Von wegen «Schlammgallen»: Die Wetterprognose fürs Open Air St.Gallen
Sommer, Sonne, Sonnenschein – und dafür muss man derzeit nicht mal in den Süden. Sommer, Sonne, Sonnenschein – so lautet auch die Kurzfassung der Wetterprognose fürs Open Air St.Gallen. «Die Hitzewelle hält voraussichtlich bis zum Wochenende an», sagt Daniela Schmuki, Meteorologin bei Meteo Schweiz. Just auf den Donnerstag hin gehen die Temperaturen noch etwas weiter rauf. «Es wird ein sehr, sehr heisses OASG dieses Jahr.» Zu erwarten seien 32 bis 34 Grad im Sittertobel.
Am Donnerstag und Freitag sei in den Bergen mit isolierten Gewittern zu rechnen. Aufs Wochenende hin nimmt das Gewitterrisiko auch im Mittelland leicht zu. Es werde sich aber erst noch zeigen, wie kräftig es werde, und ob es überhaupt zu Gewittern komme. «Wir sehen derzeit eine zunehmende Gewitterneigung, für genauere Prognosen ist es aber zu früh», so Schmuki. Dass es am Samstag und Sonntag trocken bleibe, sei nicht garantiert.
Nach Sonnenuntergang ist mit mässiger Abkühlung zu rechnen. Die Besucherinnen und Besucher dürften weiterhin schwitzen. Fallen die Temperaturen in den ersten zwei Nächten unter 20 Grad, bleiben sie gemäss Schmuki am Wochenende bei um die 20 Grad. Es könnte also sogar Tropennächte geben. Die Lage des Open Air St.Gallen habe immerhin den Vorteil, dass sich in der Nacht kältere Luft im Tobel sammle, auf einem Hügel wäre es wärmer.
Auf Wasser statt OASG-Schüga setzen
«Es ist ungewöhnlich, dass wir so lange so hohe Temperaturen haben», sagt Schmuki. Die Hitzewelle sei für Juni extrem. Verantwortlich dafür sei ein kräftiges Hochdruckgebiet über West- und Mitteleuropa, das für sehr warme Luft sorgt. In diesem Hochdruckgebiet werde die Luft noch weiter erwärmt. Durch den strahlend blauen Himmel erwärmen Sonnenstrahlen den trockenen Boden, sodass es nochmals wärmer werde.
Man solle sich für Hitze und enorme Sonneneinstrahlung wappnen, rät Schmuki. Daher unbedingt Sonnenschutz und genügend Wasser einpacken. Schliesslich sind die Schattenplätze im Tobel begrenzt. Vor allem vor der Sitterbühne stehen die Fans während Konzerten lange in der prallen Sonne.

Erwachsene sollten an normalen Tagen 1,5 bis 2 Liter trinken. Gerechnet wird mit rund 30 bis 35 Millilitern pro Kilogramm Körpergewicht. Bei hohen Temperaturen über 30 Grad und körperlicher Belastung wird bis zur doppelten Menge empfohlen. Am besten ungesüsste und alkoholfreie Getränke. Am OASG, an dem innert vier Tagen das Volumen von rund 1000 Badewannen Bier getrunken wird, ist dieser Tipp besonders wichtig. Denn so verlockend ein kühles Bier bei 35 Grad auch ist, Alkohol wirkt eher kontraproduktiv. Bei Hitze dehydriert der Körper schneller, insbesondere wenn man tanzt. Und Alkohol entzieht dem Körper zusätzlich Wasser. Will man sich sein OASG-Schüga nicht nehmen lassen, sollte man wenigstens parallel ausreichend Wasser trinken.
Alkoholkonsum verlangsamt ausserdem die Wahrnehmung, wodurch man beispielsweise einen drohenden Sonnenstich zu spät erkennt, wie das Blaue Kreuz Schweiz schreibt. Wer in der Sonne Alkohol trinkt, sollte eine Kopfbedeckung tragen und regelmässig in den Schatten gehen. Die Sternenbühne befindet sich unter einem grossen Zelt und wird schon ab Donnerstag bespielt.
Das Bundesamt für Gesundheit rät, insbesondere die heisseste Tageszeit ruhig anzugehen sowie Sonnencreme aufzutragen. Luftige Kleidung aus natürlichen Materialien hilft, den Körper kühl zu halten. Gut, dürfen die Gummistiefel für einmal zu Hause bleiben. Stattdessen geht's barfuss in die Sitter für ein erfrischendes Bad.

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