Bis zu 72 Prozent Nein zur Halbierungsinitiative: Hier fiel das Verdikt in der Ostschweiz am deutlichsten aus
Die Halbierungsinitiative «200 Franken sind genug» ist am Sonntag mit rund 62 Prozent Nein-Stimmen klar gescheitert. In keinem Kanton fand sie eine Mehrheit – auch nicht in der Ostschweiz. Dort lagen die Nein-Anteile allerdings leicht unter dem nationalen Durchschnitt.
Am deutlichsten fiel das Nein im Kanton Appenzell Ausserrhoden aus (57,1 Prozent), gefolgt von St.Gallen (56,7 Prozent) und Thurgau (56 Prozent). Den tiefsten Nein-Anteil in der Ostschweiz verzeichnete Appenzell Innerrhoden mit 55,6 Prozent.
Ostschweizer Städte sagen klar Nein
Am höchsten war die Ablehnung im Kanton St.Gallen in den städtischen Zentren. Die Stadt St.Gallen verzeichnete mit 67,3 Prozent den höchsten Nein-Anteil. Es folgen Rapperswil-Jona (63,6 Prozent) und Gaiserwald (63,5 Prozent).
Im Thurgau lag der höchste Nein-Anteil in Gottlieben bei 72,3 Prozent – der Spitzenwert der gesamten Ostschweiz. Ebenfalls klar war die Ablehnung in Frauenfeld (64,6 Prozent) und Wilen (62,3 Prozent).
In Appenzell Ausserrhoden stach Trogen mit 70,8 Prozent Nein hervor, gefolgt von Speicher (66,8 Prozent) und Rehetobel (61,1 Prozent). In Appenzell Innerrhoden war die Ablehnung im Bezirk Schlatt-Haslen mit 57,4 Prozent am grössten.
Detaillierte Ergebnisse finden Sie in den ausführlichen Artikeln zu allen Gemeinden in der Ostschweiz.
Höchste Zustimmung in Raperswilen
Trotz der klaren Ablehnung fand die Halbierungsinitiative in einzelnen Gemeinden durchaus Rückhalt. Im Kanton St.Gallen legten 19 von 75 Gemeinden ein Ja in die Urne. Besonders deutlich fiel die Zustimmung in Sevelen aus, wo 56,5 Prozent der Stimmberechtigten die Vorlage unterstützten.
Auch im Thurgau gab es befürwortende Stimmen: 14 von 80 Gemeinden nahmen die Initiative an. Spitzenreiter war Raperswilen mit einem Ja-Anteil von 66,8 Prozent – dem höchsten Wert in der Ostschweiz.
In Appenzell Ausserrhoden stellten sich 6 von 20 Gemeinden hinter das Anliegen. In Schwellbrunn war die Zustimmung mit 65,1 Prozent am grössten. Ganz anders das Bild in Appenzell Innerrhoden: Dort fand die Initiative in keinem Bezirk eine Mehrheit.
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