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Nach deutlichem Nein zu 4,5-Millionen-Kredit: Kirche St.Peterzell kann im zweiten Anlauf saniert werden

Im zweiten Anlauf ist die Erneuerung der evangelischen Kirche St. Peterzell gutgeheissen worden. Vor vier Jahren wurde das damalige Projekt für 4,5 Millionen Franken noch deutlich abgelehnt.
Die evangelische Kirche St. Peterzell kann sanft renoviert werden. Im zweiten Anlauf mit weniger kostspieligem Projekt hat’s geklappt. (Bild: Josef Bischof)
Adeline Düing, Präsidentin der Kirchenvorsteherschaft, sah sich beim Sanierungsprojekt keinem Widerstand gegenüber. (Bild: Josef Bischof)
Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft und der GPK freuen sich über ihre Wiederwahl und die Zustimmung zum Sanierungsprojekt. (Bild: Josef Bischof)
Der verantwortliche Architekt Ivo Barao (links), und der projektbegleitende Architekt Paul Knill. (Bild: Josef Bischof)

Vor vier Jahren war ein Renovationskredit von 4,5 Millionen Franken abgelehnt worden. Am Sonntag nun haben die Stimmberechtigten der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Oberer Necker einem vereinfachten Renovationsprojekt zugestimmt. Der Aufwand für die Sanierung ist mit rund drei Millionen Franken veranschlagt, markant tiefer gegenüber dem ursprünglichen Projekt. Bei den Erneuerungswahlen sind sowohl die Kirchenvorsteherschaft als auch die Geschäftsprüfungskommission für eine weitere Amtsdauer von vier Jahren bestätigt worden.

Mit 39 Stimmberechtigten hielt sich der Versammlungsbesuch in Grenzen. Deren Haltung gegenüber dem Sanierungsprojekt war vorbehaltlos positiv. Es wurde keine einzige Frage gestellt. Auch die von Adeline Düing, Präsidentin der Kirchenvorsteherschaft, angebotene Möglichkeit, geheim abzustimmen, wurde nicht beansprucht.

Der Kredit von 2,95 Millionen Franken wurde ohne Gegenstimmen gutgeheissen. Ein Vorbehalt besteht noch. Die Kirchgemeinde Oberer Necker ist eine Ausgleichsgemeinde. Die Kantonalkirche verlangt als Eigenleistung der Kirchgemeinde den Verkauf des Pfarrhauses in St. Peterzell. Adeline Düing kündigte an, den Verkauf in die Wege zu leiten.

Adeline Düing, Präsidentin der Kirchenvorsteherschaft, sah sich beim Sanierungsprojekt keinem Widerstand gegenüber. (Bild: Josef Bischof)

Erst 62 Jahre alt, aber bereits denkmalgeschützt

Die reformierte Kirche St.Peterzell ist 1964 erbaut worden und somit erst gut 60 Jahre alt. Trotzdem ist das Gebäude schon denkmalgeschützt. Dieser Umstand macht die Erneuerung anspruchsvoll. Die äussere Hülle der Kirche muss in enger Abstimmung mit der kantonalen Denkmalpflege saniert werden. Der Charakter und die historische Aussagekraft des Gebäudes dürfen nicht verändert werden. Wo es möglich ist, wird repariert statt ersetzt. Es werden Materialien und Techniken eingesetzt, die dem ursprünglichen Bau entsprechen.

Auch der Kirchenraum wird behutsam renoviert. Punktuelle Verbesserungen sollen die liturgische Nutzung auch in Zukunft sicherstellen. Die historische Ausstattung und die Wirkung des Innenraumes werden nicht tiefgreifend verändert.

Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft und der GPK freuen sich über ihre Wiederwahl und die Zustimmung zum Sanierungsprojekt. (Bild: Josef Bischof)

Kirchgemeindesaal wird umfassend saniert

Im Untergeschoss befindet sich der Kirchgemeindesaal. Dieser wird für vielfältige Gemeindeveranstaltungen genutzt und benötigt eine umfassende Sanierung. Es wird ein einladender und flexibel nutzbarer Cateringraum für Gemeindeaktivitäten geschaffen. Dazu müssen Infrastruktur, Haustechnik und Raumgestaltung auf den neuesten Stand gebracht werden.

Das Renovationsprojekt strebt auch eine nachhaltige Energieoptimierung an. Ein zentraler Bestandteil ist die Installation einer Photovoltaikanlage. Damit sollen langfristig die Energiekosten gesenkt und ein Beitrag zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit den Ressourcen geleistet werden. Die Anlage ist so geplant, dass sie mit den denkmalpflegerischen Anforderungen vereinbar ist.

Die Aufteilung der Kosten sieht für die Sanierung der Kirche den Betrag von 2,48 Millionen Franken vor. Die Investition in den Glockenturm macht 140'000 Franken aus, jene für das Jugendhaus 40'000 Franken. Für die Gestaltung der Umgebung, welche auch die Errichtung eines Rollstuhlweges vorsieht, müssen 290'000 Franken aufgewendet werden.

Der verantwortliche Architekt Ivo Barao (links), und der projektbegleitende Architekt Paul Knill. (Bild: Josef Bischof)

Bisherige Zusammensetzung hat Bestand

An der Kirchgemeindeversammlung sind auch die Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft für die neue Amtsdauer gewählt worden. Ihr gehören neben der Präsidentin Adeline Düing auch Daniela Brunner, Yvonne Brunner, Ralf Hellfritsch, Margrit Knaus und Marcel Raschle an.

Für die zurücktretenden Maik Becker und Gerhard Friedrich sind Florian Rückel und Thomas Frei als neue Synodalen gewählt worden.

 
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