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Teilnehmerrekord pulverisiert: Die 39. Feuerwehr-Skimeisterschaft in Wildhaus sprengte alle Erwartungen

Mit 48 Feuerwehr-Teams, die teils von weit her anreisten, stellte der Toggenburger Plausch-Anlass am Samstag einen einsamen Rekord auf. Nicht der Wettkampf, sondern Spiel und Spass standen im Vordergrund.
Der Sprint in Feuerwehrmontur und Skischuhen ist alles andere als einfach. (Bild: zvg/Sonja Vetsch)
OK-Mitglied Marcel Wirtz (rechts) erklärt, was an den verschiedenen Posten zu tun ist. (Bild: Christoph Heer)
Beim Riesenslalom gingen alle Teammitglieder jeweils gleichzeitig auf die Strecke. (Bild: zvg/Sonja Vetsch)
Neicel Lieberherr (links) und Jürg Brunner. (Bild: Christoph Heer)
Mit Feuerwehrhandschuhen mussten blind Gegenstände in einer Kiste ertastet werden. (Bild: Christoph Heer)
Neben dem Skirennen gab es auch Geschicklichkeitsspiele. (Bild: zvg/Sonja Vetsch)
Das richtige Getränk durfte auch an dieser Feuerwehr-Skimeisterschaft nicht fehlen. (Bild: Christoph Heer)

Bereits zum 39. Mal fand am Samstag die Feuerwehr-Skimeisterschaft statt, verteilt über das ganze Wildhauser Skigebiet. Und der Plausch-Anlass wächst und wächst. Nahmen im vergangenen Jahr zum ersten Mal über 30 Viererteams teil, stellt die Ausgabe 2026 alles Bisherige in den Schatten: «Heuer sind wir beinahe überrannt worden. 48 Teams von Feuerwehren aus der ganzen Deutschschweiz sind mit am Start, ein Riesenerfolg», freut sich Mitorganisator Marcel Wirtz. Tatsächlich strahlt der Anlass weit über das Toggenburg und die Ostschweiz hinaus. Sogar Teams aus den Kantonen Zürich und Aargau reisten nach Wildhaus.

OK-Mitglied Marcel Wirtz (rechts) erklärt, was an den verschiedenen Posten zu tun ist. (Bild: Christoph Heer)

So gross die Freude darüber ist, sagt Wirtz auch: «Wir müssen achtgeben, dass uns das Ganze mit unserem kleinen rund 25-köpfigen Helferteam nicht über den Kopf wächst.» Doch diese Gedanken trübten den Spass am Samstagmorgen keinesfalls. Gekleidet in ihren Feuerwehrmonturen, inklusive Skischuhe und einem Schnäpsli in der Tasche, wurde auf den Startschuss zum abwechslungsreichen Postenlauf gewartet.

In Wengen gewinnt Odi, in Wildhaus alle

Das eigentliche Skirennen bestand in diesem Jahr wieder aus einem Riesenslalom. Manch einem Starter gelang es dabei, auf sich aufmerksam zu machen. Die Schwünge äusserst elegant, die Skistockhaltung und die Hocke perfekt aerodynamisch und trotzdem stets ein Lachen im Gesicht.

Beim Riesenslalom gingen alle Teammitglieder jeweils gleichzeitig auf die Strecke. (Bild: zvg/Sonja Vetsch)

Während zur gleichen Zeit der Schweizer Ski-Überflieger Marco Odermatt die traditionelle Lauberhorn-Abfahrt gewinnt, sind sie in Wildhaus im Gegensatz zu Wengen allesamt Gewinner. Denn was die Stoppuhr anzeigt, spielt hier nicht ganz so eine grosse Rolle. Es gilt der olympische Gedanke: Dabei sein ist alles.

Neicel Lieberherr (links) und Jürg Brunner. (Bild: Christoph Heer)

Das sieht auch Jürg Brunner von der Feuerwehr Neckertal so. «Der Riesenslalom wurde wunderbar und fair ausgesteckt und obwohl etwas knapp Schnee liegt, haben es die Organisatoren verstanden, ein Skirennen der Superlative zu organisieren», sagt der Feuerwehrmann. Brunner wurde im Vorfeld von Kollegen überzeugt, ein erstes Mal an diesen Skimeisterschaften teilzunehmen – und er bereut es nicht: «Was für ein spassiger Tag unter Gleichgesinnten, tipptopp.»

Schwitzen wie bei einer Feuerwehrübung

Mit Feuerwehrhandschuhen mussten blind Gegenstände in einer Kiste ertastet werden. (Bild: Christoph Heer)

Die Temperaturen am Berg lagen minim über dem Gefrierpunkt und trotzdem kullerte bei einigen die eine oder andere Schweissperle über das Gesicht. Nebst dem Skirennen warteten auf die Teilnehmer drei weitere Posten. «Ob beim Einsatzposten, dem Plauschposten, oder dem Quizposten, so ganz ohne Herausforderungen soll auch diese Meisterschaft nicht sein», sagt Marcel Wirtz augenzwinkernd.

Neben dem Skirennen gab es auch Geschicklichkeitsspiele. (Bild: zvg/Sonja Vetsch)

Ein Sprint in Skischuhen und Feuerwehrkleidung auf aufgeweichtem Schnee? Gar nicht so einfach, wie man sehen konnte. Immer wieder rutschte ein Teilnehmer aus, lachte, stand wieder auf und rannte weiter. Oder mit Feuerschutzhandschuhen blind Feuerwehr-Einsatzmaterial ertasten, der Schwierigkeitsgrad war hoch und ziemlich herausfordernd; der Spass dabei? Immens.

Nächstes Jahr steht das Jubiläum an

Das bestätigt auch Neicel Lieberherr von der Feuerwehr Nesslau: «Das macht einfach Spass und wir in unserem Team geniessen es, einander mal richtig schön zu necken und mit Schnee einzudecken.» Aber auch der Zusammenhalt unter all den – meist fremden – Teams, die man kennenlerne, gefalle ihm. «Ich werde wieder kommen», verspricht Lieberherr. Vom Team der Feuerwehr Fischenthal ist Martin Lattmann zugegen. Er nimmt das Ganze locker. «So streng ist es nun auch wieder nicht, aber cool. Hier mittun ist eine tolle Alternative zu unserem ‹normalen› Feuerwehr-Skiweekend.»

Das richtige Getränk durfte auch an dieser Feuerwehr-Skimeisterschaft nicht fehlen. (Bild: Christoph Heer)

Trotz der Bedenken, was den diesjährigen Grossandrang anging, freut sich Marcel Wirtz schon auf 2027, denn: «Für die nächstjährige 40. Jubiläumsausgabe lassen wir uns vielleicht etwas Besonderes einfallen, wir werden sehen.»

 
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