­
­
­
­

Er kämpfte mit Martin Luther King für Gleichberechtigung: Jesse Jackson ist tot

Einst wollte er Präsident der USA werden. Jetzt ist er nicht mehr unter uns. Mit Jesse Jacksons Tod ist eine der bekanntesten schwarzen Stimmen in den USA verstummt.
Jesse Jackson ist verstorben. (Bild: AP)
Jesse Jackson mit der Bürgerrechts-Pionierin Rosa Parks im Jahr 1990. (Bild: Keystone)
Jesse Jackson (Zweiter von links) und Martin Luther King (rechts neben ihm) am Tag vor der Ermordung von Martin Luther King. (Bild: Keystone)
Emmanuel Macron verleiht Jesse Jackson die Ehrenlegion. (Bild: Keystone)

Der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson ist tot. Er sei am Dienstagmorgen friedlich im Kreise seiner Familie gestorben, teilte die von ihm gegründete Stiftung Rainbow Push Coalition in einem Statement unter Berufung auf seine Familie mit. Jackson, der in den 1960er Jahren an der Seite von Martin Luther King für Gleichberechtigung in Amerika kämpfte, wurde 84 Jahre alt.

«Sein unerschütterliches Engagement für Gerechtigkeit, Gleichheit und Menschenrechte trug dazu bei, eine globale Bewegung für Freiheit und Würde zu formen», heisst es in dem Statement. «Unser Vater war ein dienender Anführer – nicht nur für unsere Familie, sondern für die Unterdrückten, die Stimmlosen und die Übersehenen auf der ganzen Welt.»

Über Jahrzehnte hinweg war Jesse Jackson einer der prominentesten Bürgerrechtler in den USA. Weltweite Schlagzeilen machte er mit seinen Bewerbungen um die Präsidentschaftskandidatur der demokratischen Partei.

Einer der bekanntesten afroamerikanischen Stimmen

Geboren wurde Jackson 1941 in Greenville im südlichen US-Bundesstaat South Carolina als Jesse Louis Burns, später nahm er den Nachnamen seines Stiefvaters Charles Jackson an. Jesse Jackson studierte Theologie in Chicago, als er seine Mitarbeit in der Southern Christian Leadership Conference des legendären Bürgerrechtlers King begann.

Jesse Jackson mit der Bürgerrechts-Pionierin Rosa Parks im Jahr 1990. (Bild: Keystone)

Jackson war mit Martin Luther King in Memphis, als dieser 1968 ermordet wurde. Später gründete er eigene Organisationen, die 1996 in der «Regenbogen»-Koalition aufgingen - eine Initiative, die sich nach eigenem Bekunden «für sozialen Wandel» engagiert.

Jesse Jackson (Zweiter von links) und Martin Luther King (rechts neben ihm) am Tag vor der Ermordung von Martin Luther King. (Bild: Keystone)

In den 70ern zählte Jackson für das Magazin «Ebony» zu den hundert einflussreichsten schwarzen Amerikanern. Im darauffolgenden Jahrzehnt wurde der Baptistenpfarrer einer der bekanntesten afroamerikanischen Politiker. Jackson heiratete 1963 seine College-Liebe Jacqueline Lavinia Brown, das Ehepaar hat fünf Kinder.

Um Jacksons Gesundheit stand es seit Jahren nicht besonders gut. 2017 teilte er etwa mit, dass er an Parkinson erkrankt sei. Bei der Coronavirus-Pandemie mussten er und seine Ehefrau nach einer Infektion im August 2021 im Krankenhaus behandelt werden. Im gleichen Jahr erhielt er in Paris von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Ehrelegion verliehen. (dpa/chm)

Emmanuel Macron verleiht Jesse Jackson die Ehrenlegion. (Bild: Keystone)
 
Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Kommentare
Keine Kommentare

    Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben

Kommentare hinzufügen

Ähnliche Artikel

Newsom attackiert Trump: «Es ist Zeit, ernst zu machen» ++ Trump kippt zentrale Klimaschutz-Regelung – scharfe Kritik

Alle Neuigkeiten und Reaktionen zu den USA während Donald Trumps zweiter Präsidentschaft hier in unserem Newsblog.
16.02.2026
Abo

«Oh Schätzeli»: Sexismus-Vorwurf gegen Werbevideo des St.Galler Steueramts

Das St.Galler Steueramt bewirbt die neue Online-Steuererklärung mit sechs Werbevideos. Eines der Videos sorgt beim feministischen Streik St.Gallen für Entsetzen. Der Leiter des kantonalen Steueramts nimmt Stellung.
13.02.2026
KuL-Interview des Monats

Wenn Steirer Charme auf Balzner Dialekt trifft

In Balzers ist Regisseur Gernot Kranner längst kein Fremder mehr, sondern ein kreativer Motor, der Tradition mit modernem Geist zu verbinden. Mit "My Fair Lady" feiert er am Samstag Premiere.
30.01.2026

Wettbewerb

2x2 Tickets für den «Digital Summit 2026» zu gewinnen
Digital Summit

Umfrage der Woche

Auf was verzichten Sie während der Fastenzeit?
vor 41 Minuten
­
­