Da muss dann gerade alles passen, damit es aufgeht», weiss Leandro Weber.

Zuerst Weiterbildung, dann Kanada

Viel klarer sind für den Landmaschinenmechaniker aus Leidenschaft hingegen die eigenen Berufsperspektiven. «Ich möchte im nächsten Sommer die Weiterbildung zum Werkstattleiter in Winterthur anfangen, die berufsbegleitend zweieinhalb Jahre dauert», sagt der ambitionierte Berufsmann. Allerdings ist es fraglich, ob er als sehr Junger zum Zug kommt, denn die Anzahl der Plätze ist beschränkt. Trotzdem möchte Leandro Weber es versuchen. «Ich melde mich mal an und schaue, was passiert».

Ein ganz und gar nicht unrealistischer Traum Leandros wäre es, in Kanada in dem erlernten Beruf zu arbeiten. «Als ich Verwandte bei Ontario auf ihrer Farm besuchte, habe ich sofort Jobangebote bekommen, denn eine Ausbildung wie bei uns gibt es in Kanada nicht. Die hätten mich am liebsten gleich dabehalten», sagt er und lacht.

 
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