«Affront gegen Menschen, die hier wohnen» – Fluglärmgegner kritisieren Ausbaupläne scharf
Ab März 2027 sind am Flugplatz St.Gallen-Alterhein an Werktagen drei statt zwei Rotationen und sonntags eine Verdoppelung auf zwei Verbindungen nach Wien geplant. Die People's Airline will ihre Embraer 170 durch eine Dornier 328-100 mit nur halb so vielen Plätzen wie bisher ersetzen. Jetzt meldet sich die Aktion gegen Fluglärm (AgF) in einer Medienmitteilung zu Wort und äussert sich zu diesen Plänen. Die Organisation begrüsst den angekündigten Wechsel auf das kleinere und emissionsärmere Flugzeug als Schritt in die richtige Richtung, um Lärm und CO₂-Ausstoss zu reduzieren. Gleichzeitig verurteilt sie jedoch den geplanten Ausbau des Flugangebots nach Wien «aufs Schärfste».
Unverständlicher Ausbau in aktueller Marktrealität
«Das ist ein blanker Hohn», lässt sich Cécile Metzler, Präsidentin der AgF in der Mitteilung zitieren.
Besonders unverständlich sei der Ausbau aber auch vor dem Hintergrund der aktuellen Marktrealität. Dass die Airline auf ein kleineres Flugzeug mit nur noch 32 Sitzplätzen umsteige, sei ein Eingeständnis der sinkenden Nachfrage: Die Passagierzahlen hätten sich seit der Corona-Pandemie halbiert, wie die People’s Air Group selber sage. «Statt daraus Konsequenzen zu ziehen und den Flugbetrieb entsprechend zu verkleinern, ergreift sie nun die Flucht nach vorn», schreibt die AgF.
Belastet Anwohnende und Natur noch stärker als bisher
Wenn diese Flugzeuge künftig sechs- statt viermal täglich die Bodensee-Region überfliegen werden, belaste das Anwohnende und Natur noch stärker als bisher. «Das ist ein Affront gegenüber den Menschen, die hier wohnen», so Cécile Metzler.
Der Schutzverband AgF fordert die People’s Air Group auf, diese ökologisch und ökonomisch fragwürdige Strategie zu überdenken und die Zahl der Flugbewegungen konsequent zu begrenzen – «mindestens auf dem heutigen Niveau», heisst es abschliessend im Communiqué. (red)
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben





Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.