Die Suche ist zu Ende: Schwester Scolastica findet ein neues Zuhause
In den letzten paar Wochen musste Schwester Scolastica nicht nur einmal umziehen. Ende Oktober verliess sie das Kloster Wonnenstein in Niederteufen, wo sie 61 Jahre lang gelebt hatte. Wegen einer dringenden Operation erholte sie sich im kantonalen Gesundheitszentrum in Appenzell. Für die Festtage – und als Übergangslösung – zog sie ins Kloster Altstätten. Seit Längerem sucht die Nonne nach einer Gemeinschaft, der sie sich anschliessen kann. Wie der «Appenzeller Volksfreund» nun berichtet, hat sie im Thurgau eine neue Bleibe gefunden: Sie soll am Donnerstag oder Freitag ins Kurhaus Marienburg in St. Pelagiberg ziehen.
Kurhaus als ehemalige Pilgergaststätte
Beim Kurhaus Marienburg handelt es sich nicht um ein gewöhnliches Altersheim. Das Kurhaus wurde 1912 von Schwestern der ewigen Anbetung des Kostbaren Blutes vom Frauenkloster Schellenberg als Pilgergaststätte erworben. Gemäss Website des Kurhauses leben drei Priester und fünf Schwestern im Haus, täglich werden heilige Messen gelesen und es finden jährliche Einkehrtage und Exerzitienkurse statt. «Das Haus beherbergt auch Dauergäste, die hier ihren Lebensabend verbringen», steht auf der Website geschrieben.
Wie der «Appenzeller Volksfreund» berichtet, seien die fünf dort lebenden Schwestern keine Kapuzinerinnen wie Schwester Scolastica, sondern «Schwestern der ewigen Anbetung des Kostbaren Blutes». Scolastica werde den Orden nicht wechseln, aber möglicherweise gemeinsam mit ihnen beten, Andachten halten und Gottesdienste führen. Die Nonne werde ihr Leben als Klosterfrau weiterführen. Das Kurhaus ist der Nonne nicht unbekannt: Dort hatte sie bereits vor ihrer Zeit im Kloster Wonnenstein Exerzitien durchgeführt.
Kosten übernimmt der Trägerverein
Wer übernimmt die Kosten des Aufenthalts von Schwester Scolastica? Laut «Appenzeller Volksfreund» beträgt der dortige Aufenthalt mit Vollpension monatlich 4110 Franken. Die Kosten würden vom Trägerverein des Klosters übernommen, da dieser auch für die verbleibende Nonne verantwortlich sei, wie das Bistum St.Gallen bestätigt.
Ob Schwester Scolastica langfristig im Kurhaus Marienburg bleiben kann oder wieder anderswo umziehen muss, ist noch offen. «Ich nehme es, wie es kommt», sagt sie dem «Appenzeller Volksfreund». Und: «Es kommt nicht so sehr darauf an, wo ich lebe, sondern mit wem. Solange ich mit Gott lebe, bin ich überall zu Hause.»
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