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Die Toggenburger Natur zieht in die Grossstadt: Baumwipfelpfad Neckertal startet Sponsoring-Offensive

Die Genossenschaft Baumwipfelpfad Neckertal bringt ihr Erlebniskonzept mit einer begehbaren Inszenierung in die Messe Zürich. Möglich wird der Auftritt an der Giardina 2026 durch Partner und Sponsoren.
Der Baumwipfelpfad in Mogelsberg wurde im Mai 2018 als erster Baumwipfelpfad der Schweiz eröffnet. (Bild: Hanspeter Schiess)

Zum 25-Jahr-Jubiläum widmet sich die Giardina dem Leitthema «Der Baum – Die Seele des Gartens» und rückt Bäume als prägende Elemente für Raum, Ruhe und Nachhaltigkeit in den Fokus. Was die führende Schweizer Messe für Garten, Natur und Outdoor-Living vom 11. bis 15. März 2026 in der Messe Zürich vermittelt, bietet das Neckertal täglich - in Mogelsberg. «Der Baumwipfelpfad ist tatsächlich mehr als ein Ausflugsziel», sagt Andrea Frei, stellvertretende Geschäftsleiterin und Verantwortliche für Marketing und Kommunikation der Genossenschaft. «Er ist Erlebnisraum, Symbol für Erholung – und zugleich Botschafter für die enge Verbindung von Natur, Mensch und Region.»

Miniatur-Pfad mit Wipfeln

Dieses Zusammenspiel soll auch an der Giardina erlebbar werden. Selbstredend lässt sich der 500 Meter lange, bis zu 15 Meter hohe Holzpfad nicht einfach verlegen. «Dennoch wird das Gefühl von Weite und Höhe für die Messebesucher spürbar sein», sagt Frei. Und zwar ganz real: nicht über Bildschirme, sondern mit einem echten Raumgefühl - über einen Steg.

Mehr möchte sie über die geplante Inszenierung nicht preisgeben. Lieber betont sie das Ziel des Messeauftritts: die Toggenburger Natur und die Erlebnisvielfalt um den Baumwipfelpfad einem breiten Publikum näherzubringen – und dabei auch jüngere Besucherinnen und Besucher anzusprechen, obwohl die Giardina traditionell eher ein älteres Publikum anzieht.

Zweierlei Sponsoringpakete

Eigentlich hätte der Baumwipfelpfad Neckertal bereits im vergangenen Jahr in Zürich zu Gast sein sollen. «Wir wurden kontaktiert, doch der Zeitpunkt war zu kurzfristig», erklärt Frei und begründet die Anfrage mit dem damals neuen Giardina-Konzept, das verstärkt auf erlebbare Highlights setzt.

Inzwischen ist klar: Eine Messeteilnahme bringt nicht nur Sichtbarkeit, sondern tatsächlich einiges an organisatorischem und finanziellem Aufwand mit sich. «Wir sind eine kleine Genossenschaft ohne Budget», sagt Frei.

Deshalb wurden nun zwei Sponsoringpakete geschnürt, die über die Messetage hinaus wirken sollen. «Spuren hinterlassen» heisst das eine, «Gekommen, um zu bleiben» das andere. Die Möglichkeiten reichen von einer Holzbohlenpatenschaft bis zur Unterstützung langlebiger Waldinstallationen wie Holzliegen, Schaukeln oder gar eines Baumhauses. «Aber auch kleinere Beiträge sind willkommen», betont Andrea Frei.

Standaufbau in rund zwei Tagen

Welche Kosten der Gastauftritt an der Giardina letztlich verursacht, lässt sie offen. Klar ist jedoch: Es fallen keine  Standplatzmieten pro Quadratmeter an, da der Baumwipfelpfad nicht als klassischer, verkaufsorientierter Aussteller auftritt, sondern als Highlight-Erlebnisinstallation. Verrechnet werden hingegen Leistungen wie Lichtinstallationen, Wasser oder weitere technische Infrastruktur.

Umso wichtiger sei die Unterstützung, welche die Genossenschaft von ihren Partnern erfahre, sagt Frei. «Darunter sind auch erfahrene Messeprofis wie die Gartenbaufirma Gehrig aus Flawil, die den Materialtransport übernimmt, oder der Holzbaubetrieb Roth, der beim Aufbau des rund 200 Quadratmeter grossen Standes mitwirkt.» Die Arbeiten beginnen etwa eine Woche vor Messebeginn und dauern rund zwei Tage, bevor die Detailausgestaltung folgt.

Der Baumwipfelpfad ist übrigens Teil der Schaugärten – einer Sektion, in der unter anderem auch die Bernhard Baumschulen AG und die Egli Grün AG aus Sirnach vertreten sind.

 
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