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Nun kommt die Brücke doch: Dem neuen Radweg zwischen Lustenau und Au steht nichts mehr im Weg

In Österreich ist man sich über die Förderung des länderübergreifenden Leuchtturmprojekts einig geworden. Baubeginn ist im Januar 2027.
So sieht die geplante Brücke aus. Die Visualisierung stammt von Wettbewerbssieger Giorgo Masotti. (Bild: Studio Giorgio Masotti)

Die rund 300 Meter lange Velo- und Fussgängerbrücke soll südlich des Grenzübergangs Lustenau – Au errichtet werden und den Weiler Oberfahr in Au mit der Kirchstrasse in Lustenau verbinden. Wie der ORF am Dienstag schreibt, ermöglichen neue Finanzierungszusagen aus Österreich den Spatenstich im Januar 2027.

Damit wird die alte Grenzbrücke als Veloweg ersetzt, die mittelfristig das Ende ihrer Nutzungsdauer erreichen wird. Die Finanzierung verantworten Österreich und die Schweiz gemeinsam.

Sichere Verkehrswege für Pendler

Fahrradpendler sind in der Ostschweiz fester Bestandteil des Morgenverkehrs: Schon vor zehn Jahren passierten rund 1600 Velofahrerinnen und -fahrer am Tag die Grenzübergänge Au und Widnau, wie eine Studie zeigte.

In Zukunft sollen es noch mehr sein. Auch darum planen die Gemeinden Lustenau und Au den Bau einer neuen Velo- und Fussgängerbrücke. Sie soll den Verkehr entlasten und umweltfreundlichen Verkehr fördern.

Die Brücke ist eine sichere und motorfreie Alternative zur bisherigen unattraktiven Variante, die über keine velofreundliche Infrastruktur verfügte. Gemeint ist der 1957 errichtete Übergang von der Schweiz nach Österreich, den rund 15'000 Fahrzeuge des Privat- und Schwerverkehrs täglich nutzen.

Holprige Umsetzung

2022 unterzeichneten die Gemeinden einen Rahmenvertrag zur Sicherstellung des Projekts. Die jeweiligen Gemeindepräsidenten sprachen gar von einem «historischen Moment». Derweil stimmte die Auer Bevölkerung im Herbst 2024 ab und nahm das Projekt mit klarem Ja an. Als Architekt setzte sich Giorgio Masotti in einem Ingenieurswettbewerb durch.

Die Umsetzung des Projekts verlief allerdings nicht glatt. Im März letzten Jahres stoppte das Land Vorarlberg die Finanzierung. Die geplante Einweihung im Herbst 2025 verfehlten die Gemeinden schliesslich. Später hiess es, im Herbst sei immerhin Spatenstich. Aber auch das kam nicht zustande. Nun gibt es Aufwind. Bis 2028 könnte die Brücke zwischen Österreich und der Schweiz schliesslich doch noch stehen.

Veloverkehr wird attraktiver

Teil der Geschichte ist auch die stetig voranschreitende Technologie. Weil E-Bikes zunehmend grössere Strecken mit dem Velo möglich machen, wird das Fortbewegungsmittel attraktiver. Damit kreuzen sich auch mehr Velofahrerinnen und -fahrer mit Autofahrern im Strassenverkehr.

Das 14-Millionen-Euro-Projekt sei deshalb auch aus Gründen der Verkehrssicherheit wichtig, wie es etwa auf der Webseite der Gemeinde Au heisst. Nun scheinen die bisherigen Hürden aus dem Weg geräumt, so das Signal aus Lustenau. «Mit dem heutigen Tag steht eigentlich fest, dass diese Brücke kommen wird», wird Bürgermeister Patrick Wiedl beim ORF zitiert.

 
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