Werner Schlegel bleibt in Bern ungeschlagen und verpasst den Sieg nur knapp
Es hat nicht viel gefehlt und das Berner Wankdorf wäre vom Toggenburger Werner Schlegel eingenommen worden. Der Hemberger begeisterte beim Bernisch Kantonalen Schwingfest vor der Rekordkulisse von 27'000 Zuschauenden.
Nach dem gestellten Schlussgang gegen Fabian Staudenmann klassierte sich Schlegel auf dem zweiten Schlussrang. Am Appenzeller Kantonalschwingfest erkämpften sich die St.Galler Schwinger sieben Kränze. Einen davon holte sich der Toggenburger Pascal Heierli.
Werner Schlegel überzeugt mit angriffiger Schwingart
Werner Schlegel versetzte das Publikum in Bern von Gang zu Gang in Staunen. Mit seiner angriffigen Schwingart liess der Toggenburger nichts anbrennen und attackierte seine Gegner ununterbrochen. Gleich beim Anschwingen bodigte er den Schwarzsee-Sieger Adrian Walther nach dem zweiten Grifffassen. Auch der nächste Berner Eidgenosse, Matthieu Burger, stand nicht lange im Sägemehl – Schlegel bezwang ihn bereits in den ersten Minuten.
Selbst Verteidigungskünstler Fabian Aebersold musste schon nach dem ersten Zug den Himmel über dem Wankdorf vom Rücken aus betrachten. Das Berner Publikum traute seinen Augen kaum, denn Schlegel bezwang einen Berner nach dem anderen. Auch das Berner Talent Michael Moser hatte nach der Mittagspause das Nachsehen.
Im fünften Gang bodigte Schlegel dann den Emmentaler Eidgenossen Matthias Aeschbacher und qualifizierte sich für den Schlussgang.
In der Endausmachung stand ihm Fabian Staudenmann gegenüber. Da Staudenmann 0,5 Punkte Vorsprung hatte, genügte ihm ein gestellter Schlussgang. Schlegel griff den Mittelländer während zwölf Minuten immer wieder an und versuchte alles, ihn zu besiegen. Der Erfolg blieb jedoch aus. So konnte Schlegel nicht in die Fussstapfen seines Trainers Jörg Abderhalden treten, der 1998 im Wankdorf triumphiert hatte.
Sieben St.Galler Kränze in Gonten
In Gonten fand auch das Appenzeller Kantonalschwingfest statt. Die St.Galler überzeugten mit einer starken Teamleistung und erkämpften sich sieben Kränze – mehr als jede andere Gastdelegation und direkt hinter den Einheimischen.
Als bester St.Galler klassierten sich der Toggenburger Pascal Heierli sowie der Rheintal-Oberländer Jan Mannhart gemeinsam im sechsten Schlussrang. Die weiteren fünf Kranzgewinner aus dem Gallus-Kanton waren Lars Rotach, Martin Egli, Andreas Niederer, Fabian Ulmann und Jonas Lenherr.
Bereits am nächsten Samstag geht es für das NOS-Team weiter: Am Bergklassiker auf dem Weissenstein treffen sie auf die Schwinger aus der Nordwest- und Südwestschweiz.
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