Wattwil, Ebnat-Kappel und Kirchberg verlieren, Bütschwil mit Punkt – Entscheidung in der Schlussrunde
Auch nach der vorletzten Runde bleiben Bütschwil, Wattwil Bunt, Ebnat-Kappel und Kirchberg abstiegsgefährdet. Nun fallen alle Entscheidungen am letzten Spieltag. So haben die Toggenburger gespielt:
Abschiednehmen bei FF Toggenburg
Die Frauen von FF Toggenburg gehen mit einer 0:1-Niederlage gegen Erlinsbach in die Sommerpause und beenden die Saison in der 1. Liga auf Platz 8. Rangliste und Resultat waren am Samstag auf der Bütschwiler Breite aber zweitrangig. Das letzte Meisterschaftsspiel stand im Zeichen des Abschiednehmens.
Mit Stephanie Buschta, Alexandra Brändle, Samira Heeb, Anuschka Salzmann und Corinna Hasler streiften sich fünf Spielerinnen zum letzten Mal das Trikot von FF Toggenburg über. Diese Zeitung geht in einer der nächsten Ausgaben auf das Quintett noch etwas ausführlicher ein.

Bütschwil holt in Tägerwilen wichtigen Punkt
Bei Halbzeit waren sich die Bütschwiler Anhänger einig, dass der Gegner in Tägerwilen besser war und verdient mit 1:0 vorne lag. Nicht umsonst hatte das Heimteam in den letzten fünf Runden in der 2. Liga das Punktemaximum geholt. Die Gäste hatten zwar auch ihre Chancen, Matthias Rüegg setzte einen Elfmeter an den Pfosten, die Heimelf führte aber die feinere Klinge.
So etwas wie die Wende zum Guten war der Ausgleich von David Birchler kurz nach der Pause. Nun war plötzlich jeder Ausgang möglich. Die Punkteteilung war darum gerecht und für die Toggenburger wichtig. Sie gehen mit einer Reserve von zwei Punkten auf die Abstiegsplätze in die Schlussrunde und können im Heimspiel gegen Eschenbach den Ligaerhalt aus eigener Kraft schaffen.

Bazenheid und Wängi teilen die Punkte
Der FC Bazenheid (2. Liga) hat den Bütschwilern beim 2:2 gegen Abstiegskandidat Wängi ein bisschen Schützenhilfe geleistet. Die Alttoggenburger waren mehrheitlich das bessere Team, gingen mit ihren Chancen aber zu fahrlässig um. Nachdem Silvano Teixeira das 0:1 schoss, konnte Wängi kurz darauf ausgleichen. Dem Heimteam gelang wenig später sogar das 2:1.
Die Führung hielt eine Minute, dann schoss Nick Romer den Ausgleich. Das Bazenheider Unentschieden ist das eine, viel grösser wiegt der Ausfall von Roman Scardanzan, der sich schwer am Knie verletzt hat und länger ausfallen wird. Im letzten Spiel empfangen die Bazenheider noch Frauenfeld, das ein Jahr nach dem Abstieg auf Anhieb in die 2. Liga Inter zurückkehrt.
Kirchberg enttäuscht in Uznach
«Das war ein lebloser Auftritt», sagte Kirchberg-Trainer Dave Obrist nach dem 0:2 in Uznach. «Dabei hatten wir uns vorgenommen, mit dem vierten Sieg in Serie dem Ligaerhalt ein grosses Stück näherzukommen.» Nun geht das Zittern in der 3. Liga weiter. Die Sonnmatt-Elf liegt nur aufgrund der besseren Fairnesswertung gegenüber Wattwil Bunt nicht auf einem Abstiegsplatz. «Vielleicht passt es ja zu unserer Situation in dieser Saison, dass es bis zum Ende eng ist.»
Wegen des Grümpelis und mit dem Segen des Verbandes wird der Abstiegsschocker gegen Flawil schon am nächsten Mittwoch um 20 Uhr angepfiffen. Schlagen die Kirchberger das zwei Punkte vor ihnen liegende Flawil, sind sie in jedem Fall gerettet. Bei jedem anderen Resultat müssen die Ergebnisse der anderen Teams vom Wochenende abgewartet werden.
Ebnat-Kappel kassiert spätes Gegentor
Es hätte alles gepasst, dann kommt dieser Eckball in der 91. Minute, bei dem die Ebnat-Kappler das 0:1 kassierten. Dieses Resultat stellt den Klassenerhalt in der 3. Liga wieder in Frage. Dazu Co-Trainer Stefan Hinterberger: «Es war kein attraktives Spiel, das wir aber eigentlich gut im Griff hatten, halt bis zu diesem ärgerlichen Gegentor.»
Ärgerlich auch deshalb, weil sich die Obertoggenburger bis dahin die besseren Chancen erarbeitet hatten. Nun geht das Nervenflattern los, denn der Verlierer des Derbys Ebnat-Kappel – Wattwil Bunt vom nächsten Samstag muss möglicherweise in die 4. Liga absteigen.
Der Wattwiler Trumpf sticht noch nicht
Am Dienstag war Levin Ledergerber aus den USA zurückgekehrt, um mit seiner US-amerikanischen Ehefrau in der alten Heimat Ferien zu verbringen. Am Samstag stand er für Drittligist Wattwil Bunt bereits auf dem Platz, um für seinen ehemaligen Verein, bei dem der Spielerpass noch immer hinterlegt ist, die Kohlen gegen Dussnang aus dem Feuer zu holen. Der Trumpf hat allerdings noch nicht gestochen.

Der ehemalige 1.-Liga-Spieler (Gossau) konnte zwar einige Akzente setzen und kam auch zu einer Halbchance, trotzdem setzte es gegen Dussnang eine 0:1-Niederlage ab. Die Schlussrunde wird für ihn nun ganz besonders brisant. In Ebnat-Kappel aufgewachsen, kennt er im Doppeldorf jeden Quadratmeter. Und auch seine Gegenspieler dürften ihm nicht fremd sein.
Neckertal-Degersheim verliert bei Rapperswil-Jona
Auf ihrer Abschiedstour aus der 3. Liga kassierte Neckertal-Degersheim am Sonntag bei Rapperswil-Jona die 16. Saisonniederlage. Im letzten Spiel empfängt das Team Uzwil 3, das sich am Sonntag mit dem 2:1 gegen Bronschhofen fix gerettet hat.
Roman Kipfer und Ebnat-Kappel trennen sich
Letzte Woche hat der FC Wattwil Bunt die Verpflichtung von Roman Kipfer als neuen Trainer ab nächster Saison bekannt gegeben. Bisher stand er beim FC Ebnat-Kappel unter Vertrag. Und ausgerechnet in der Schlussrunde treffen die beiden Teams aufeinander, wobei der Verlierer mit grosser Wahrscheinlichkeit den Lift in die 4. Liga besteigen muss.
Nun sind der FC Ebnat-Kappel und Roman Kipfer übereingekommen, die Zusammenarbeit per sofort zu beenden. Dabei betont der Verein, dass sie im Guten auseinandergegangen sind, die vorzeitige Trennung für beide Parteien aber das Beste sei. (bl)
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