Kirchberg versagen die Nerven: Niederlage gegen Flawil – nun droht der Abstieg
Statt beim eigenen Grümpeli auf den Ligaerhalt anstossen zu können, beginnt beim FC Kirchberg das Bangen und Warten. Nach der 2:3-Niederlage gegen Flawil hat es das Team nicht mehr selbst in der Hand, ob es in der 3. Liga verbleiben kann.
Der Auftritt auf der Sonnmatt war schlicht zu schwach, um den Ansprüchen der Liga gerecht zu werden. Nach einem Zwischenspurt und drei Siegen am Stück keimte die Hoffnung auf den Ligaerhalt nochmals auf. Nun wirkte die Mannschaft im entscheidenden Moment gehemmt. Es begann am Sonntag in Uznach (0:2) und setzte sich am Mittwoch fort. Besserung trat erst ein, als es schon zu spät war und man hoffnungslos mit 0:3 zurücklag.
Haarsträubende Fehler in der Defensive
Was sich die Kirchberger Defensive in der Startphase für Fehler erlaubte, sorgte beim Trainerduo Obrist/Hollenstein und den vielen Anhängern am Spielfeldrand für Kopfschütteln.
Leandro Perlaska, er verwandelte einen Elfmeter, und Lars Bernhardsgrütter nahmen die Geschenke dankend an. Mit einer 2:0-Führung für die Gäste wurden die Seiten gewechselt. Im Clubhaus war man sich einig, dass vom Heimteam eine Steigerung kommen muss, wenn hier noch etwas gehen soll. Vorerst ging es aber im gleichen Trott weiter. Hinter der Aussage von Monika Kuhn, Mutter von Abwehrchef Ramon Kuhn und Captain Mario Kuhn, verbarg sich schon eine grosse Portion Zweckoptimismus. Sie sagte: «Ich glaube noch an die Wende.» Kaum ausgesprochen, musste sie mit ansehen, wie Flawil durch Sandro Rohner das 3:0 schoss.
Als kurz darauf Martin Wick das 1:3 gelang, wurde den Kirchbergern bewusst, dass mit Kampf hier noch etwas zu machen ist. Spät, aber immerhin. Zu mehr als einem zweiten Tor von Sandro Loser (81.) reichte es trotzdem nicht mehr.
Auf fremde Hilfe angewiesen
Mit 23 Punkten aus 22 Spielen hat Kirchberg die Saison abgeschlossen. Nun ist man auf fremde Hilfe angewiesen. Kirchberg bleibt nur in der Liga, wenn Ebnat-Kappel am Samstag um 16 Uhr Wattwil Bunt bezwingt. Als Vorteil könnte sich die tiefe Anzahl an Strafpunkten erweisen, denn aufgrund der jetzigen Konstellation in den oberen Ligen, zeichnet sich ab, dass auch der schlechteste Drittletzte der 3. Liga in die 4. Liga absteigen muss.
Dieser kommt schon jetzt fix nicht aus der Gruppe 4. In der Gruppe 1 (Chur 97 2) und der Gruppe 3 (Abtwil-Engelburg 2) haben die beiden Drittletzten bisher erst 20 Punkte, aber mehr Strafpunkte als Kirchberg, sollte ihnen in der Schlussrunde ein Sieg gelingen. Alles Spekulation: Schafft Wattwil Bunt mindestens ein Unentschieden, ist Kirchberg in jedem Fall unten.
Spannung auch in der 2. Liga
Dramatisch könnte es auch in der Gruppe 2 der 2. Liga werden. Hier wird nebst Sirnach und Steinach ein Dritter Absteiger gesucht. In Frage kommen noch Bütschwil (29 Punkte/108 Strafpunkte), Gossau 2 (28/53) und Wängi (27/88).
Bei einem Sieg zu Hause gegen Eschenbach wäre Bütschwil in jedem Fall gerettet. Bei jedem anderem Spielausgang müssen zuerst die Resultate auf den anderen Plätzen abgewartet werden. Alle Partien der 2. Liga werden am Sonntag um 16 Uhr angepfiffen.
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