43,3 Kilometer auf den Chäserrugg: Wie Trailrunning ins Toggenburg kam
Vom 28. bis 30. August wird das Toggenburg zum Trailrunning-Gelände. Zum zweiten Mal wird der Churfirsten Trail Run veranstaltet. «Das vergangene Jahr war ein voller Erfolg», sagt der OK-Präsident Fabian Lehner. Es haben sich doppelt so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet, wie das OK erwartet hatte.
Auch dieses Jahr rechnet es mit über 1000 Teilnehmenden. Der längste Trail (Englisch für «Pfad») ist der Churfirsten-Marathon, der über den Gamser- und den Chäserrugg führt.
So ist die Idee entstanden
«Es war einfach Zeit für einen Trailrun im Toggenburg», sagt Lehner, der den Churfirsten Trail Run ins Leben gerufen hat. Er ist selbst ein begeisterter Läufer und hat oft im Toggenburg für Rennen trainiert.

Diese fanden aber oftmals in anderen Teilen der Schweiz oder sogar im Ausland statt. «Irgendwann habe ich mich gefragt, warum es hier im Toggenburg nichts Vergleichbares gibt», sagt Lehner. Seine Idee fand Anklang und die Planung verlief deshalb reibungslos.
Trailrunning ist nicht gefährlich
Beim Churfirsten-Marathon legen die Läuferinnen und Läufer 43,3 Kilometer und rund 2900 Höhenmeter zurück. Die Route führt den Wanderwegen entlang. Lehner sagt, dass Trailrunning oft als sehr gefährlich wahrgenommen wird. Das sei jedoch nicht der Fall.
Mit der richtigen Vorbereitung ist die Verletzungsgefahr gering. Wichtig dabei ist eine geeignete Ausrüstung. Zu dieser gehören Schuhe mit gutem Profil, dem Wetter angepasste Kleidung und Verpflegung. Zudem arbeitet das OK mit der Bergrettung zusammen, die während des Rennens auch auf dem Gelände sein wird.
Im vergangenen Jahr war das Wetter grösstenteils nass, doch die Läuferinnen und Läufer konnten trotzdem antreten. Auch im Falle von starkem Regen sei die Sicherheit gewährleistet. Für diesen Fall wurde für den Churfirsten-Marathon eine alternative Route festgelegt, die nicht über den Chäserrugg führen würde. «Wenn die Bergrettung uns aber sagt, wir können nicht starten, dann starten wir nicht», sagt Lehner.
Trailrunning ist für alle etwas
Neben dem Marathon (CT43) können die Leute auch an kürzeren Rennen teilnehmen. Der Panorama-Trail (CT25) führt mit ein wenig mehr als Halbmarathonlänge auf das Stöfeli und am Schwendisee vorbei. Der Klang-Trail (CT14) orientiert sich am Klangweg. Auch Kinder können am Churfirsten Trail Run teilnehmen. Für sie gibt es am Sonntag, 30. August, drei verschiedene Strecken, mit einer Länge von 0,4 bis 1,3 Kilometern.
In diesem Jahr wird zusätzlich noch der Thur-Trail (CT5) angeboten, der nur fünf Kilometer beträgt. Die Strecke verläuft der Thur entlang nach Alt St.Johann und nach einem angenehmen Anstieg von 200 Metern wieder zurück nach Unterwasser ins Ziel. Dieser leichte Trail sei geeignet für beeinträchtigte Personen, Einsteiger oder auch Kinder, die eine grössere Herausforderung suchen als den Kids-Trail.
«Trailrunning beginnt dort, wo der Asphalt aufhört», sagt Lehner. Die Sportart ist für alle Personen gemacht. Mit dem Thur-Trail will Lehner die Überwindungshürde tief halten: «Meine Mission ist es, so viele Leute wie möglich auf den Trail zu bringen.»
Die Teilnehmenden starten in Unterwasser
Da der Ansturm im Vorjahr grösser war als erwartet, war das OK mit der Infrastruktur nicht richtig vorbereitet. Deshalb wurde der Start- und Zielbereich in diesem Jahr nach Unterwasser verlegt. Dort steht die Infrastruktur der Tennishalle sowie der Badi Unterwasser zur Verfügung. So haben die Teilnehmenden genügend Duschen und Umkleiden.
Ein weiterer Vorteil ist der gute Anschluss an den öffentlichen Verkehr. Erfahrungsgemäss erwartet das OK neben Teilnehmenden auch viele Angehörige, die an der Strecke und im Zielbereich moralische Unterstützung bieten. Für diese hat das OK mit den umliegenden Bergbahnen einen vergünstigten Gruppenpreis ausgehandelt, damit sie die Läuferinnen und Läufer überall anfeuern können.
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