Eine Sonde, welche den Mars umrundet, ist mit einer Schweizer Kamera ausgerüstet
Sonne
Aufgang
1. Mai, 6.21 Uhr, MOSZ
31. Mai, 5.38 Uhr, MOSZ
Untergang
1. Mai, 20.30 Uhr, MOSZ
31. Mai, 21.02 Uhr, MOSZ
MOSZ: Mitteleuropäische Ortssommerzeit, Region Ostschweiz.
Mond
Vollmond: Freitag, 1. Mai, im Sternbild Jungfrau.
Neumond: Samstag, 16. Mai, im Sternbild Widder.
Vollmond: Sonntag, 31. Mai, im Sternbild Skorpion.
Planeten
Merkur: Er ist nicht zu sehen.
Venus: Sie wird zum Abendstern.
Mars: Er kann nicht beobachtet werden.
Jupiter: Er ist am Abend im Westen noch kurz zu sehen.
Saturn: Er liegt im Sternbild Walfisch und kann Ende Mai am Osthimmel in der Morgendämmerung gesehen werden.
Sternschnuppen
Sternschnuppen sind aus verschiedenen Regionen zu erwarten. Es wird in der ersten Monatshälfte Nächte geben, in denen man bis zu 60 Sternschnuppen pro Stunde sehen kann, aber auch Nächte mit nur etwa fünf Sternschnuppen pro Stunde.
Sterne und Milchstrasse
Wieder gibt es einen Monat mit zwei Vollmonden. Das ist selten der Fall. In unserer Region ist der Maihimmel fast ohne Milchstrasse. Sie verläuft von Ost über Nord nach West nur horizontnah und ist deshalb kaum sichtbar. In der Meridianregion fallen die Sternbilder Grosser Wagen oder Grosser Bär, Bootes mit dem hellen, rötlichen Stern Arktur und Jungfrau auf.
Der horizontnahe Stern Spica (Ähre) in der Jungfrau leuchtet hell und erscheint weiss-bläulich. Er ist einer der heissesten Sterne am Himmel. Im Vergleich zur Sonne ist seine Oberfläche viermal heisser und hat eine 20’000fach stärkere Leuchtkraft. Seine Entfernung beträgt 250 Lichtjahre. Hoch im Norden schlängelt sich der Himmelsdrache zwischen dem Grossen und Kleinen Bären hindurch. Sein Kopf endet beim Sternbild Herkules. Die griechische Mythologie und Sagenwelt ist an mehreren Orten des Nordhimmels gegenwärtig. M13 im Sternbild Herkules ist ein prächtiger Kugelsternhaufen, der im Fernrohr erstaunen lässt. Er ist 25’000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Das Arecibo-Radio-Teleskop sandte 1974 eine binär codierte Botschaft in Richtung dieses Kugelsternhaufens. Sollte diese Botschaft über die Erde, über das Leben und die Menschheit je von einer menschähnlichen Zivilisation empfangen werden können, dann müssen die Erdbewohner weitere 25’000 Jahre auf Antwort warten. Leider ist das Arecibo-Teleskop in Puerto Rico inzwischen irreparabel. Es gibt aber viele leistungsfähigere Radioteleskope, welche Signale aus dem Weltall empfangen.
Das Sternbild Löwe ist bereits westwärts gewandert. Zwischen Löwe und Wasserschlange liegt ein unscheinbares Sternbild: Sextant. Der Sextant war ein wichtiges Orientierungsinstrument der Seefahrer. Östlich neben dem Sternbild Bootes erkennt man das halsbandähnliche Sternbild Nördliche Krone. Astronomen warten immer noch auf den längst erwarteten Nova-Ausbruch. Eine Nova ist ein Helligkeitsausbruch eines Sterns. Man glaubt, einen neuen Stern zu sehen. Noch weiter östlich erscheinen die Sternbilder Waage und Schlangenträger.
Eine Schweizer Kamera erkundet den Mars
Die astronomischen Entdeckungen sind fast nur über technische und elektronische Geräte auf der Erde oder im All möglich. Sonden, welche zu Planeten gesteuert werden, erlauben es, diese aus grosser Nähe zu beobachten. Eine Sonde, welche den Mars seit 2018 umrundet, ist mit einer Schweizer Kamera ausgerüstet. Man nennt sie Berner Kamera. Diese erlaubt eine tausendfach grössere Auflösung von Details auf dem Mars, als dies mit Teleskopen möglich wäre. Sie kann unter anderem Gaseruptionen auf dem Mars verfolgen. Wichtiger für die NASA ist es, Landeplätze für zukünftige Landungen zu erkunden. Bis heute lieferte die Kamera schon mehr als 30’000 Bilder. Diese werden von der Universität Bern ausgewertet und weiter verarbeitet. Pro Tag werden zirka 20 Bilder vom Mars zur Erde gesendet.
Zu den Landeplätzen: Wenn je einmal Astronauten auf dem Mars landen sollten, dann werden Landeplätze gesucht, welche in der Nähe von ehemaligen Wasserläufen liegen. Dass es auf dem Mars Wasserläufe, ja Flüsse und Seen gegeben hatte, wird heute nicht mehr bezweifelt. Die Oberflächenstrukturen des Mars deuten darauf hin. Der Rover Perseverance der NASA, 2021 auf dem Mars gelandet, hat im Krater Jezero mehrere Strukturen entdeckt, welche von Wasserläufen stammen müssen, die in einen See mündeten. Der Jezero-Krater in der nördlichen Region des Mars hat einen Durchmesser von 48 Kilometern. Auch Mineralien im Jezero-Krater konnte der Rover identifizieren. Sie weisen darauf hin, dass es dort einmal Wasser gegeben hat.
Astronomen glauben, dass auf dem Mars vor drei bis vier Milliarden Jahren mikrobielles Leben existiert haben könnte. Vor allem muss es Flussläufe mit Wasser gegeben haben, in denen Leben hätte entstehen können. Die Frage, ob es nur auf der Erde Leben gibt, ist nach wie vor ungelöst.
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