Im dritten Qualifikationsspiel der Conference League trifft Vaduz auf Turku, die nach dem Sensationssieg gegen Basaksehir mit breiter Brust auflaufen werden.
Turnier: Uefa Conference League, dritte Qualifikationsrunde (Hinspiel)
Austragungsort: Turku
Austragungsstätte: Veritas Stadion
Zuschauerzahl:
Schiedsrichter: Eric Wattellier
06.08.2026, um 16:38 Uhr
Inter Turku befindet sich im laufenden Meisterschaftsbetrieb und bringt entsprechend Spielrhythmus mit. Der FC Vaduz steht dagegen noch am Anfang der neuen Saison. Trotzdem haben die bisherigen Auftritte gezeigt, dass die Liechtensteiner auch gegen spielstarke Gegner bestehen können.
Doch beim genauen hinschauen zeigt sich, dass der FC Vaduz rein auf den Marktwert bezogen eine Mannschaft auf das Feld bringt, die mehr individuelle Klasse hat. Turku besitzt lediglich einen Marktwert von rund 4.8 Millionen Euro. Vaduz trumpft mit einer Million mehr auf.
FCV-Trainer Marc Schneider sieht die Rollen klar verteilt: «Es wäre ein Wahnsinn zu sagen, dass wir hier Favorit sind.» Der Aufsteiger aus der Super League trifft auf einen Klub, der mitten im Ligabetrieb steht und in Finnland zur Spitze gehört.
Der ehemalige Vaduz-Stürmer Javi Navarro, der den Verein im Sommer verlassen hat, setzt seine Karriere in Zypern fort. Diese Woche wurde bekannt, dasss er zukünftig in der zweithöchsten Spielklasse Zyperns spielt und neu bei Enosis Neon Paralimni unter Vertrag steht.
Zudem gelang dem FC Vaduz neben der Neuverpflichtung von Daniel Kasper eine wichtige Vertragsverlängerung. Mit Marcel Monsberger sicherte der FC Vaduz seine Dienste weiterhin.
Im Falle eines Weiterkommens in die Playoffs würde Vaduz entweder auf den ungarischen Vertreter aus Debrecen treffen oder auf einen weiteren nordischen Verein mit Kopenhagen.
Sollte der FC Vaduz gegen Inter Turku in Finnland bestehen, würden sich die Residenzler eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in einer Woche im Rheinpark Stadion erarbeiten.
Bei Inter Turku herrscht Unruhe hinter den Kulissen: Das finnische Transferfenster schliesst bald, und Chef-Scout Viki Savonen zittert vor späten Angeboten aus Europa. Inter steht unter Druck, Geld zu machen, wollte im Vorfeld den sportlichen Erfolg nicht aufs Spiel setzen.
Erwartet wird auch, dass das Spielunter Beobachtung internationaler Top-Klubs steht. Scouts aus Hannover, Toulouse und Norwegen sind vor Ort, um Inters Juwelen zu beobachten. Gute Voraussetzungen auch für die Vaduzer Spieler, sich im selben Rampenlicht zu zeigen.
Die Vaduzer Offensive bekommt es mit dem derzeit begehrtesten Talent Finnlands zu tun. Für den 19-jährigen Ilari Kangasniemi lehnte Inter Turku bereits 1,5 Millionen Euro ab, unter anderem ein Angebot vom letztjährigen Champions-League-Überflieger aus Norwegen Bodø/Glimt. Auch Hannover 96 hat den Innenverteidiger auf dem Radar.
Kaspers Verpflichtung führt auf die zahlreichen Ausfälle in der Offensive zurück. Akhalaia und Neelakandan fehlen langfristig verletzt. Diese Lück soll der Deutsche nun schliessen und zusätzliche Optionen für Schneider freihalten.
Auch beim FC Vaduz gab es vergangene Woche noch einen weiteren Neuzugang. Daniel Kasper wechselte von Belgien in die Residenz und steht heute erstmals im Aufgebot für Vaduz.
Beim Blick in die Finnischen Medien offenbarte sich der Anblick, dass vieles Abhängig ist vom nigerianischer Flügelstürmer Clinton Jephta. Er kam für etwas unter 100 000 Euro und traf in der bisherigen Qualifikation unter anderem doppelt gegen den türkischen Favoriten Basaksehir.
Im Vergleich zum vergangenen Heimspiel rotiert Trainer Marc Schneider. Leon Schaffran rückt ins Tor zurück und ersetzt Benjamin Büchel. Mischa Beeli kommt für Nicolas Hasler sowie Niklas Lang für Denis Simani. Malik Sawadogo macht Platz für Dominik Schwizer. Das Mittelfeld sowie auch der Sturm bleiben in der selben Besetzung wie noch gegen St. Gallen.
Die Aufstellungen sind bereits da und so beginnt der FC Vaduz: Schaffran; Beeli, Lang, Berisha, Schwizer; Stark, Mack, Cabrera; Dalipi, Sorgic, Monsberger.