«Bedrohungslage entschärft»: Nach der Schliessung nimmt die Primarschule in Reute ihren Betrieb regulär wieder auf
Vor gut einer Woche war die Gemeinde Reute in Aufregung: An den letzten zwei Tagen vor den Winterferien blieb in der Gemeinde in Appenzell Ausserrhoden die Schule geschlossen. Grund war ein Vorfall mit einem Elternteil ausserhalb der Schule, der nach Aussagen des Schulleiters «Ängste und Betroffenheit» bei Lehrpersonen, Eltern und Schulkindern ausgelöst hatte.
Nun stellt die Gemeinde Reute die Zeichen auf Entwarnung: In einer Medienmitteilung schreibt Gemeindepräsidentin Karin Steffen, dass der Unterricht in der kommenden Woche wieder regulär beginnt.
Situation aufgearbeitet und entschärft
In ihrer Mitteilung schreibt Steffen, die Verantwortlichen von Schule und Gemeinde hätten die Ferienwoche genutzt, um die Lage gemeinsam mit Polizei und dem kantonalen Bildungsdepartement und weiteren Fachstellen umfassend zu analysieren. Die Schulpräsidentin habe sich gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Schule mit der Situation befasst.
Vor allem aber habe mit dem Elternteil, der Auslöser der Situation war, eine Aussprache stattgefunden: «Es konnte eine Vereinbarung getroffen werden, die es ermöglicht, mit der Schule nach den Ferien für alle Beteiligten positiv zu starten.» Die Verantwortlichen haben zudem Schutz- und weitere organisatorische Massnahmen ergriffen. Um die Betroffenen zu schützen, werden diese Massnahmen allerdings nicht öffentlich kommuniziert.
«Der Schulalltag soll verlässlich und ruhig stattfinden können», schreibt Steffen in der Mitteilung. Die Eltern seien über die Situation sowie Unterstützungsangebote informiert worden. Sobald der Unterricht wieder beginnt, werde das Geschehene «in geeigneter und altersgerechter Form» thematisiert. Der Unterricht beginnt am Dienstag – am Montag findet ein schon länger geplanter Weiterbildungstag für die Lehrerschaft statt.
Verkehrsdelikt in Oberegg war Auslöser
Als die Schulleitung die Schulschliessung kommuniziert hatte, war nicht bekannt, um welche Art von Vorfall es sich gehandelt hatte. Gemeindepräsidentin Karin Steffen sagte: «Alle Involvierten sind physisch unversehrt. Doch für die Kinder war es sicher ein Schock.» Entsprechend der Aussagen und der Reaktion der Schulleitung muss sich also um einen gravierenden Vorfall gehandelt haben.
Später berichtete der «Blick», dass der Vater eines Schulkinds Auslöser des Vorfalls war. Der Vorfall ereignete sich wohl auf einem Parkplatz im benachbarten Oberegg in Innerrhoden, Kinder waren darin involviert. Es handelt sich mutmasslich um eine nicht genauer definierte Straftat im Strassenverkehr. Die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden hat Ermittlungen aufgrund eines entsprechenden Offizialdelikts bestätigt – dabei handelt es sich um eine Straftat, die von Amts wegen ermittelt wird, ohne dass eine Anzeige vorliegt.
Hintergrund des Vorfalls ist ein privater Konflikt. Darin sind neben dem Vater mehrere Kinder verwickelt sowie eine Mutter, die als Lehrperson an der Schule in Reute arbeitet.
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