Vier Demokraten mit Zukunft: Diese Politiker könnten in Washington den Ton angeben
«Mister Speaker»: Hakeem Jeffries, 56

Der bisherige Fraktionschef der Demokraten im Repräsentantenhaus soll nach einem Wahlsieg zum Parlamentsvorsitzenden aufrücken. Der Zögling von Nancy Pelosi wäre damit der erste afroamerikanische Politiker auf dem mächtigen Posten des «Speakers» – ein Meilenstein, über den Jeffries vor dem Wahltag aber nicht öffentlich spricht. Auf den Berufspolitiker aus New York wartet eine anspruchsvolle Aufgabe. Jeffries muss eine Fraktion zusammenhalten, die Präsident Donald Trumps Regierung zur Verantwortung ziehen will. Der linke Flügel der Demokraten wird den Hip-Hop-Fan unter Druck setzen. Und Jeffries wird sich entscheiden müssen, wie weit er gehen will.
Die Königsmacherin: Paige Cognetti, 46

Die Stadtpräsidentin von Scranton in Pennsylvania verkörpert eine neue Generation von Demokratinnen. Sie ist keine Parteisoldatin, sondern eine Macherin. So legte sie im Wahlkampf um einen Sitz im Repräsentantenhaus den Schwerpunkt auf die Korruptionsbekämpfung in Washington. Sollte Cognetti der Sprung in die Hauptstadt gelingen, würde die Politikerin aus der Provinz automatisch zu einer Königsmacherin mit nationaler Ausstrahlung aufsteigen: Pennsylvania ist ein «Swing State» und im Wahlkampf um die Nachfolge von Präsident Donald Trump im Jahr 2028 werden die Demokraten alles daran setzen, den grossen Bundesstaat zurückzuerobern.
Der Pionier: Abdul El-Sayed, 41

Kaum ein Kandidat sorgt parteiintern für so viele Diskussionen wie Abdul El-Sayed. Der Arzt und frühere Gesundheitsbeamte gewann in den demokratischen Vorwahlen in Michigan gegen die vom Parteiestablishment unterstützte Haley Stevens. Sollte er nun auch gegen den Republikaner Mike Rogers gewinnen, wär er der erste muslimische US-Senator. Zudem würde er zeigen, dass der progressive Parteiflügel nicht nur demokratische Hochburgen, sondern auch einen umkämpften «Swing State» gewinnen kann. Ein Sieg El-Sayeds würde die Debatte um den Kurs der Demokraten bis zu den nächsten Präsidentschaftswahlen im Jahr 2028 befeuern.
Der Star: Jon Ossoff, 39

Als Jon Ossoff im Januar 2021 erstmals in den Senat einzog, war er dessen jüngstes Mitglied. Mittlerweile gilt der ehemalige Investigativjournalist und Dokumentarfilmer als eine der profiliertesten Figuren der Demokraten. Seine Anhörungen und Auftritte, in denen er gegen Donald Trump schiesst, haben ihm bereits nationale Aufmerksamkeit verschafft. Immer wieder wird er auch als möglicher Präsidentschaftskandidat 2028 gehandelt. In Georgia verteidigt er seinen Senatssitz gegen den Republikaner Mike Collins. Ossoff ist der einzige demokratische Senator, der in einem Staat zur Wiederwahl steht, den Trump 2024 gewann. Ein Triumph am Dienstag könnte seine Bedeutung weiter steigern.
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