Wenn Museen zum Übungsplatz werden
Insgesamt nahmen 25 Angehörige des Kulturgüterschutz-Einsatzelements an der Übung teil. Die Ausbildung fand während des regulären Museumsbetriebs statt und ermöglichte so praxis-nahe Bedingungen für das Training. Fachpersonen aus dem Landesmuseum und dem Kunstmuseum bereiteten dazu verschiedene Ausbildungsstationen vor und vermittelten spezifische Kenntnisse im Umgang mit historischen Objekten und Kunstwerken.
Fokus auf Bergung und Transport von Kulturgütern
Im Landesmuseum lag der Schwerpunkt auf historischen Gegenständen, Wandtextilien und Ausstellungsvitrinen. Geübt wurden unter anderem Hebe- und Haltetechniken, Verpackungsmethoden sowie Transportvarianten für empfindliche Kulturgüter. Dabei kamen sowohl Standard- als auch Spezialmaterialien zum Einsatz. Unter anderem wurde fachgerechtes Rollen und der Transport eines grossformatigen Textilobjekts trainiert.
Im Kunstmuseum standen die Besonderheiten moderner und zeitgenössischer Kunst im Mittelpunkt. Vermittelt wurden Kenntnisse zu unterschiedlichen Bild- und Objektbefestigungen, zum Umgang mit Kunstinstallationen sowie zu speziellen Verpackungs- und Transportanforderungen. Zudem übten die Teilnehmenden den sicheren Transport von Kunstwerken durch enge Gebäudebereiche.
Ein wichtiger Beitrag zur Einsatzvorbereitung
Die Ausbildungsübung ermöglichte es den Angehörigen des Einsatzelements zudem, die räumlichen Gegebenheiten der beiden Ausstellungshäuser vertieft kennenzulernen. Dies stellt im Hinblick auf mögliche Schaden- oder Ereignisfälle einen wichtigen Beitrag zur Einsatzvorbereitung dar. Das Kulturgüterschutz-Einsatzelement Liechtenstein trägt das international anerkannte Schutzzeichen «Blue Shield». Dieses kennzeichnet Kulturgüter sowie Organisationen und Personen, die mit deren Schutz betraut sind. Weitere Ausbildungs- und Übungseinheiten sind vorgesehen, um den Schutz des liechtensteinischen Kulturerbes im Ereignisfall weiter zu stärken. (ikr)
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