«Ein ausgebrannter Lieferwagen mitten in der Stadt St.Gallen ist speziell»: Einbrecher zünden Lieferwagen nach Einbruchstour an
Bei den Einbrüchen in die drei Restaurants in Engelburg, Andwil und Arnegg gelangten Unbekannte durch gewaltsam geöffnete Fenster in die Gebäude. In einem Fall dürfte laut Angaben der St.Galler Kantonspolizei ein Serviceportemonnaie mit mehreren hundert Franken Bargeld gestohlen worden sein. Die Einbrecher richteten zudem mehrere tausend Franken Sachschaden an. Gemäss bisherigen Erkenntnissen fiel ihnen beim Einbruch in Engelburg zudem ein Lieferwagen in die Hände.
Am frühen Freitagmorgen wurde der Polizei an der Wallstrasse in St.Gallen ein Fahrzeugbrand gemeldet. Als die Einsatzkräfte vor Ort kamen, stand der Lieferwagen bereits in Vollbrand. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen und ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindern. Beim Fahrzeug handelt es sich laut Polizeiangaben um den in Engelburg gestohlenen Lieferwagen. Er erlitt Totalschaden. Die unbekannten Täter dürften ihn angezündet haben.
Kantonspolizei sucht Zeugen

Dass Einbrecher Fahrzeuge klauen, damit auf Einbruchstour gehen und es anschliessend anzünden, komme öfters vor, sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. «Speziell ist in diesem Fall der Brandort mitten in der Stadt.»
Die Kantonspolizei geht derzeit davon aus, dass die Einbrüche von derselben Täterschaft verübt worden sind. Sie hat Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Insbesondere Personen, die Feststellungen rund um den Fahrzeugbrand gemacht haben beziehungsweise Angaben zur Fluchtrichtung der Täterschaft machen können, werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei St.Gallen, 058-229-49-49, zu melden.
An Weihnachten weniger Einbrüche als sonst
Mit dem Zeugenaufruf erhofft sich die Kantonspolizei weitere Ermittlungsansätze. «Wir suchen Personen, denen der Lieferwagen aufgefallen ist oder die gar beobachtet haben, wie sich die Täter aus dem Staub gemacht haben», sagt Schneider.
Bei den Ermittlungen werden auch Einbrüche und Einbruchsversuche in den Vorwochen überprüft, ob allenfalls die gleiche Täterschaft wie in Andwil, Arnegg und Engelburg in Frage komme. Polizeisprecher Schneider sagt, dass es in der Weihnachtswoche im Vergleich zu den Vorwochen ruhig war. Die Kantonspolizei habe kantonsweit 23 Einbrüche registriert. «Auch Einbrecher feiern offenbar Weihnachten.» (kapo/dwa/sab)

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