Eine helfende Hand im Schulalltag
Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag von Stefanie Wolfinger aus? Die Antwort ist einfach: Den gibt es nicht. Mal ändern sich Aufgaben kurzfristig, mal läuft eine Schulstunde anders als geplant und manchmal brauchen Kinder plötzlich mehr Unterstützung als sonst. Genau diese Abwechslung gefällt der Schulassistenz aus Triesenberg.
Ihre Hauptaufgabe ist es, die Lehrperson im Schulalltag zu unterstützen. Gleichzeitig ist sie für die Kinder da: Sie hilft ihnen, sich zu organisieren, dem Unterricht zu folgen und Aufgaben möglichst selbstständig zu bewältigen. Doch es geht nicht nur ums Rechnen und Schreiben, sondern auch darum, sich in der Klasse zurechtzufinden und gut mit anderen auszukommen.
Wenn aus kleinen Schritten grosse werden
Dabei möchte Stefanie Wolfinger den Kindern keineswegs alles abnehmen. Im Gegenteil: Ihr ist wichtig, Selbstständigkeit und Selbstvertrauen zu stärken. Und manchmal sind es gerade die kleinen Fortschritte, die für sie besonders gross sind: Schuhe selbst binden, eine Aufgabe ohne Hilfe beginnen oder auch, von sich aus um Unterstützung bitten.
Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr ein zurückhaltendes Kind, das sich im Kreis kaum zu sprechen traute. Stefanie Wolfinger sass neben ihm, ermutigte es und gab ihm Sicherheit. Und eines Tages meldete es sich von selbst und antwortete vor der ganzen Klasse. Ein kleiner Moment, der für das Kind ein grosser Schritt war.
In ihren sieben Jahren als Schulassistenz hat Stefanie Wolfinger auch von den Kindern gelernt. Sie sei toleranter geworden, sagt sie, und dass sie gemerkt habe, wie wichtig es ist, Kinder nicht miteinander zu vergleichen: Jedes habe seine eigenen Stärken und Bedürfnisse.
Ein Kompliment mit Überraschung
Und natürlich sorgen die Kinder auch für so manchen Schmunzler. So begrüsste sie ein Kind:
Frau Wolfinger, ich freue mich immer so fest, wenn du kommst.
Was für ein schönes Kompliment! Dann folgte die Erklärung: «Dann weiss ich nämlich, dass ich am Nachmittag frei habe.» Das Kind hatte herausgefunden, an welchen Tagen die Schulassistenz da ist und dass dann nachmittags kein Unterricht stattfindet ...
Helfen bedeutet für Stefanie Wolfinger, «präsent zu sein, zuzuhören und Unterstützung zu geben, wenn sie gebraucht wird». Den neuen Erstklässlern wünscht sie, dass sie sich in der Schule wohlfühlen, Freude am Lernen haben, neue Freunde finden und mit viel Selbstvertrauen ihren eigenen Weg gehen.
Schlagwörter
-
Gemeinde Triesenberg
-
Magazine
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben






Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.