­
­
­
­

Vier Demokraten mit Zukunft: Diese Politiker könnten in Washington den Ton angeben

Die Demokraten wollen nach einem Sieg das Land verändern. Diese Namen könnten in den nächsten Jahren eine wichtige Rolle spielen – wenn sie am Dienstag gewinnen.
Hakeem Jeffries steht seit 2023 an der Spitze der demokratischen Fraktion im Repräsentantenhaus. (Bild: JAP)
Paige Cognetti ist in Pennsylvania auf dem Sprung ins Repräsentantenhaus in Washington. (Bild: Imago)
Abdul El-Sayed will im «Swing State» Michigan einen Senatssitz der Demokraten verteidigen. (Bild: AP)
Jon Ossoff kandidiert in Georgia für eine zweite Amtszeit im Senat. (Bild: AP)

«Mister Speaker»: Hakeem Jeffries, 56

Hakeem Jeffries steht seit 2023 an der Spitze der demokratischen Fraktion im Repräsentantenhaus. (Bild: JAP)

Der bisherige Fraktionschef der Demokraten im Repräsentantenhaus soll nach einem Wahlsieg zum Parlamentsvorsitzenden aufrücken. Der Zögling von Nancy Pelosi wäre damit der erste afroamerikanische Politiker auf dem mächtigen Posten des «Speakers» – ein Meilenstein, über den Jeffries vor dem Wahltag aber nicht öffentlich spricht. Auf den Berufspolitiker aus New York wartet eine anspruchsvolle Aufgabe. Jeffries muss eine Fraktion zusammenhalten, die Präsident Donald Trumps Regierung zur Verantwortung ziehen will. Der linke Flügel der Demokraten wird den Hip-Hop-Fan unter Druck setzen. Und Jeffries wird sich entscheiden müssen, wie weit er gehen will.

Die Königsmacherin: Paige Cognetti, 46

Paige Cognetti ist in Pennsylvania auf dem Sprung ins Repräsentantenhaus in Washington. (Bild: Imago)

Die Stadtpräsidentin von Scranton in Pennsylvania verkörpert eine neue Generation von Demokratinnen. Sie ist keine Parteisoldatin, sondern eine Macherin. So legte sie im Wahlkampf um einen Sitz im Repräsentantenhaus den Schwerpunkt auf die Korruptionsbekämpfung in Washington. Sollte Cognetti der Sprung in die Hauptstadt gelingen, würde die Politikerin aus der Provinz automatisch zu einer Königsmacherin mit nationaler Ausstrahlung aufsteigen: Pennsylvania ist ein «Swing State» und im Wahlkampf um die Nachfolge von Präsident Donald Trump im Jahr 2028 werden die Demokraten alles daran setzen, den grossen Bundesstaat zurückzuerobern.

Der Pionier: Abdul El-Sayed, 41

Abdul El-Sayed will im «Swing State» Michigan einen Senatssitz der Demokraten verteidigen. (Bild: AP)

Kaum ein Kandidat sorgt parteiintern für so viele Diskussionen wie Abdul El-Sayed. Der Arzt und frühere Gesundheitsbeamte gewann in den demokratischen Vorwahlen in Michigan gegen die vom Parteiestablishment unterstützte Haley Stevens. Sollte er nun auch gegen den Republikaner Mike Rogers gewinnen, wär er der erste muslimische US-Senator. Zudem würde er zeigen, dass der progressive Parteiflügel nicht nur demokratische Hochburgen, sondern auch einen umkämpften «Swing State» gewinnen kann. Ein Sieg El-Sayeds würde die Debatte um den Kurs der Demokraten bis zu den nächsten Präsidentschaftswahlen im Jahr 2028 befeuern.

Der Star: Jon Ossoff, 39

Jon Ossoff kandidiert in Georgia für eine zweite Amtszeit im Senat. (Bild: AP)

Als Jon Ossoff im Januar 2021 erstmals in den Senat einzog, war er dessen jüngstes Mitglied. Mittlerweile gilt der ehemalige Investigativjournalist und Dokumentarfilmer als eine der profiliertesten Figuren der Demokraten. Seine Anhörungen und Auftritte, in denen er gegen Donald Trump schiesst, haben ihm bereits nationale Aufmerksamkeit verschafft. Immer wieder wird er auch als möglicher Präsidentschaftskandidat 2028 gehandelt. In Georgia verteidigt er seinen Senatssitz gegen den Republikaner Mike Collins. Ossoff ist der einzige demokratische Senator, der in einem Staat zur Wiederwahl steht, den Trump 2024 gewann. Ein Triumph am Dienstag könnte seine Bedeutung weiter steigern.

 
Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Kommentare
Keine Kommentare

    Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben

Kommentare hinzufügen

Ähnliche Artikel

Abo

Lässt sich so Trump schlagen? Die US-Demokraten rücken nach links

In Michigan gewinnt Abdul El-Sayed die Senatsvorwahl der Demokraten. Junge Wählergruppen sind vom Linksrutsch begeistert – doch die Partei ringt mit dieser Neuausrichtung.
06.08.2026

Das Hass-Duell, das Trump retten könnte: Kostet dieser Mann die Demokraten den Wahlsieg?

In Michigan verteidigt Abdul El-Sayed einen sicher geglaubten Senatssitz der Demokraten. Doch wegen zahlreicher Kontroversen droht der Partei dort eine Niederlage – mit fatalen Folgen.
24.10.2026
Abo

Internet-Phänomen Jon Ossoff: Das macht den US-Senator so anziehend

Der 39-jährige Demokrat aus Georgia begeistert die Massen. Manche sehen in Jon Ossoff schon den nächsten Präsidenten der USA. Das ist nicht zuletzt seinem Stil zu verdanken. Eine Analyse.
29.10.2026
­
­