Sonnenfinsternis in der Ostschweiz: Hier lässt sie sich am besten beobachten
Am Mittwochabend wird es dunkel in der Ostschweiz. Am Horizont kann man über der ganzen Region eine ausgeprägte partielle Sonnenfinsternis beobachten. Bis zu 90 Prozent der Sonne werden zeitweise vom Mond bedeckt sein. Das Spektakel lässt sich vor allem von Anhöhen aus gut mitverfolgen. In diesem Rahmen bieten diverse Ostschweizer Bergbahnen sowie auch Planetarien spezielle Führungen und Events an.
Um die partielle Sonnenfinsternis beobachten zu können, ist vor allem eines wichtig: freie Sicht in Richtung Westnordwest. Dafür eignen sich Hügelkuppen oder Berggipfel besonders gut. Im Appenzellerland fahren deshalb viele Bergbahnen noch länger als im regulären Fahrplan vorgesehen. Auf dem Kronberg beispielsweise beginnt die Finsternis gegen 19.26 Uhr, der Höhepunkt wird um 20.18 Uhr erreicht. Die Luftseilbahn fährt bis 21 Uhr. Ebenso bleibt das Berggasthaus bis 21 Uhr geöffnet - allerdings ist das Restaurant schon seit Längerem ausgebucht.
Bergbahnen verlängern Betriebszeiten
Dasselbe gilt für die Ebenalp. Für das Angebot für Abendessen im Berggasthaus mit Berg- und Talfahrt sowie Sonnenfinsternisbrille gibt es schon lange keine freien Plätze mehr. Dennoch haben alle, die sich das Spektakel ansehen wollen, die Möglichkeit, mit der Bahn zum Aussichtspunkt zu fahren. Der Betrieb der Bahn läuft so lange weiter, bis alle wieder nach unten gebracht worden sind.
Auch der Hohe Kasten bereitet sich auf das Himmelsschauspiel vor. Dort fährt die Kastenbahn am Mittwoch von 18 bis 22 Uhr im regulären Fahrplan weiter. Die Sonnenfinsternis ist auch hier zwischen 19 und 21 Uhr zu beobachten. Geöffnet sind ausserdem das Panoramarestaurant mit Selbstbedienung und die Terrasse. Das Panoramarestaurant ist noch nicht ausgebucht – im Gegensatz zum Drehrestaurant, das für eine geschlossene Gesellschaft reserviert ist.
Auch die Sternwarten öffnen ihre Türen
Im Thurgau gibt es zwar keine Extrafahrten von Bergbahnen, dafür hat das Bodensee-Planetarium einiges zu bieten. Die Sternwarte in Kreuzlingen lädt um 19 Uhr zu einem öffentlichen Themenabend ein. Bei guter Sicht können die Besucherinnen und Besucher durch die grossen Teleskope blicken und das Himmelsschauspiel beobachten. Ausserdem erfährt man bei einem Besuch des Planetariums, wie Sonnenfinsternisse entstehen und welche astronomischen Besonderheiten dahinterstecken.
Im Kanton St.Gallen hat die Sternwarte Antares im Grünholz in Gossau bei guter Witterung ebenfalls geöffnet. Ab 19 Uhr finden ein öffentlicher Abend sowie die Beobachtung der Sonnenfinsternis statt. Informationen zur Durchführung sind auf der Website (www.sternwarte-antares.ch) zu finden.
Neben den Berggipfeln im Appenzellerland eignet sich der Chäserrugg im Toggenburg ebenfalls hervorragend, um das Ereignis zu verfolgen. Das Event, das Berg- und Talfahrt, ein 3-Gang-Menü zum Abendessen und eine Schutzbrille umfasst, ist jedoch schon lange ausgebucht.
Anders sieht es bei den Bergbahnen Flumserberg und Pizol aus: Auf ihren Websites finden sich keine Hinweise auf besondere Angebote rund um die Sonnenfinsternis. Auf Anfrage rechnen beide Unternehmen zwar mit zusätzlichen Gästen, spezielle Massnahmen oder Veranstaltungen sind jedoch nicht geplant.
Spezialbrillen sind ausverkauft
Bei der Beobachtung der partiellen Sonnenfinsternis ist allerdings Vorsicht geboten: Ohne Schutzbrille sollte man auf keinen Fall in den Himmel schauen. Sonst drohen schwere Augenschäden. Insbesondere die Netzhaut leidet sehr unter der starken Strahlung der Sonne, wenn man direkt ins Sonnenlicht schaut.
Das Problem ist nur: Die Suche nach einer solchen Brille könnte sich als schwierig erweisen. In Optikfachgeschäften sind noch vereinzelt Schutzbrillen mit CE-Zertifizierung erhältlich. Experten raten davon ab, nicht zertifizierte Brillen zu kaufen. Wer noch dringend eine benötigt, sollte sich möglichst bald auf die Jagd machen.
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