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Weniger als Pizza, mehr als Sandwich: Panuozzo ist der perfekte Imbiss für die ersten Mahlzeiten draussen

Endlich draussen essen - auch deswegen sehnen viele den Frühling herbei. Das Panuozzo bietet sich an für diese Momente. Es ist eine zusammengeklappte Pizza, die sich gut überall hin mitnehmen lässt.
Messer und Gabel - nicht nötig: Das Panuozzo verzehrt man wie ein Sandwich. (Bild: Bilder: Diana Hagmann-Bula)
Lieblingszutaten für ein Panuozzo. (Bild: dbu)
Wird zweimal gebacken: Zuerst leer, dann gefüllt. (Bild: dbu)
Ostbröckli-Redaktorin Diana Hagmann-Bula (Bild: Benjamin Manser)

Ein Sandwich ist ein Sandwich und eine Pizza ist eine Pizza. So eindeutig ist die Welt nicht. Und das schmeckt in diesem Fall richtig gut.

Wenn Kinder in der Badi nach dem zwanzigsten Sprung ins Bassin Hunger bekommen und am Kiosk mit leuchtenden Augen ein Pizzwich bestellen, ist das Leben gut. Der freundliche Koch faltet eine Pizza zusammen und im Nu entsteht aus dem italienischen Lieblingsgericht ein Eingeklemmtes. Ein kleines grosses Glück!

Ein junges Gericht aus dem Unesco-Essensland

Was in der Badi Pizzwich heisst, nennt sich in städtischen Pop-Ups und Imbisslokalen Panuozzo. Giuseppe Mascolo, ein Pizzaolo aus Gragnano, soll es 1983 erfunden haben – als Abendessen für seine Kinder. Sie liebten es so sehr, dass Mascolo den Imbiss auf die Karte seiner Pizzeria nahm. Dort bot das Panuozzo fortan Restaurantgästen Abwechslung.

Es handelt sich um ein junges Gericht aus einem Land, das für seine traditionelle Esskultur bekannt ist. Seit Ende 2025 zählt die italienische Küche zum immateriellen Unesco-Kulturerbe.

Lange braucht nur der Teig

Natürlich wird das Panuozzo längst nicht mehr nur in Italien gegessen. In Hannover und in Wien werben angesagte Lokale damit, ebenfalls in Zürich und in St.Gallen. In der «Sala d Attesa», die aus dem Bahnhof St.Gallen ausgezogen und im Warteraum der Appenzeller Bahnen wieder eröffnen wird, war es zum Beispiel erhältlich.

Wie bei der Pizza ist ein guter Teig entscheidend. Und der dauert. Je länger er aufgeht, desto luftiger und knuspriger fällt er aus. Während wir schlafen, arbeitet und entwickelt er sich nachts weiter. Und wie für die Pizza gilt: Jede kann ihr Panuozzo füllen, wie sie mag. Persönliche Lieblingsvariante:  mit geschmorten Peperoni aus dem Ofen, dem Käse Asagio und rotem Pesto.

Lieblingszutaten für ein Panuozzo. (Bild: dbu)

Ist der Teig gereift, geht es plötzlich ganz schnell. Den Teig wie eine kleine Pizza formen, mit etwa 10 Zentimeter Durchmesser, mit etwas Öl bestreichen und zusammenklappen. Das Panuozzo wird zweimal gebacken. Zuerst kommt es leer in den Ofen, dann mit Füllung und nur solange bis der Käse weich wird, aber noch nicht überall rausfliesst.

Wird zweimal gebacken: Zuerst leer, dann gefüllt. (Bild: dbu)

Einen deutlichen Vorteil hat das Pizzasandwich gegenüber der Pizza. Es lässt sich besser mitnehmen und unterwegs essen, auch ganz ohne Teller und Besteck. Der Teig umgibt und schützt die Zutaten und gibt dem Ganzen Halt. Das Panuozzo ist perfekt für die ersten Frühlingsessen draussen an einem schönen Ort in der Sonne, an denen es noch mehr sein soll als ein Salat und doch nicht noch eine Nudelsuppe. Italianità schadet in solchen Momenten nie, auch unter Kirschblüten oder der eigenen Terrasse in St.Gallen nicht.

Ostbröckli-Redaktorin Diana Hagmann-Bula (Bild: Benjamin Manser)
 
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