Eine Sonnenfinsternis ist immer ein besonderes Ereignis am Himmel
Sonne
Aufgang
1. Juli, 5.39 Uhr, MOSZ
31. Juli, 6.06 Uhr, MOSZ
Untergang
1. Juli, 21.16 Uhr, MOSZ
31. Juli , 20.51 Uhr, MOSZ
MOSZ: Mitteleuropäische Ortssommerzeit, Region Toggenburg.
Am 6. Juli erreicht die Erde mit 152 Millionen Kilometern ihren sonnenfernsten Ort.
Mond
Neumond: Dienstag, 14. Juli, im Sternbild Zwillinge.
Vollmond: Mittwoch, 29. Juli, im Sternbild Schütze.
Planeten
Merkur: Er kann nicht beobachtet werden.
Venus: Sie leuchtet am Abendhimmel.
Mars: Er erscheint am Morgenhimmel.
Jupiter: Er kann nicht beobachtet werden.
Saturn: Er ist der Planet der zweiten Nachthälfte.
Sterne und Milchstrasse
Die Milchstrasse rückt vom Osten her immer näher in den Meridian. Sie verbreitert sich gegen Süden und wird lichtschwächer. Im Sternbild Schwan teilt sich die Milchstrasse in zwei Arme. Das Sonnensystem liegt etwa 25’000 Lichtjahre vom Zentrum unserer Galaxie entfernt. Man sieht deshalb auf einen der Galaxienarme. Dass die Milchstrasse aus lauter Sternen besteht, entdeckte Galileo Galilei vor mehr als 400 Jahren. Schon Demokrit, ein griechischer Philosoph, der vor 2000 Jahren lebte, vermutete, dass das milchige Band am Himmel aus Sternen bestehen könnte.
Hinter der Milchstrasse liegen Sternbilder mit hellen Sternen: Schwan, Leier, Adler, ein grosser Teil des Schlangenträgers, Schütze und Skorpion. Im hohen Norden kann man auch das Himmels-W, die Cassiopeia, erkennen. In der Meridianregion, vom Norden nach Süden, findet man die Sternbilder Kleiner Bär mit dem Polarstern, Drache, Herkules, Nördliche Krone, den Schlangenkopf des Sternbildes Schlangenträger und Skorpion. Der auffallend rötliche Stern im Skorpion heisst Antares. Der Name Antares stammt aus dem Altgiechischen und bedeutet «Rivale des Kriegsgottes Mars». Antares ähnelt wirklich dem Planeten Mars. Westlich des Skorpions folgt die Waage. Sie besteht aus schwach leuchtenden Sternen und ist deshalb nur in klaren Nächten gut zu erkennen. Noch weiter westlich kann man noch wenige Sterne der Jungfrau sehen, vielleicht sogar den hellen Stern Spica.
Weil der Mond anfangs Juli bis zum 14. Juli abnehmend ist, können schwach leuchtende Himmelsobjekte gut beobachtet werden. Das Sternbild Schütze ist für Himmelsbeobachter eine wahre Fundgrube. Mit Feldstecher oder Fernrohr sind in diesem Sternbild offene Sternhaufen, Kugelsternhaufen und Galaxien zu sehen. Im Feldstecher sind es neblige Flecken, im Fernrohr lösen sich die nebligen Gebilde als Galaxien oder Sternhaufen auf. Der Grosse Bär mit seinen hellen Sternen liegt hoch im Westen. Ein heller Stern im Westen fällt auf: es ist Arktur im Sternbild Bootes. Er scheint rötlich, was darauf hinweist, dass er bereits im Endstadium seines Sternenlebens angelangt ist.
Zwischen Adler und Schwan sind vier kleine Sternbilder zu sehen: Füllen, Delphin, Pfeil und Füchslein. Der Delphin ist das auffälligste Sternbild. Es lohnt sich, ihn mit einem Feldstecher zu beobachten.
Sternschnuppen
Je nachdem, aus welchen Sternbildern Sternschnuppen zu fliegen scheinen, werden sie nach diesen benannt. So gibt es im Juli die Perseiden aus dem Sternbild Perseus, die Aquariden aus dem Sternbild Wassermann, die Capricorniden aus dem Sternbild Steinbock. Insgesamt werden im Juli nicht sehr viele Sternschnuppen zu sehen sein.
Die Sonnenfinsternis vom 12. August
Wieder einmal wird es in Europa möglich, eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten. In unserer Region ist sie am 12. August bei klarem Wetter kurz vor Sonnenuntergang zu sehen. Keine totale Finsternis, aber doch über 80 Prozent der Sonne wird vom Mond bedeckt sein. Auf Mallorca wird die Sonne total verdunkelt. Wenn es am Tag plötzlich für wenige Minuten Nacht wird, und auch Vögel nicht mehr zwitschern, dann sind das schon Augenblicke, die vielen Leuten und Kreaturen etwas Angst einflössen.
1999 fand am 11. August in Europa die letzte totale Sonnenfinsternis statt. Sonnenfinsternisse sind eigentlich eine rein geometrische Spielerei: Da schiebt sich auf der optischen Achse Erde-Sonne der Mond dazwischen und verdeckt die Sonne oft total, manchmal nur ringförmig, je nachdem, ob der Mond näher oder entfernter bei der Erde vorbeizieht.
Auch wenn sie am 12. August bei uns nur teilverfinstert beobachtet werden kann, darf nur mit einer Spezialbrille geschaut werden. – Als man in der Antike noch nicht wusste, wie eine Sonnenfinsternis entsteht, wurde sie stets als Unglückszeichen des Himmels betrachtet. Bei den Inkas und Mayas wurden Menschenopfer dargebracht, um die Sonne wieder erscheinen zu lassen.
Die Chinesen glaubten an einen Himmelsdrachen, der die Sonne verschlingen wollte. Zum Gedenken an zwei Astrologen, Hi und Cho, welche ihrem Kaiser eine bevorstehende Sonnenfinsternis nicht voraussagten und deshalb geköpft wurden, bekamen zwei nahe beieinander liegende Sternhaufen im Sternbild Perseus die Namen dieser Astrologen. Nur der starke Trommelwirbel der kaiserlichen Garde damals konnte erreichen, dass der Himmelsdrache die Sonne wieder freigab.
Bereits vor mehr als 2000 Jahren konnten Astrologen/Astronomen einen Zyklus der Sonnenfinsternisse erkennen (Saroszyklus genannt), der sich stets nach zirka 18 Jahren wiederholt. Bei den Griechen wurde dank einer Sonnenfinsternis 585 v. Chr. der seit sechs Jahren dauernde Krieg zwischen Medern und Lydern beendet. Sonnenfinsternisse sind immer ein besonderes Himmelsereignis.
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