Bundesrätin Keller-Sutter, das Säuli und viele Zürcherinnen und Zürcher: Die 80. Olma ist eröffnet
«Stadt trifft Land»: Unter diesem Motto steht die Olma, die während elf Tagen in St.Gallen stattfindet. Im Motto spiegelt sich unter anderem die Tatsache, dass zahlreiche Menschen aus ländlichen Regionen in die Gallusstadt pilgern werden, weil Olma ist. An der Messe selber werden sie zufällig Bekannte treffen, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen haben, sich eine neue Küche zulegen, die sie eigentlich gar nicht wollten – oder einfach nur bei einer Bratwurst oder einer Portion Marroni eine Runde drehen.
Der diesjährige Gastkanton Zürich nimmt den Gegensatz zwischen Stadt und Land ebenfalls auf. Das Motto seines Messeauftritts lautet: «Familie Zürchers Garten».
Karin Keller-Sutters Rede
Mit Karin Keller-Sutter durften die Olma-Verantwortlichen am Donnerstag eine Bundesrätin begrüssen, welche die St.Galler Herbstmesse aufgrund ihrer Wiler Herkunft bestens kennt.
Den Fokus in ihrer Eröffnungsrede legt sie – aus naheliegenden Gründen – auf das Schwein. Es spielt nicht nur bei der Ostschweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung eine zentrale Rolle, sondern eignet sich auch bestens für Analogien zu den Bundesfinanzen, über welche die Finanzministerin wacht.
«Bei den Bundesfinanzen verhält es sich bekanntlich wie bei einem gut durchwachsenen Speck. Es gibt die fetten und es gibt die mageren Jahre. Wobei es uns wiederum wie den Maden im Speck ergeht. Ihr Horizont ist klein. Und manche glauben tatsächlich, die fetten Jahre seien unerschöpflich. Neigt sich das Fett dann dem Ende zu, bleibt ungläubiges Staunen und verbreitete Ratlosigkeit.»
An diesem Punkt sei man heute, sagt Keller-Sutter. Nicht etwa, weil der Bund zu wenig in der Futterkrippe hätte, sondern weil zu viele Ausgaben beschlossen worden seien, ohne sich über die Finanzierung Gedanken zu machen. Deshalb müsse auf Bundesebene nun gegengesteuert werden.
In den «heiligen Hallen» in St.Gallen stelle sich die Frage: Was bedeutet das für die Schweizer Landwirtschaft? Diese habe allen Grund, selbstbewusst aufzutreten, so Keller-Sutter. «Die Landwirtschaft ist tief in unserem Land verwurzelt und erfreut sich zu Recht hoher gesellschaftlicher Akzeptanz. Ich bin überzeugt davon, dass sie dank ihrer Innovationskraft die Zukunftschancen beim Schopf packt.»
Zupacken könnten auch Schweizer Bäuerinnen und Bauern, die täglich den entscheidenden Beitrag zur Ernährungssicherheit des Landes erbringen. Wie wichtig eine solide landwirtschaftliche Basis sei, sehe man derzeit im Zusammenhang mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine.
Rundgang inklusive Säuli-Fotoshooting
Nach dem Festakt begaben sich Bundesrätin Keller-Sutter und die weiteren Ehrengäste auf einen ersten Rundgang durchs Olma-Gelände – Fotoshooting mit einem Säuli inklusive:

Säulirennen, Ninja-Challenge und der Jahrmarkt
An der 80. Olma werden bis zum Sonntag, 22. Oktober, über 300’000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Ein traditioneller erster Höhepunkt ist der Festumzug des Gastkantons. Er führt diesen Samstag, 14. Oktober, ab 10 Uhr durch die Innenstadt.
Mit Spannung erwartet wird zudem der erste Messebetrieb in der neuen Kantonalbank-Halle. Sie ist zwar noch nicht ganz fertiggestellt, wird im Rahmen der aktuellen Messe aber noch vor der offiziellen Eröffnung bereits teilweise benutzt. Und zwar als eine Art Erlebnispark zum Thema Ernährungswirtschaft, wie es seitens der Veranstalter heisst.
Die beliebten Säulirennen, eine Ninja-Challenge, ein Auftritt der Schweizer Volkskultur, eine Schaubäckerei oder ein Genussmarkt sind nur einige von zahlreichen weiteren Höhepunkten, welche die Besucherinnen und Besucher an der Olma erwarten. Ausserhalb des Olma-Geländes lädt zudem der Herbstjahrmarkt zum Bummeln, Schlemmen und Bahnenfahren ein. (red.)
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