Weltreise ohne Flugticket: Elf Ostschweizer Orte, die aussehen wie im Ausland
Natürlich ersetzt der Walensee keine Reise nach Montenegro, und der Aescher ist kein Kloster in Griechenland. Doch manchmal genügen der richtige Blickwinkel, das passende Licht, eine markante Felsformation und vielleicht etwas Fantasie, damit die Ostschweiz für einen Moment wie eine Region wirkt, die ganz woanders liegt.
Steile Felswände, ruhiges Wasser und ein Schiff auf dem See – der Walensee erinnert aus dieser Perspektive verblüffend an die Bucht von Kotor in Montenegro. Besonders zwischen Murg und Quinten rücken die Berge so nah ans Ufer, dass fast Fjordstimmung aufkommt. Nur das Ziel ist ein anderes: Statt an die Adria fährt das Kursschiff ins autofreie Quinten.
Schroff ragen die Felszacken in den Himmel und prägen die Bergkulisse. Die Kreuzberge im Alpstein ähneln mit ihren markanten Kalkwänden den berühmten Gipfeln der Dolomiten. Zwar sind sie deutlich kleiner, ihre auffällige Silhouette steht dem bekannten Vorbild aber kaum nach und macht sie zu einem der eindrücklichsten Bergzüge der Ostschweiz.
Alligatoren sucht man hier vergeblich. Mit seinen stillen Wasserarmen und der üppigen Ufervegetation wirkt der Alte Rhein auf den ersten Blick fast wie die Everglades in Florida. Das Naturschutzgebiet im Rheintal ist heute ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Sanfte Hügel und goldenes Licht: Wenn sich der Morgennebel über die Hügel legt, wirkt die Gegend rund um Schönengrund fast wie die schottischen Highlands. Die sanften Kuppen, verstreuten Baumgruppen und das warme Licht lassen die beiden Landschaften erstaunlich ähnlich erscheinen.
Zwischen dichten Wäldern zieht sich eine Eisenbahnbrücke über das Tal. Was aussieht wie ein Abschnitt der Semmeringbahn in Österreich, findet sich auch im Sittertobel. Das Sitterviadukt zählt zu den beeindruckendsten Bauwerken der Ostschweizer Eisenbahn.
Weinberge, sanfte Hügel und ein Schloss über den Reben: Was an die Umgebung von San Gimignano erinnert, findet sich auch im St.Galler Rheintal. Die unterschiedlichen Farben verraten zwar eine andere Jahreszeit – ein ähnlicher Eindruck bleibt dennoch.
Der freistehende Felszacken der Heierli-Nadel wirkt fast wie ein kleiner Verwandter der markanten Karstfelsen entlang des Li-Flusses in Südchina. Zwar sind die Gipfel dort deutlich höher, die ungewöhnliche Form lässt die beiden Bilder dennoch erstaunlich ähnlich erscheinen.
An den Felsen gebaut und nur zu Fuss erreichbar: Der Aescher weckt Erinnerungen an die berühmten Klöster von Meteora in Griechenland. Zwar liegen zwischen beiden Orten rund 1500 Kilometer – spektakulär sind sie aber beide.
Wenn die Obstbäume blühen, verwandeln sich die Obstplantagen im Thurgau in ein weisses Blütenmeer. Ein Anblick, wie man ihn von der berühmten Kirschblütenallee in Berlin oder sogar aus Japan kennt. Rund um Egnach lockt die Obstblüte jedes Jahr zahlreiche Spaziergänger an.
Dichte Nadelwälder, schneebedeckte Gipfel und eine wilde Bergkulisse: Der Blick auf den Säntis ähnelt auf diesem Bild dem Jasper-Nationalpark in den kanadischen Rocky Mountains. Nur eines fehlt in der Ostschweiz: Elche oder Grizzlybären.
Nicht nur Berge prägen die Ostschweiz. Mit seinen markanten Sägezahndächern erinnert das Kunstmuseum Appenzell an zeitgenössische Architektur in Grossbritannien. Entworfen wurde es vom renommierten Architekturbüro Gigon/Guyer.
Noch mehr Fernweh?
Dies nachfolgende Bildstrecke führt unter anderem nach New York, Los Angeles und an den Amazonas – zumindest auf den ersten Blick:
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