Vorversammlungen: Auswirkungen von «Lex Bazenheid» sind in der Gemeinde Kirchberg spürbar
Gemeindepräsident Roman Habrik zeigte sich bei seinen Ausführungen erleichtert darüber, dass seit Januar 2026 die eingeschränkte Wohnsitzfreiheit für Flüchtlinge gilt, die auf Sozialhilfe angewiesen sind. Schliesslich kam die «Lex Bazenheid», ein Nachtrag zum Sozialhilfegesetz bei der letzten Herbstsession des Kantonsrats, vor allem auch dank der Forderung aus Kirchberg zustande.
Die Flüchtlinge waren aber lediglich eines von vielen Themen, die an der Vorversammlung der Gemeinde Kirchberg am Donnerstagabend in Bazenheid behandelt wurden. Eine zweite Vorversammlung fand am Freitagabend in Kirchberg statt. Auf eine Vorversammlung in Gähwil wird verzichtet, dafür ist das Dorf am Fusse der Iddaburg in diesem Jahr erstmals Gastgeberort der Bürgerversammlung. Sie findet am Freitag, 27. März, um 19.30 Uhr in der Turnhalle statt.
Neue Gesichter am Rednerpult
Wie gewohnt ging der Gemeindepräsident auf das abgelaufene Haushaltsjahr ein, das rund 2,3 Millionen Franken besser als budgetiert abschliesst. Der Verlust halte sich mit knapp 300'000 Franken im Rahmen. Bei einem Aufwand von 63,3 Millionen Franken rechnet die Gemeinde im laufenden Jahr mit einem Minus von gut zwei Millionen Franken. Der Steuerfuss bleibt jedoch unverändert bei 120 Prozent, weil die Gemeinde noch immer über ansehnliche Eigenmittel verfügt.
Das Fazit des Gemeindeoberhaupts lautete: «Wir können uns die geplanten Projekte leisten und setzen sie auch um.» Es sei aber absehbar, dass der Pendlerabzug sowie die vom Stimmvolk beschlossene Abschaffung des Eigenmietwerts einen Einfluss auf die Steuereinnahmen haben werden.
An den Vorversammlungen wird jeweils auch darüber informiert, was an den Kirchberger Schulen passiert. Diesen Part übernahm erstmals Schulpräsidentin Dominique Dupont. Mit Pascal Nägeli, seit Januar 2025 Gemeinderat und in dieser Funktion Präsident der Betriebskommission des Alterszentrums Sonnegrund, informierte ein weiteres neues Gesicht über das Betriebsjahr des Alters- und Pflegeheims, das im Besitz der Gemeinde ist.
Vereine sorgen sich um Turnhallen
Eines, wenn nicht gar das dominierende Thema in der Gemeinde, ist zurzeit das Projekt Schulraumplanung. Hierzu wird im Mai ein weiterer Informationsabend durchgeführt. Fragen dazu tauchten schon an den Vorversammlungen auf.
So wollte eine Einwohnerin wissen, ob den Vereinen bei einem Neubau eines Oberstufenschulhauses, wo dies auch immer zu stehen kommt, weiterhin genügend Turnhallen zur Verfügung stehen. Diese Frage beantwortete der Gemeindepräsident mit einem klaren «Ja».
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