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Agrarpolitischer Bericht

Landwirte wünschen sich weniger Bürokratie und effizientere Prozesse

Gestern wurden die Ergebnisse des vom Liechtenstein-Institut erstellten agrarpolitischen Berichts an einer Informationsveranstaltung präsentiert.
Info Landwirtschaft, Vaduz
Sabine Monauni bei der Informationsveranstaltung zum Agrarbericht. (Bild: Tatjana Schnalzger)
Info Landwirtschaft, Vaduz
Thomas Milic vom Liechtenstein-Institut stellte die Ergebnisse der Umfrage vor. (Bild: Tatjana Schnalzger)

Alle vier Jahre gibt die Liechtensteiner Regierung einen Bericht zur der Weiterentwicklung und Ausrichtung der Agrarpolitik in Auftrag. Die Ergebnisse der neuesten Ausgabe präsentierten die Verfasser des Liechtenstein-Instituts sowie Umweltministerin Sabine Monauni am Mittwochabend. Die Ergebnisse der Umfrage wurden den Landwirtschaftsbetrieben am 12. Mai 2026 im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorgestellt. Sie fliessen als wichtige Grundlage in die weitere Ausarbeitung des agrarpolitischen Berichts 2026 ein und tragen dazu bei, die agrarpolitischen Rahmenbedingungen gezielt weiterzuentwickeln.

Für den Bericht wurde eine Umfrage bei allen anerkannten Landwirtschaftsbetriebe in Liechtenstein durchgeführt. Ziel der Befragung sei es, zentrale Themen wie den administrativen Aufwand, die Pachtsituation, die soziale Absicherung sowie weitere für die Landwirtschaft relevante Aspekte systematisch zu erfassen, heisst es in der Medienmitteilung. Der nun vorliegende Bericht zeige, dass die Landwirtinnen und Landwirte einen hohen Arbeitsaufwand zu bewältigen haben. «Ein relevanter Teil der Befragten äussert entsprechend den Wunsch nach weniger Bürokratie, effizienteren Prozessen sowie praxistauglicheren digitalen Lösungen», so die Mitteilung der Regierung.

Besonders ausgeprägt zeigen sich gemäss Bericht die strukturellen Herausforderungen im Bereich der Pacht. Der überwiegende Teil der Landwirtschaftsbetriebe verfüge kaum über eigene Flächen. Zudem habe eine Mehrheit der Befragten keine längerfristigen Pachtverträge abgeschlossen. Diese Situation führt bei vielen Betrieben zu Einschränkungen, insbesondere aufgrund fehlender Planungs- und Betriebssicherheit, kommt der Bericht zum Schluss.

Im Bereich der sozialen Absicherung erachte eine Mehrheit der Befragten Anpassungen als nicht notwendig. Das bestehende Fortbildungsangebot für Landwirtinnen und Landwirte werde von einer Mehrheit als ausreichend beurteilt. Gleichzeitig wird der Wunsch nach mehr persönlicher Beratung sowie nach einem direkteren Austausch mit dem Amt für Umwelt geäussert.

Die Ergebnisse der Umfrage wurden den Landwirtschaftsbetrieben am 12. Mai 2026 im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorgestellt. Sie fliessen als wichtige Grundlage in die weitere Ausarbeitung des agrarpolitischen Berichts 2026 ein und tragen dazu bei, die agrarpolitischen Rahmenbedingungen gezielt weiterzuentwickeln. (ikr)

 
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