Mehr Wohnraum für Wildhaus: Gemeinde hat drei Grundstücke gekauft
Im Spätsommer 2025 hat die Gemeinde für einen Schnäppchenpreis von 800’000 Franken drei Grundstücke mit einer Gesamtfläche von rund 3680 Quadratmetern gekauft. Die Parzellen Nr. 334W, 1714W und 1742W an der Grundstrasse in Wildhaus gehörten zuvor dem Bund.
Dass der Gemeinderat von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht hat, hatte einen strategischen Grund: Er will Wohnraum schaffen für Einheimische und solche, die in die Gemeinde ziehen wollen. Nachdem die Einreichungsfrist für ein fakultatives Referendum Ende Oktober ungenutzt verstrichen war, war der Kauf in trockenen Tüchern.
Langfristige Lösungen werden noch gesucht

Die Gemeinde hat ihr Versprechen sogleich eingelöst: Die beiden bestehenden Einfamilienhäuser auf dem Areal seien inzwischen an Einheimische vermietet, bestätigt Gemeindepräsident Thomas Diezig auf Anfrage. «Wir hatten eine rege Nachfrage», ergänzt Diezig. Dabei ist die Vermietung der Häuser nur eine Zwischenlösung. Wie es langfristig mit den Parzellen weitergeht, steht noch nicht fest.
«Der Gemeinderat hat bereits Gespräche mit dem einheimischen Gewerbe aufgenommen», sagt Diezig, «Wir werden jedoch erst aktiv werden, wenn die Auftragsbücher nicht mehr ganz so gefüllt sind wie es aktuell der Fall ist.» Im September nannte Diezig etwa eine Überbauung oder eine Vergabe des Landes im Baurecht als Möglichkeiten.
Unklar ist auch noch, nach welchen Kriterien entschieden wird, wer den Wohnraum künftig nutzen darf. «Wir befinden uns zurzeit in der Phase der Auslegeordnung», sagt Gemeindepräsident Thomas Diezig. Gewiss ist hingegen, dass die Gemeinde fürs Erste keine weiteren Grundstücke kaufen wird. «Wir fahren volkswirtschaftlich gesehen eine vorausschauende, antizyklische Strategie», sagt Diezig. Gleichzeitig zeigt sich der Gemeinderat offen. Wenn sich interessante Möglichkeiten ergäben, werde er diese «sicherlich prüfen».
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