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Helvetia-Hauptsitz gegen Haus Washington: Tauschen HSG und Versicherung die Gebäude?

Der Stellenabbau von Helvetia Baloise in St.Gallen konkretisiert sich allmählich – und auch die Pläne für den bisherigen Helvetia-Hauptsitz: Der Versicherungskonzern hat Gespräche mit der HSG aufgenommen. Möglicherweise tauschen sie Immobilien – und Helvetia Baloise zieht zurück ins Haus Washington.
Im Helvetia-Hauptsitz könnten balt HSG-Büros entstehen. (Bild: Niklas Thalmann)
Im Haus Washington könnten bald wieder Helvetia-Büros Platz finden. (Bild: Benjamin Manser)

Der Markt der grossen Immobilien in der Stadt St.Gallen ist in Bewegung. Die Universität St.Gallen (HSG) braucht mehr Platz, die Helvetia-Versicherung braucht weniger. Allmählich zeichnet sich ab, in welche Richtung die Entwicklung geht: Möglicherweise kommt es zu einem Flächenaustausch – die HSG übernimmt Teile des Helvetia-Hauptsitzes und die Versicherung übernimmt ihrerseits wieder Räumlichkeiten im Haus Washington, das derzeit von der HSG genutzt wird.

Schon Ende des letzten Jahres hatte die HSG ihr Interesse am Helvetia-Hauptsitz kundgetan. Damals war klar geworden, dass die kürzlich fusionierte Versicherung Helvetia Baloise in St.Gallen künftig deutlich weniger Platz braucht. In St.Gallen kommt es durch die Fusion zu einem beträchtlichen Personalabbau.

Helvetia-Stellenabbau in St.Gallen konkretisiert sich

Die «Handelszeitung» hatte am Donnerstag publik gemacht, dass schweizweit rund 2300 Stellen gestrichen werden, anstelle der bisher angekündigten 1400 bis 1800. Eric Zeller, Mediensprecher von Helvetia-Baloise, bestätigt die Informationen zum Abbau: In St.Gallen waren per 1. Januar noch rund tausend Mitarbeitende in St.Gallen beschäftigt. «Ziel ist es, zukünftig Arbeitsplätze für 600 bis 700 Mitarbeitende in St.Gallen anbieten zu können», sagt Zeller.

Dies entspreche in etwa der Anzahl Mitarbeitenden, die in der Region zu Hause sind. Es handle sich beim Abbau in St.Gallen lediglich um eine Verschiebung von Stellen an den Standort in Zürich-Stettbach, der ausgebaut wird, sagt Zeller.

HSG will ihren Gebäudebestand konsolidieren

Während Helvetia Baloise abbaut, baut die HSG aus. Auch wenn die Universität kürzlich beschlossen hat, nicht über die Marke von 9500 Studierenden wachsen zu wollen: Die HSG hat ein Platzproblem. Derzeit ergänzt die HSG ihre Liegenschaften am Rosenberg um zahlreiche Gebäude im ganzen Stadtgebiet. Die Universität plant aber, dass die Studierenden wieder näher zusammenrücken.

Im Haus Washington könnten bald wieder Helvetia-Büros Platz finden. (Bild: Benjamin Manser)

Teil dieser Strategie ist der Campus Platztor am Fuss des Rosenbergs – bis der geplante Neubau bezogen werden kann, dauert es aber noch Jahre. Nun hat die «Handelszeitung» eine neue Immobilie ins Spiel gebracht: Das Haus Washington an der Rosenbergstrasse. Einst war der markante Historismus-Bau in Bahnhofsnähe Helvetia-Sitz, seit wenigen Jahren wird er von der HSG genutzt. Nun könnte die Helvetia zurück in ihre Immobilie ziehen – und die HSG im Gegenzug weitere Teile des Hauptsitzes übernehmen.

Eric Zeller bestätigt entsprechende Gespräche bezüglich der beiden Immobilien. «Helvetia Baloise hat mit der HSG Gespräche zu einem möglichen ‹Flächentausch› aufgenommen.» Beide Parteien haben gemäss Zeller in einer Absichtserklärung ihr Interesse bekundet, diese Möglichkeit näher zu prüfen. Eine detaillierte Prüfung finde in den nächsten Monaten statt. Die HSG bestätigt die Gespräche.

 
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