Ein Flug zum Mars wäre technisch möglich, aber problematisch
Sonne
Aufgang
1. Juni, 5.38 Uhr, MOSZ
21. Juni, 5.34 Uhr, MOSZ
30. Juni, 5.38 Uhr, MOSZ
Untergang
1. Juni, 21.04 Uhr, MOSZ
21. Juni, 21.17 Uhr, MOSZ
30. Juni, 21.18 Uhr, MOSZ
MOSZ: Mitteleuropäische Ortssommerzeit, Region Toggenburg.
Die Sonne erreicht am 21. Juni im Sternbild Zwillinge den höchsten Punkt am Taghimmel. Ab diesem Datum werden die Tage wieder kürzer.
Mond
Neumond: Montag, 15. Juni, im Sternbild Stier.
Vollmond: Dienstag, 30. Juni, im Sternbild Schütze.
Planeten
Merkur: Er erscheint knapp über dem Westhorizont im Sternbild Zwillinge. Man kann ihn kaum sehen.
Venus: Sie kann tief im Westen am Abendhimmel beobachtet werden.
Mars: Er erscheint nicht am Abendhimmel.
Jupiter: Er ist nur im Westen horizontnah und ist im Moment kein lohnendes Beobachtungsobjekt.
Saturn: Er bewegt sich im Sternbild Fische, kann nicht beobachtet werden.
Sternschnuppen
Sternschnuppen erscheinen am häufigsten Mitte Juni. Sie kommen hauptsächlich von einem erloschenen Kometen. Einige werden auch im Sternbild Drache zu sehen sein, also hoch im Norden. Es werden nicht sehr viele Sternschnuppen erwartet.
Sterne und Milchstrasse
Dank der Sommerzeit beginnen wieder lange Abende in der Dämmerung. Für Astronomen ist die Sommerzeit weniger geeignet, weil der Himmel erst kurz vor oder sogar nach Mitternacht dunkel genug wird, um schwach leuchtende Himmelsobjekte zu beobachten. Zwei rötliche Sterne fallen auf: Mitten am Himmel, im Meridian, leuchtet der Stern Arktur. Er ist einer der sonnennahen Sterne, nur knapp 37 Lichtjahre entfernt, hat eine 110-fache Sonnenleuchtkraft und ist der hellste Stern am Nordhimmel. Weitere helle Sterne fallen auf: Im Osten sind es Wega in der Leier, Deneb im Schwan, Atair im Adler, Antares im Skorpion, Spica in der Jungfrau. Die Sternbilder Leier, Schwan, Adler und Skorpion liegen ganz oder teilweise in der Milchstrasse.
Der Stern Antares im Skorpion erscheint rötlich, ähnlich wie der Mars. Er ist ein roter Überriese, 400 Mal grösser als die Sonne. Im Sonnensystem würde er fast die Jupiterbahn erreichen. In klaren Nächten lässt sich das Sternbild Waage beobachten. Warum wurde damals ein Sternbild als Waage bezeichnet? Die Sumerer schufen dieses Sternbild im 2. Jahrtausend v. Chr., weil die Sonne bei der Tag- und Nachtgleiche in dieser Sternregion liegt. Auf der Sternkarte ist im Sternbild Herkules der Kugelsternhaufen M13 angegeben. Er ist einer der schönsten am ganzen Himmel.
Im Osten leuchtet das grosse Sternbild Schlangenträger. Der Fuss des Schlangenträgers ragt noch in den Tierkreis und müsste, astronomisch betrachtet, als 13. Tierkreiszeichen bezeichnet werden. Nur: 13 ist seit altersher eine Unglückszahl. Deshalb wurde er nicht in den Tierkreis aufgenommen. Der griechische Arzt Asklepios wanderte damals immer mit einem Wanderstock, umschlungen von einer Aeskulapnatter. Auf älteren Apotheker-Kreuzen sieht man den Wanderstab mit der Schlange. Interessant ist auch der Nordhimmel: Der Himmelsdrache schlängelt sich vom Grossen Bären zum Kleinen Bären und endet beim Sternbild Herkules.
Ist eine Reise zum Mars überhaupt möglich?
Vor fast 60 Jahren betraten Astronauten den Mondboden. Treibende Kraft war damals die Sowjetunion. Als 1957 der Sputnik piepsend um die Erde kreiste, erwachte die USA. Sie wollte Vorreiter in der Erkundung des Weltalls werden. John F. Kennedy verkündete anfangs der 60er Jahre im 20. Jahrhundert, dass amerikanische Astronauten noch vor 1970 auf dem Mond landen sollten. Am 20. Juli 1969 war es so weit. - Ab 1997 wurden von der NASA einige Rover erfolgreich auf dem Mars abgesetzt. Zwei Rover funktionieren heute noch.
Eine Frage bleibt: Gab es einmal Leben auf dem Mars? Spuren weisen zwar darauf hin, aber Beweise gibt es nicht. Nur ein Besuch des Menschen vor Ort könnte hier Klarheit bringen. Die USA ist aber nicht die einzige Nation, welche Astronauten auf den Mars bringen will. Die Chinesen sind genau so interessiert an einem Flug zum Mars. Die NASA und Space-X versuchen, einen Marsflug zu planen, der in den 30er Jahren umgesetzt werden soll.
Bekannte Astrophysiker äussern sich allerdings skeptisch: Ein Flug mit Astronauten und Astronautinnen ist zwar technisch möglich, aber problematisch. Im günstigsten Fall dauert die Reise sechs bis neun Monate. Die kosmische Strahlung belastet sowohl Körper als auch die Psyche dramatisch, sie kann sogar die DNA schädigen. Das grösste medizinische Problem ist die Schwerelosigkeit. Muskelschwund, der nicht aufzuhaltende Kalziumverlust führt zu Osteoporose, und das Immunsystem wird erheblich geschwächt.
Wenn eine Landung auf dem Mars erfolgreich verlaufen wird, dann kommen weitere Probleme dazu: Der Mars besitzt kein Magnetfeld. Er ist der kosmischen Strahlung voll ausgesetzt. Es toben Sandstürme über dem Planeten, welche Forschungsarbeiten sehr behindern könnten. Der Mars kann wegen seiner geringen Gravitationskraft fast keine Atmosphäre halten. Weitere Entwicklungen von Marsflügen mit Rovern wären zudem kostengünstiger.
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