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Post erhält bei Paketen deutsche Konkurrenz

Die Post erhält hierzulande Konkurrenz im boomenden Paketmarkt. Der deutsche Paketdienst DHL plant ein eigenes Netz mit 1000 Abholstellen. Ab September wird die Tochter der Deutschen Post alle Privathaushalte beliefern.
Die Post erhält hierzulande Konkurrenz im boomenden Paketmarkt. Der deutsche Paketdienst DHL plant ein eigenes Netz mit 1000 Abholstellen. (Archivbild)
Die Post erhält hierzulande Konkurrenz im boomenden Paketmarkt. Der deutsche Paketdienst DHL plant ein eigenes Netz mit 1000 Abholstellen. (Archivbild) (Bild: Keystone/GAETAN BALLY)

"DHL wird die Präsenz in der Schweiz massiv ausbauen", kündigte Günter Birnstingl, Leiter der neu gegründeten Gesellschaft, im Interview mit der "SonntagsZeitung" an. Ziel sei es, hierzulande hinter der Post die Nummer zwei zu werden.

Konkret ist der Aufbau von 1000 Abholstellen vorgesehen. Dazu zählen sollen Tankstellen, Apotheken und Bäckereien. Wichtigster Partner ist die Supermarktkette Spar. Heute beliefert DHL Express in der Schweiz vor allem Unternehmen. Die neue Gesellschaft DHL Parcel Switzerland fasst nun Privathaushalte ins Auge.

Konkurrenz machen will der deutsche Logistiker der Schweizerischen Post auch beim Preis. "Wir werden den Kunden bei vergleichbarer Leistung gegenüber der Konkurrenz einen Kostenvorteil bieten", sagte Birnstingl weiter. Dumpingpreise werde es aber nicht geben.

In den Ballungszentren will DHL die Lieferung am Samstag und bis 20 Uhr ohne Aufpreis anbieten. Das dürfte vor allem die Versandhändler freuen, denn die Post verrechnet ihnen für diesen Service Extrakosten, die sie bisher oft an die Kunden weitergegeben haben. Auch der Paketversand für Private soll in mehreren Fällen preiswerter werden, weil sich der Preis nach der Grösse des Pakets richtet und nicht nach dem Gewicht.

Der Paketmarkt in der Schweiz ist in den letzten Jahren vor allem dank dem Onlinehandel stark gewachsen. Letztes Jahr hat die Schweizerische Post 130 Millionen Pakete zugestellt - 6,2 Prozent mehr als 2016. Um dem Wachstum zu begegnen, investiert sie in den nächsten Jahren 150 Millionen Franken in drei neue Paketzentren. (sda)

 
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