Diebe stehlen Auto und rammen Juwelierladen: «So ein Vorgehen haben wir noch nie erlebt»
Filmreife Szene in Appenzell: In der Nacht auf Freitag haben Unbekannte mit einem Auto die Eingangstüre des Goldschmiedegeschäfts Fuster an der Poststrasse in Appenzell durchbrochen. Dort entwendeten sie in kurzer Zeit eine grosse Menge Schmuck. Zuvor hatten sie das Fahrzeug und Bargeld bei einem Holzbaubetrieb in Eggerstanden gestohlen. Der entstandene Sachschaden an der Eingangstüre und im Ladeninneren ist erheblich. Die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden bittet um Hinweise. Bereits vor drei Wochen hatten Unbekannte versucht, in dasselbe Geschäft einzubrechen.
Wie haben Sie auf den Einbruch reagiert?
Sascha Fässler: Der Schaden ist dieses Mal ziemlich gross. Viel kann man nicht machen – passiert ist passiert. Jetzt müssen wir schauen, dass alles wieder funktioniert und wir den Laden offenhalten können, obwohl die Eingangstüre beschädigt ist.
Nach dem Vorfall vor zwei Wochen haben sie Sicherheitsmassnahmen getroffen. Warum konnten die Täter dieses Mal erfolgreich sein?
Wir haben bereits im letzten Jahr unsere Alarmanlage auf den neuesten Stand gebracht. Das nützt nichts, wenn die Täter die Tür mit einem Auto durchbrechen. Beim letzten Einbruchsversuch vor drei Wochen hatten sie es auf das Schaufenster abgesehen, da hat das Sicherheitsglas standgehalten. Diesmal haben sie das Auto als Rammbock benutzt.
Haben Sie mit einem erneuten Einbruch nach so kurzer Zeit gerechnet?
Nein. Wobei es solche Phasen schon gab. Vor einigen Jahren hatten wir innerhalb von eineinhalb Monaten gleich drei Versuche. Alle durch das Fenster. Das ist der sechste Vorfall. Aber ein Vorgehen wie dieses haben wir noch nie erlebt.
Haben Sie den Eindruck, dass es sich um dieselben Täter handelt wie beim Einbruchsversuch vor drei Wochen?
Wenn ich mir die Videoaufnahmen anschaue, würde ich sagen: nein. Eine Person wäre mir aufgefallen und sie war dieses Mal definitiv nicht dabei.
Warum wird gerade Ihr Laden immer wieder Ziel von Einbrüchen?
Das frage ich mich auch. Wir sind kein Luxusgeschäft wie in Zürich oder Genf. Natürlich haben wir nicht nur günstigen Schmuck, aber extrem hochpreisigen Schmuck wie in Genf oder Zürich führen wir nicht.
Planen Sie weitere Sicherheitsmassnahmen oder Veränderungen für die Zukunft?
Wir werden das nun gemeinsam mit der Versicherung prüfen. Grundsätzlich sind wir sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand und erfüllen bereits alle Vorgaben.
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