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Moelleux au chocolat: Himmlisches Schoggiküchlein mit flüssigem Kern

Die Zubereitung geht schnell – damit der Kern dieses Küchleins aber perfekt flüssig bleibt, braucht es allenfalls einen zweiten Versuch. Dieser lohnt sich.
Aussen fest, innen weich: Das Schoggküchlein bringt Schleckmäuler zum Schmelzen. (Bild: Jolanda Riedener)
Statt Keramikförmchen taugen auch Kaffeetassen. (Bild: Jolanda Riedener)
Etwas Backpapier hilft dabei, die Küchlein aus der Form zu holen. (Bild: Jolanda Riedener)
Ostbröckli-Redaktorin Jolanda Riedener. (Bild: Benjamin Manser)

Ich liebe Kochen. Aber ich gehe auch gerne ins Restaurant. Der Blick in die Dessertkarte lässt mein Herz jeweils höher schlagen. Ich habe eine Schwäche für Süsses. Zu meinen liebsten Desserts gehören deftiges Schoggimousse oder Gebäck mit Schokolade. Steht ein Moelleux au chocolat zur Auswahl, kann ich schlecht nein sagen.

Das elegant klingende Dessert ist ein wenig wie Pudding im Kuchen: Das Schoggiküchlein mit flüssigem Kern – oder «Lava Cake» – ist nicht ohne Grund ein beliebtes Dessert. Wer mit dem Löffel ins Küchlein sticht, wird in der Mitte mit flüssiger, lavaähnlicher Schoggifüllung überrascht.

Nun habe ich mich an dieser Leckerei versucht. Die Zutatenliste ist überschaubar, die Zubereitung dauert nicht lange. Einziger Knackpunkt ist das Timing.

Zutaten für 6 Küchlein
  • 100 g dunkle Zartbitter-Schokolade
  • 3 Eier
  • 70 g Zucker
  • 70 g Butter
  • 2 Prisen Salz
  • 50 g Mehl
  • Butter für die Förmchen
Zubereitung
  • Backofen auf 200 Grad vorheizen.
  • Die Schokolade in Stücke brechen und im Wasserbad schmelzen. Dann die Butter dazugeben und die Schüssel aus dem Wasser heben. Die Butter gut mit der geschmolzenen Schokolade verrühren.
  • In einer Schüssel Eier und Zucker mischen und während einer Minute schaumig schlagen.
  • Die Ei-Zucker-Mischung mit der Schokolade vermengen, Salz und Mehl dazugeben.
  • Die Formen mit Butter auspinseln.
  • Die Masse in die Förmchen verteilen und während etwa zehn Minuten backen. Dann herausnehmen und zwei bis drei Minuten auskühlen lassen.

Ideal sind Souffléformen – wer keine hat, nimmt eine Kaffeetasse oder verwendet das Muffinblech. Einen tollen Trick habe ich bei «Migusto» entdeckt: In die Förmchen kommen zwei Streifen Backpapier. Sie sollten etwas über die Form hinausragen. Dann den flüssigen Teig hineinfüllen.

Statt Keramikförmchen taugen auch Kaffeetassen. (Bild: Jolanda Riedener)

Falls Gäste zu Besuch sind, lassen sich die Förmchen mit dem Teig auch gut vorbereiten und während eines Tages im Kühlschrank lagern, bevor sie in den Ofen kommen.

Nach dem Backen lassen sich die Küchlein dann unbeschädigt und elegant aus der Form herausholen. Allerdings sollte man sie noch zwei, drei Minuten stehen lassen, damit sie aussen etwas fest werden.

In einer Variante von Joshua Weissman besteht der flüssige Kern aus Ganache. Dafür die Schokolade schmelzen und mit Rahm verrühren, anschliessend abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen. Die gekühlte Ganache lässt sich so zu einer Kugel formen. Etwas Teig in die Förmchen geben, die Ganache darauflegen und mit Teig bedecken. Bei dieser Variante wird das Küchlein für etwa 15 Minuten ganz durchgebacken. Vor dem Servieren etwa zwei Minuten abkühlen lassen.

Wie flüssig darf die Schoggi-Lava sein?

Den richtigen Zeitpunkt zu bestimmen, bei dem der Flüssigkeitsanteil im Küchlein ideal ist, ist hingegen gar nicht so einfach. Am besten einen Versuch mit einem Exemplar wagen – mir war es dann doch noch zu flüssig. Zwei Minuten später waren die restlichen Küchlein dann für mich perfekt. Die Backzeit kann nach Ofen oder Beschaffenheit der Förmchen variieren.

Etwas Backpapier hilft dabei, die Küchlein aus der Form zu holen. (Bild: Jolanda Riedener)

Wer ein Muffinblech verwendet, kann auch Papierförmchen mit Butter bestreichen. Das warme Dessert auf einem Teller anrichten und mit Puderzucker bestreuen. Frische Früchte und eine Kugel Vanille-, Kokosnuss-, oder Rahmglace passen gut dazu und bringen Ihr Gegenüber zum Schmelzen.

Ostbröckli-Redaktorin Jolanda Riedener. (Bild: Benjamin Manser)
 
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