Im dritten Qualifikationsspiel der Conference League trifft Vaduz auf Turku, die nach dem Sensationssieg gegen Basaksehir mit breiter Brust auflaufen werden.
Turnier: Uefa Conference League, dritte Qualifikationsrunde (Hinspiel)
Die heutige Partie wird vom Unparteiischen Eric Wattellier geleitet. Er wird an der Seitenlinie von Aurélien Berthomieu und Alexis Auger unterstützt. Im Notfall intervenieren Benoît Millot und Marc Bollengier (alle Frankreich) als VAR.
So heiss wie es in Liechtenstein ist, so erfrischend ist es in Finnland. Aktuell messen wir angenehme 22 Grad mit einer leichten Brise bei Sonnenschein.
Im Vorfeld wurde noch bekannt, dass heute Abend rund 4 000 Tickets im Vorfeld verkauft worden sind. Die Zahl dürfte noch ein wenig steigen, da die Abendkassen geöffnet haben. Auch rund eine Hand voll Fans aus der Heimat reisten mit nach Finnland.
Für Schneider liegt der Schlüssel heute in den entscheidenden Momenten. Mehr Konsequenz und Kompromisslosigkeit – sowohl in der eigenen als auch in der gegnerischen Box – sollen den Unterschied ausmachen.
«Wir können mit allen mithalten. Wir müssen uns vor keinem Spielstil verstecken», sagt Marc Schneider. Der FCV will auch gegen Inter Turku mutig auftreten und seiner Spielidee treu bleiben.
Inter Turku befindet sich im laufenden Meisterschaftsbetrieb und bringt entsprechend Spielrhythmus mit. Der FC Vaduz steht dagegen noch am Anfang der neuen Saison. Trotzdem haben die bisherigen Auftritte gezeigt, dass die Liechtensteiner auch gegen spielstarke Gegner bestehen können.
Doch beim genauen hinschauen zeigt sich, dass der FC Vaduz rein auf den Marktwert bezogen eine Mannschaft auf das Feld bringt, die mehr individuelle Klasse hat. Turku besitzt lediglich einen Marktwert von rund 4.8 Millionen Euro. Vaduz trumpft mit einer Million mehr auf.
FCV-Trainer Marc Schneider sieht die Rollen klar verteilt: «Es wäre ein Wahnsinn zu sagen, dass wir hier Favorit sind.» Der Aufsteiger aus der Super League trifft auf einen Klub, der mitten im Ligabetrieb steht und in Finnland zur Spitze gehört.
Der ehemalige Vaduz-Stürmer Javi Navarro, der den Verein im Sommer verlassen hat, setzt seine Karriere in Zypern fort. Diese Woche wurde bekannt, dasss er zukünftig in der zweithöchsten Spielklasse Zyperns spielt und neu bei Enosis Neon Paralimni unter Vertrag steht.
Zudem gelang dem FC Vaduz neben der Neuverpflichtung von Daniel Kasper eine wichtige Vertragsverlängerung. Mit Marcel Monsberger sicherte der FC Vaduz seine Dienste weiterhin.
Im Falle eines Weiterkommens in die Playoffs würde Vaduz entweder auf den ungarischen Vertreter aus Debrecen treffen oder auf einen weiteren nordischen Verein mit Kopenhagen.
Sollte der FC Vaduz gegen Inter Turku in Finnland bestehen, würden sich die Residenzler eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in einer Woche im Rheinpark Stadion erarbeiten.
Bei Inter Turku herrscht Unruhe hinter den Kulissen: Das finnische Transferfenster schliesst bald, und Chef-Scout Viki Savonen zittert vor späten Angeboten aus Europa. Inter steht unter Druck, Geld zu machen, wollte im Vorfeld den sportlichen Erfolg nicht aufs Spiel setzen.
Erwartet wird auch, dass das Spielunter Beobachtung internationaler Top-Klubs steht. Scouts aus Hannover, Toulouse und Norwegen sind vor Ort, um Inters Juwelen zu beobachten. Gute Voraussetzungen auch für die Vaduzer Spieler, sich im selben Rampenlicht zu zeigen.
Die Vaduzer Offensive bekommt es mit dem derzeit begehrtesten Talent Finnlands zu tun. Für den 19-jährigen Ilari Kangasniemi lehnte Inter Turku bereits 1,5 Millionen Euro ab, unter anderem ein Angebot vom letztjährigen Champions-League-Überflieger aus Norwegen Bodø/Glimt. Auch Hannover 96 hat den Innenverteidiger auf dem Radar.
Kaspers Verpflichtung führt auf die zahlreichen Ausfälle in der Offensive zurück. Akhalaia und Neelakandan fehlen langfristig verletzt. Diese Lück soll der Deutsche nun schliessen und zusätzliche Optionen für Schneider freihalten.