Heimliche Aufnahmen in Kabinen: Fifa sperrt St.Galler Ex-Funktionär weltweit
Die FIFA sperrt ihn weltweit. Der ehemalige Funktionär, der von 2018 bis 2025 Spielerinnen des österreichischen Bundesligisten SCR Altach heimlich in Umkleideräumen gefilmt und fotografiert hat, ist von allen «fussballbezogenen Tätigkeiten» ausgeschlossen. Wie die Redaktion von «Vorarlberg ORF» berichtet, hat die globale Spielergewerkschaft Fifpro beim Weltverband Fifa eine entsprechende Anfrage gestellt. Das Urteil der FIFA‑Disziplinarkammer ist bereits rechtskräftig.
Die österreichische Spielervereinigung VdF hatte einen entsprechenden Antrag zusammen mit der Fifpro eingereicht. «Wer Spielerinnen heimlich in der Kabine filmt, überschreitet eine klare Grenze. Dass die Sperre nun weltweit gilt, ist ein wichtiges Signal: Wer die Rechte von Spielerinnen schwerwiegend verletzt, kann sich den Konsequenzen nicht durch einen Wechsel ins Ausland entziehen», sagt Christos Papadimitriou, Verantwortlicher für Frauenfussball bei der VdF, dem «ORF».
Bei dem Ex-Funktionär handelt es sich um einen 34-jährigen Mann mit Wohnsitz im Kanton St.Gallen, der als Schiedsrichter in der höchsten Schweizer Liga tätig war. Im Februar wurde bekannt, dass er sich für die Aufnahmen durchs Schlüsselloch oder mittels versteckter Handys strafrechtlich verantworten muss.
Zudem muss er sich einer zweiten Anklage wegen Kinderpornografie stellen. Vor grossem Andrang im Landesgericht Feldkirch wurde der Mann zu sieben Monaten auf Bewährung sowie einer unbedingten Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt. Dazu kommen Zahlungen an die Opfer: Das Gericht sprach den Opfern je 625 Euro zu. (jen)
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