Damals im Toggenburg: Wie die «Töfflibuebe Toggenburg» entstanden
Vor 100 Jahren
5. Februar 1926: Krummenau. Um wirtschaftspolitische Interessen zu verteidigen, zu besprechen und zu fördern und sich im eintretenden Falle mit gemeindepolitischen Fragen zu beschäftigen, gründeten die Einwohner von Krummenau und Aemelsberg einen Einwohnerverein «Krummenau», der bereits eine stattliche Anzahl Mitglieder zählt und sicherlich bei gutem Gedeihen erspriessliche Arbeit leisten wird.
Vor 50 Jahren
6. Februar 1976: Hemberg - Bendel. Wie wir im «Toggenburger» vom Mittwoch bereits berichtet haben, wird seit einiger Zeit in Hemberg vom Verkehrsverein eine neue Skiwander-Loipe mit Start und Ziel beim Dorf unterhalten. Schon wesentlich länger, nämlich seit dem Jahre 1970, hat sich der Langlaufsport im Gebiet Scherb-Bendel-Salomonstempel erfreulich entwickelt. Einige Mitglieder des Ski-Club «Speer» haben dieses herrliche Gebiet für den Langlauf erschlossen, in dem heute drei Loipen von 3,5 und 10 km zur Verfügung stehen. Durch die neue Skiwanderung ab Hemberg Dorf, die beim Salomonstempel Anschluss an die Morga-Loipe bietet, ist das Gebiet sinnvoll erweitert und eine gewisse Dezentralisierung erreicht worden. Die landschaftlichen Reize mit dem stolzen Säntis im Hintergrund sind an einem sonnigen Wintertag kaum mehr zu überbieten.
Vor 20 Jahren
10. Februar 2006: Mühlrüti. Schnitzelbänke sind im Alttoggenburg ganz in Frauenhänden. Bütschwils Beizen sind jeweils voll, wenn die «Rägebogä-Giftsprötze» ihre Pointen aus dem Dorfleben vortragen. Dasselbe versuchen nun die «Passewit-Tröller» aus Mühlrüti für das Mosnanger Fasnachtsleben. Dass die Mühlrütner Schnitzelbänke von Frauen gedichtet sind, merkt man schon am Namen: Wie die Köchin die hoffentlich gar gekochten Kartoffeln durch das Passevite dreht, so werden im «Passewit» die Dorfbewohner «tröllet». Wie beim Kartoffelstock sollen die Sprüche aber niemandem im Halse stecken bleiben, beleidigen wollen die «Passewit»-Frauen nämlich niemanden.
Vor 10 Jahren
8. Februar 2016: Bütschwil. Der erste Töffliclub im Toggenburg. TBT, «Töfflibuebe Toggenburg», so nennt sich die Gruppe um den Bütschwiler Silvio Schnelli, die seit Frühjahr 2015 besteht. «Die Churfirsten im Rücken und los geht’s», steht auf der Website des Vereins, dem all jene beitreten können, die ein altes Töffli haben, technisch versiert sind und sennische Umgangsformen pflegen. Das Ländliche und Urchige hat einen grossen Stellenwert, denn es verweist auf ihre Herkunft. Darum tragen die Mitglieder Edelweisshemden, auf denen ihr selbst kreiertes Logo prangt, und Sennengürtel. (red)
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