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Passen farblich und geschmacklich zum Herbst: Einfache Rezepte für rote Linsen

Rote Linsen sind gesund, doch manchmal fehlt die Kochidee. Dabei eignen sich die Hülsenfrüchte für weit mehr Gerichte als Dal und Falafel.
Sie sind schon geschält und darum rasch gar: Rote Linsen. (Bild: Marlen Hämmerli)
Blumenkohl ist neben den roten Linsen die zweite Hauptzutat bei diesem Gericht. (Bild: Marlen Hämmerli)
Das Curry passt nicht nur farblich gut in den Herbst, es wärmt auch schön. (Bild: Marlen Hämmerli)
Das Gemüse klein würfeln, lohnt sich. Das Pürieren geht dann einfacher von der Hand. (Bild: Marlen Hämmerli)
Die orange Farbe stammt für einmel nicht nur von den Rüebli. (Bild: Marlen Hämmerli)
Ostbröckli-Redaktorin Marlen Hämmerli. (Bild: Benjamin Manser)

Rote Linsen sind praktisch: Die Hülsenfrüchte sind gesund, müssen nicht eingeweicht werden und haben eine kurze Kochzeit von rund zehn Minuten. Gerichte mit roten Linsen stehen also schnell auf dem Tisch. Am liebsten koche ich daraus ein indisches Dal. Und danach? Steht die Packung monatelang im Küchenschrank.

Dabei können rote Linsen mehr als Dal. Weil sie beim Kochen zerfallen, verleihen sie Gerichten eine sämige Konsistenz. Darum eignen sich rote Linsen zum Beispiel für selbstgemachte Falafel oder eine vegetarische Bolognese, in der sie das Hackfleisch ersetzen. Aber auch in einem Curry und in einer Suppe machen sich rote Linsen gut.

Eine der ältesten Nutzpflanzen

Linsen sind eine wertvolle Proteinquelle und liefern viele Ballaststoffe. Die Lens culinaris, so der botanische Name, gehört zu den ältesten vom Menschen angebauten Pflanzen. Archäologinnen und Archäologen entdeckten im heutigen Irak verkohlte Linsensamen aus dem 7. Jahrtausend vor Christus. Für Europa gibt es Funde aus dem heutigen Nordmazedonien aus der Zeit 6400 bis 5800 vor Christus. Auch im Alten Testament werden Linsen erwähnt. Die eiweissreichen Samen waren ein Grundnahrungsmittel. Aus ihnen wurde etwa Suppe oder Brei gekocht.

Vor der Zubereitung sollten Linsen wie Reis gründlich gewaschen werden, um Schmutz und Staub zu entfernen. Übrigens: Es ist ein Irrglaube, dass Salz oder Bouillon die Kochzeit verlängern. Im Gegenteil: Linsen werden sogar rascher gar. Hingegen verlängert die Säure aus Tomaten, Zitronen oder Essig die Kochzeit.

Würziges Curry mit Blumenkohl

Blumenkohl ist neben den roten Linsen die zweite Hauptzutat bei diesem Gericht. (Bild: Marlen Hämmerli)
Zutaten für vier Portionen
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 Blumenkohl
  • 200g festkochende Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblizehe
  • Salz (Menge nach Geschmack)
  • 1 EL Curry
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Cayennepfeffer (weglassen, wenn man Schärfe nicht mag)
  • 200g rote Linsen
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 3,5 dl Wasser
  • eine Portion Reis

Zubereitung: Den Blumenkohl in Röschen zerteilen und die Kartoffeln in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel und die Knoblauchzehe klein hacken. In einem Wok oder in einer weiten Bratpfanne das Öl erwärmen. Idealerweise nimmt man eine Pfanne, für die man einen passenden Deckel hat.

Die Blumenkohlröschen und die Kartoffelwürfel in die Pfanne geben. Das Gemüse etwa fünf Minuten rührbraten. Dann den Knoblauch und die Zwiebel hinzugeben, weitere drei bis fünf Minuten braten. Nun die Gewürze hinzugeben und unter das Gemüse rühren.

Die Linsen und gehackten Tomaten in die Pfanne geben, mit Wasser ablöschen. Die Hitze reduzieren und die Pfanne zudecken. Rund 20 Minuten köcheln. Dabei gelegentlich rühren und bei Bedarf Wasser nachgiessen.

Während das Curry kocht, eine Pfanne Reis aufsetzen. Ich verwende jeweils das Mengenverhältnis eine Tasse Reis auf zwei Tassen Wasser.

Sobald das Gemüse im Curry gar ist, das Gericht abschmecken: mit Salz oder Bouillon sowie nach Bedarf mit Curry. Mit Peterli oder Koriander garnieren.

Das Curry passt nicht nur farblich gut in den Herbst, es wärmt auch schön. (Bild: Marlen Hämmerli)

Suppe mit Rüebli

Die Zutaten des zweiten Gerichts ähneln jenen für das Curry. Doch das Ergebnis ist völlig anders. Aus Linsen, Kartoffeln, Rüebli und Rahm entsteht eine cremige Suppe, die lange sättigt.

Das Gemüse klein würfeln, lohnt sich. Das Pürieren geht dann einfacher von der Hand. (Bild: Marlen Hämmerli)
Zutaten für rund fünf Portionen
  • 1 EL Rapsöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 TL Cayennepfeffer (weglassen, wer Schärfe nicht mag)
  • 2 TL Curry
  • 1 EL Tomatenpüree
  • 300g Rüebli
  • 1 mehligkochende Kartoffel
  • 300g rote Linsen
  • 1 Liter Bouillon
  • 250ml Rahm

Zubereitung: Zwiebel, Rüebli und die Kartoffel klein schneiden. In einem Topf das Rapsöl bei mittlerer Hitze erwärmen. Die gehackte Zwiebel hineingeben und anschwitzen. Sobald die Stückchen glasig sind, die Gewürze in den Topf geben und diese rösten.

Dann die Rüebli- und Kartoffelwürfel sowie die Linsen in den Topf geben. Kurz rösten, dann mit der Bouillon ablöschen. Die Temperatur reduzieren, den Topf zudecken und etwa 20 Minuten köcheln. Ab und an kontrollieren, ob in der Pfanne noch genug Flüssigkeit ist, denn rote Linsen zerfallen rasch und nehmen viel Flüssigkeit auf. Gegen Ende der Kochzeit den Rahm hinzugeben, die Suppe pürieren und abschmecken.

Die orange Farbe stammt für einmel nicht nur von den Rüebli. (Bild: Marlen Hämmerli)

Gerade in der kalten Jahreszeit wärmen Linsengerichte. Sie werden bei mir in nächster Zeit also definitiv häufiger auf den Tisch kommen.

Ostbröckli-Redaktorin Marlen Hämmerli. (Bild: Benjamin Manser)
 
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