Ein neues Teleskop wurde mit Glasfasertechnik ausgerüstet und in Chile installiert
Sonne
Aufgang
1. August, 6.08 Uhr, MOSZ
31. August, 6.46 Uhr, MOSZ
Untergang
1. August, 20.50 Uhr, MOSZ
31. August, 19.58 Uhr, MOSZ
MOSZ: Mitteleuropäische Ortssommerzeit, Region Toggenburg.
Am 12. August findet eine partielle Sonnenfinsternis statt. Sie beginnt um 19.25 Uhr und endet um 20.42 Uhr. Die Sonne wird zu fast 83 Prozent verdeckt.
Mond
Neumond: Mittwoch, 12. August, im Sternbild Krebs.
Vollmond: Freitag, 28. August, im Sternbild Wassermann.
Planeten
Merkur: Der sonnennächste Planet kann in der ersten Monatshälfte am Morgenhimmel beobachtet werden.
Venus: Sie leuchtet am Abendhimmel.
Mars: Er erscheint am Morgenhimmel.
Jupiter: Er leuchtet am Morgenhimmel.
Saturn: Er ist fast die ganze Nacht sichtbar.
Sternschnuppen
Der August ist der sternschnuppenreichste Monat des Jahres. Das Maximum wird vom 12. auf den 13. August erwartet. Da können bis zu hundert Sternschnuppen über den Himmel huschen.
Sterne und Milchstrasse
Das sich von Norden nach Süden verbreiternde Milchstrassenband ist im August besonders gut zu sehen, weil es sich mitten durch den Meridian zieht und die südlichsten Partien zeigt. Gerade im Süden befinden sich viele prächtige Himmelsobjekte, zahlreiche Kugelsternhaufen, offene Sternhaufen und Galaxien. Sie befinden sich vor allem im Sternbild Schütze. Übrigens liegt das Zentrum der Milchstrassengalaxie im Schützen. In rund 230 Millionen Jahren dreht sie sich um das Zentrum. Ein Schwarzes Loch im Zentrum der Galaxie verursacht die Drehung. Man befindet sich auf einer spektakulären Raumfahrt. Die Erde dreht sich um ihre Achse, dann dreht sich die Erde um die Sonne und die Sonne um das Galaxienzentrum. Astronomisch betrachtet befindet sich das Sonnensystem an einem ruhigen Ort in einem Seitenarm der Milchstrasse.
Auf der Sternkarte sind die drei Hauptsterne Deneb, Atair und Wega der Sternbilder Schwan, Adler und Leier mit einer roten Linie zum sogenannten Sommer-Dreieck verbunden. Sie sollen als Orientierungshilfe dienen. Hoch am Westhimmel ist der rötliche Stern Arktur zu sehen. Westlich des Sternbildes Schütze sieht man den Skorpion, den man in der Region nie ganz voll sehen können. Man befindet sich auf dem 47. Breitengrad. Erst auf dem 35. Breitengrad ist der Skorpion ganz zu sehen. Über dem Skorpion steht das ausladende Sternbild Schlangenträger, dann folgt das ebenfalls grosse Sternbild Herkules.
Das Sternbild Himmelsdrache windet sich vom Herkules am Kleinen Bär vorbei zum Grossen Bär. Die Nördliche Krone ist ein hübsches Sternbild. Der helle Stern in der Mitte heisst Gemma (Edelstein). Die Waage ist nur an klaren Abenden zu sehen.
Wieder ein neues Teleskop der ESO in Chile
Teleskope in aller Welt und auch im All lassen Astronomen das Geschehen am Himmel genauer beobachten und studieren. Als Galileo vor 400 Jahren mit seinem kleinen Fernrohr entdeckte, dass die Milchstrasse kein nebelartiges Gebilde ist, sondern aus Sternen besteht, und dass der Jupiter Monde hat, die ihn umkreisen, da war man noch nicht bereit, seine Interpretationen zu seinen Beobachtungen zu akzeptieren. Galileo musste 1633 seiner Entdeckung abschwören, dass die Erde um die Sonne kreist und nicht umgekehrt.
Heute befassen sich Astronomen mit ganz neuen Fragen zum Universum: Wie gross ist es, wie ist es entstanden, wie entwickelt es sich in Zukunft? Wie ist das Universum aufgebaut? Woraus bestehen Sterne und Planeten? Modernste Teleskope und Analysengeräte helfen den Astronomen, mögliche Antworten zu finden.
Im vergangenen Oktober wurde in Chile wieder ein neues Teleskop der Europäischen Südsternwarte (ESO) installiert. Dreissig Universitäten und Forschungsinstitute sind an diesem 4MOST-Teleskop beteiligt. Die Bezeichnung 4MOST bedeutet: 4-Meter-Multi-Objekt-Spektroskop.
Der Hauptspiegel hat einen Durchmesser von vier Metern. Das Teleskop wurde mit Glasfasertechnik so ausgerüstet, dass es in der Lage ist, in den kommenden fünf Jahren 25 Millionen verschiedene Himmelsobjekte, vorwiegend Galaxien, zu erfassen und zu analysieren. Das Licht, das durch das Teleskop kommt, wird in drei Spektrographen gelenkt. Die Auswertung des Lichts, das in bis zu 18’000 Farben aufgelöst werden kann, gibt Auskunft über die chemische Zusammensetzung, über die Geschwindigkeit und die Entfernung der anvisierten Objekte. Mit bisherigen Teleskopen sind nur Einzelstudien an Himmelsobjekten möglich. Die Glasfasertechnik des neuen Teleskops erlaubt mehr als zehn Beobachtungen und Studien gleichzeitig.
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