Noch keine Entscheidung in Kirchberg: Einer tritt wieder an, zwei haben noch nicht entschieden
Drei Kandidierende für einen freien Sitz. In Kirchberg durfte schon fast damit gerechnet werden, dass es im Rennen um den einen freien Gemeinderatssitz zu einem zweiten Wahlgang kommt. Und genau das tritt nun ein. Am 14. Juni wird die Entscheidung fallen, wer künftig Einsitz in der Kirchberger Gemeindebehörde nimmt.
Eine Ersatzwahl wurde nötig, weil Gemeinderätin Dominique Dupont im vergangenen September zur Schulpräsidentin gewählt und somit per Jahresbeginn Nachfolger von Urs Heuberger wurde. Dieser hatte das Amt abgeben müssen, weil sein Hauptwohnsitz trotz einer Wohnung in Gähwil nicht in der Gemeinde Kirchberg war. Da die neue Schulpräsidentin von Amtes wegen Einsitz im Gemeinderat hat, ist nun ein Gemeinderatssitz offen.
44 Stimmen Vorsprung für Roth
Im ersten Wahlgang lieferten sich Ronny Roth (SVP, Kirchberg, Geschäftsführer Logistik) und Christoph Kauz (Die Mitte, Kirchberg, Betriebsökonom FH) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Auf Roth entfielen 1053 Stimmen, Kauz erhielt 1009 Bekundungen. Das Absolute Mehr von 1375 Stimmen, welches zu einer Wahl im ersten Wahlgang Voraussetzung gewesen wäre, verpassten beide deutlich. Myriam Scheidegger (parteilos, Bazenheid. Sozialpädagogin) erhielt 642 Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei 53,4 Prozent.
Und was heisst das nun für den zweiten Wahlgang? Ronny Roth sagte unmittelbar nach Bekanntwerden des Ergebnisses: «Ich bin mit dem Resultat zufrieden. Es zeigt, dass bürgerliche Anliegen in der Gemeinde durchaus auf Interesse stossen.» Ob er im zweiten Wahlgang wieder antreten wird, liess er am Sonntag allerdings noch offen. «Wir werden das weitere Vorgehen in den kommenden Tagen innerhalb der SVP-Ortspartei besprechen. Am Dienstag strecken wir ein erstes Mal die Köpfe zusammen.» Alles andere als eine neuerliche Kandidatur würde überraschen.
Kauz tritt wieder an, Scheidegger zögert
Konkreter wurde Christoph Kauz. Er liess am Sonntagnachmittag auf Anfrage dieser Zeitung verlauten, mit den 1009 Stimmen zufrieden zu sein. «Das motiviert mich und ich trete für den zweiten Wahlgang nochmals an», so Kauz.
Myriam Scheidegger wollte sich hinsichtlich des zweiten Wahlgangs noch nicht entscheiden. «Meine Motivation für die Kandidatur war, dass es dringend Bildungsexpertise im Gemeinderat braucht, damit die anstehenden Entscheidungen nicht nur als Architekturprojekt abgehandelt werden. Das wäre mit den beiden Kandidaten von SVP und Mitte nicht gegeben. Die Gründe für die Kandidatur bestehen also weiterhin.»
Wahlvorschläge sind bis am Freitag, 27. März, um 12.00 Uhr bei der Ratskanzlei Kirchberg einzureichen.
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