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Konferenz der Parlamentspräsidenten der europäischen Kleinstaaten

Parlamentspräsidenten diskutierten Rolle der Kleinstaaten in globaler Unsicherheit

Bei der 18. Konferenz der Parlamentspräsidenten der europäischen Kleinstaaten standen die Themen Künstliche Intelligenz, globale Instabilität und partizipierende Demokratie im Fokus.
Landtagspräsident Manfred Kaufmann mit den teilnehmenden Parlamentspräsidenten der europäischen Kleinstaaten (vlnr: Thomas Brezzo (Monaco), Claude Wiseler (Luxemburg), Michele Muratori (San Marino), David Agius (Malta), Annita Demetriou (Zypern), Carles Ensenyat (Andorra), Manfred Kaufmann, Andrija Mandic (Montenegro). (Bild: Parlamentsdienst)

Vom 14. bis zum 16. September fand die Konferenz der Parlamentspräsidenten der europäischen Kleinstaaten auf Einladung der zypriotischen Parlamentspräsidentin Annita Demetriou in Nicosia statt. Neben Landtagspräsident Manfred Kaufmann waren die Parlamentspräsidenten aus Andorra, Luxemburg, Malta, Monaco und Montenegro sowie Vertreter von San Marino vor Ort, berichtet der Parlamentsdienst. 

Im Zentrum der Diskussion standen die Themen «Kleinstaaten in Zeiten globaler Instabilität», «Künstliche Intelligenz – Herausforderungen, Chancen und Best Practices» und «Partizipierende Demokratie – Parlamentsarbeit den Bürgern näherbringen». Nach einem Gastreferat stellten die Präsidenten das Thema aus der Sicht ihres Landes dar. Bezüglich der globalen Instabilität betonte Landtagspräsident Kaufmann in seiner Rede: «Kleinstaaten wie Liechtenstein sichern ihre Unabhängigkeit nicht durch militärische Macht, sondern durch umsichtige, kluge internationale Kooperation.» Gerade in Zeiten wachsender Blockbildung sei es für Kleinstaaten zentral, Brücken zu bauen und auf den Erhalt einer regelbasierten Weltordnung hinzuwirken, führt die Medienmitteilung die Rede weiter aus.

Auch das Thema «Künstliche Intelligenz» beschäftigte die Parlamentspräsidenten: «Künstliche Intelligenz stellt Kleinstaaten vor komplexe, aber nicht unlösbare Herausforderungen», wird der Landtagspräsident in der Mitteilung zitiert. Er sieht für die Kleinstaaten eine Chance, die Vorreiterrolle durch strategische Fokussierung, agile Governance und gezielte Investitionen einzunehmen und zu einer bedeutenden Stimme zu werden. Das letzte Thema betraf die  «partizipierende Demokratie». Kaufmann hob die direktdemokratischen Mittel Liechtensteins sowie deren rege Nutzung, die auf die hohe Partizipationsbereitschaft der Liechtensteiner Bevölkerung schliessen lasse, hervor. 

Abschliessend zum Treffen verabschiedeten die Parlamentspräsidenten eine gemeinsame Erklärung als einheitliche Bekenntnis zur demokratischen Resilienz und Innovation. «Die Konferenz hat die Verbindungen zwischen den europäischen Kleinstaaten nachhaltig gestärkt und unterstreicht die Bedeutung des kontinuierlichen Erfahrungsaustauschs sowie der Koordination gemeinsamer Positionen zu europäischen Themen», heisst es in der Medienmitteilung. (pd)

 

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