Weniger Gemecker und eine Entschuldigung zum Flüchtlingszentrum Auboden
«2026 wird im Tal weniger gemeckert», sagte Neckertals Gemeinderat Christian Grob an der Bürgerversammlung. Damit hatte er die Lacher in der Mehrzweckhalle St.Peterzell auf seiner Seite. Der Gemeinderat ist für das Ressort Natur/Umwelt/Land- und Forstwirtschaft zuständig und berichtete, dass die Zahl der Nutztiere in der Gemeinde sinkt. Beispiele sind der Kuh-, der Schweine- und auch der Ziegenbestand.
Zumindest bei der Rechnung 2025 der Gemeinde wird tatsächlich nicht gemeckert. Sie schloss mit einem knappen Plus ab, deutlich besser als das budgetierte Minus von 2,3 Millionen Franken. Hauptgrund für die Besserstellung sind höhere Steuereingänge von fast einer Million Franken. Bemerkenswert: Die Ausgaben stiegen im Vorjahresvergleich nur um 0,2 Prozent. Rechnung und Gewinnverwendung wurden einstimmig genehmigt, das Budget war an der Rechnungsgemeinde nicht traktandiert.
Trotzdem kam Michael Ledergerber, im Gemeinderat für Abwasser und Verkehr zuständig, auf künftige Kosten zu sprechen. Kanalisationsnetz und Abwasserreinigung benötigen massive Investitionen, sagte er. Die Abwassergebühren dürften bis 2035 von 120 auf 380 Franken und von 2.40 auf 3.20 Franken pro Kubikmeter steigen. Für einen Vier-Personen-Haushalt bedeute dies fast eine Verdoppelung der Rechnung.
Warnung zum Hallenbad Bütschwil
«Äusserst unbefriedigend» nannte Gemeindepräsident Christian Gertsch die Tatsache, dass das Genehmigungsverfahren für die Ortsplanung der Gemeindeteile Neckertal 1.0 und Oberhelfenschwil noch nicht beendet ist. Rekurse gegen die Ortsplanung sind beim Kanton hängig.
Zum Hallenbad Bütschwil betonte Gertsch, dass ein regionales Angebot wichtig sei, weil das Solebad Oberhelfenschwil geschlossen ist. Man dürfe aber die Solidarität von Neckertal nicht überstrapazieren, warnte er mit Verweis auf einen möglichen Austritt Lütisburgs aus dem Zweckverband fürs Hallenbad.
Rekurs zum Flüchtlingszentrum hängig
Auch das Flüchtlingszentrum Auboden war Thema an der Versammlung. Eingangs hatte Gertsch gesagt, dass die Grenze von 47 Personen bisher eingehalten wurde. Zudem entschuldigte er sich, dass er bei der letzten Versammlung die Abstimmung über die Übernahme der Anwaltskosten der Anwohner zugelassen habe. Das sei ein Fehler gewesen. Dieser Antrag hätte nur als Auftrag notiert werden dürfen. Ein Rekurs ist noch beim Kanton hängig.
Ein Votant fragte wegen der Absage des Guggengaudis diesen Winter, was die Gemeinde tue, damit in der Mehrzweckhalle Mogelsberg wieder Anlässe mit 180 bis 200 Personen möglich sind. Massnahmen sollten rasch realisiert werden, eventuell mittels Nachtragskredit, sagte Verwaltungsleiter Andreas Lusti und verwies auf den Versammlungsort: Die graue Türe wurde nachträglich eingebaut. Damit ist die Turnhalle – inklusive Foyer und Bühne – für 800 Personen zugelassen.

Auch PFAS war ein Thema in der Umfrage. Laut Gertsch informiert der Kanton die Gemeinde, wenn es in Proben erhöhte Werte gibt. Bisher erhielt Neckertal keine solche Mitteilung. Je höher die Lage, desto geringer die Gefahr einer PFAS-Exposition, sagte Gertsch.
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