Schmach für Volley Toggenburg: Das NLA-Team scheidet im Cup-Derby gegen das unterklassige Aadorf aus
Als ob diese Saison für Volley Toggenburg nicht schon schwierig genug wäre: In der Nationalliga A liegt das Wattwiler Frauen-Team nach 13 Spielen auf dem zweitletzten Platz und konnte bisher nur gegen das Schlusslicht Academy Zürich punkten. Eigentlich hätte das Cup-Achtelfinalspiel gegen Volley Aadorf aus der NLB am Sonntag deshalb ein willkommenes Erfolgserlebnis sein können, um Selbstbewusstsein zu tanken.
Doch daraus wurde nichts. Volley Toggenburg verlor im Aadorfer Löhracker mit 1:3 nach Sätzen und ist somit sang- und klanglos aus dem Cup-Wettbewerb ausgeschieden.
In den ersten beiden Sätzen zu fehlerhaft
Die Wattwilerinnen starteten bereits verkrampft in den ersten Satz und konnten einen Dreipunkterückstand bei 7:4 bis zum Schluss nicht korrigieren. Oft waren die Toggenburgerinnen am Ball am Block, konnten aber nicht punkten und Aadorf spielte oft erfolgreich kurze Bälle am Netz. Die Rallys gingen in diesem Satz mehrheitlich ans Heimteam, welches den ersten Durchgang mit 25:20 gewann.
Im zweiten Durchgang konnte Volley Toggenburg mit 2:7 vorlegen. Generell wurden die Ballwechsel länger, es herrschte ein Hin und Her. Aadorf verteidigte mit letzter Kraft. Doch anstatt den Sack zuzumachen, unterliefen dem oberklassigen Favoriten zu viele Fehler. So kam es bei 10:10 und 17:17 zweimal zu einem Einstand. In der Folge gelang es Aadorf, vorzulegen. Die Nervosität war nun merklich spürbar und die Hektik machte das Spiel zwar spannend, aber weniger gehaltvoll. Aadorf holte in der Schlussphase jeden Ball und gewann den zweiten Satz mit letzter Kraft mit 25:23.

Machtdemonstration im dritten Satz reichte nicht
Im dritten Satz kippte das Spiel komplett: Volley Toggenburg zog auf allen Positionen seine Register und gestand den Gegnerinnen praktisch nur bei Eigenfehlern Punkte zu. Tolle Services, schöne Angriffe und totale Präsenz am Netz machten den Klassenunterschied erstmals spürbar. Das Verdikt lautete somit klar und deutlich 10:25. Toggenburg war zurück im Spiel.
Doch anstatt daran im vierten Satz anzuknüpfen, liessen die Wattwilerinnen wieder nach. So steuerte das Spiel auf ein Hitchcock-Finale zu. Die Hektik nahm wieder zu und Toggenburg lag plötzlich sechs Punkte in Rückstand. Mit guten Services gelang es, zum Einstand auf 21:21, 23:23 und 24:24 zu stellen. Bei 24:25 und bei 25:26 kam Volley Toggenburg sogar zu zwei Satzbällen. Doch Fehler im Angriff verhinderten den Satzgewinn. Zwar stellte Cara Lewis noch zum 27:27, aber mit einem Fehler von Toggenburg, einem Angriff ins Out über die Pipe, gelang Aadorf das 29:27. Der NLB-Verein gewann letztlich mit 3:1 und zieht nun in den Cup-Viertelfinal in zwei Wochen ein.
Für Volley Toggenburg geht es kommenden Sonntag in der NLA weiter. In den fünf ausstehenden Spielen der Qualifikation gilt es, zu versuchen, doch noch den drittletzten Platz und somit die Playoffs zu erreichen. Der Rückstand auf Genf beträgt allerdings vier Punkte. (pd/mn)
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben







Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.